Demo gegen sexuelle Verbrechen

Anzeige

Würzburg erleben

25. Januar 2016

Symbolbild Schweinfurt
Symbolbild Schweinfurt

Symbolbild Schweinfurt

700 Demonstranten

Bei einer Versammlung mit dem Thema „Gegen sexuelle Verbrechen in Köln und gegen unbestrafte Vergewaltigung an 13-jährigem Mädchen in Berlin“ demonstrierten laut Pressemitteilung des Polizeipräsidium Unterfranken am 24. Januar rund 700 Personen am Schweinfurter Marktplatz. Spontan wurde gegenüber der Polizei vor Ort und in diesem Zusammenhang die Versammlung „Gegen Rechts“ mit etwa 15 Teilnehmern angezeigt und durchgeführt. Die Schweinfurter Polizei war vor Ort, überrascht von der Vielzahl der Teilnahmer, so die Main-Post, registrierte aber keine Störungen. Parallel dazu, fand ebenfalls eine Demo in Aschaffenburg statt, bei der rund 100 Bürger teilnahmen.

Schilder verwiesen auf deutsche Gesetze

Laut Informationen der Main-Post seien Sprüche wie „Hände weg von unseren Frauen und Kindern“ und „Deutsche Gesetze gelten für alle“ auf den Schildern und Bannern zu lesen gewesen. Ein Großteil der Demonstranten sprachen russisch und es wurden Landesflaggen geschwenkt. Neben der russischen und kasachischen Flagge waren laut Main-Post aber auch deutsche und türkische zu sehen.

Forderung härterer Gesetze gegen Sexualverbrechen

Die Demonstration war laut Main-Post von dem Russlanddeutschen Heinrich Maier angemeldet worden, dieser stellte auch den Zusammenhang zu weiteren deutschlandweiten Demos her. Am vergangenen Wochenende fanden sich ebenfalls in Berlin einige hundert russischsprachige Personen zusammen, die aufgrund der mutmaßlichen Entführung und Vergewaltigung eines 13-Jährigen russisch-deutschen Mädchens durch einen Flüchtling gegen sexuelle Gewalt demonstrierten. Laut Polizei sei diese Vergewaltigung nicht passiert, so die Main-Post.

In Schweinfurt beziehe sich die Demo allerdings nicht konkret auf diesen Fall, viel mehr auf die Geschehnisse rund um die Kölner Silvesternacht, so der Initiator Maier gegenüber der Main-Post. Des Weiteren erklärt der Demonstrant, seien sie nicht gegen Flüchtlinge, sondern fordern lediglich härtere Strafen und Gesetze gegen Sexualverbrechen, berichtet die Main-Post.

Private Organisation

Die Demo sei durch Mobilisierung von Freunden, Bekannten und Verwandten organisiert worden. Eine Partei oder Organisation stecke nicht dahinter, so Maier gegenüber der Main-Post. Eine Hand voll Neonazis, die sich an der Demonstration beteiligen wollte, habe Maier laut Main-Post-Information weggeschickt.

Dieser Artikel beruht unter anderem auf Informationen des Polizeipräsidium Unterfranken. 

Banner2
Topmobile2