Würzburger Kickers wollen in die 2. Bundesliga
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Würzburg erleben
26. Januar 2016

Symbolbild Würzburg
Aus 3×3 wird 3×2
Beim 5. Kickers Summit, dem regelmäßig stattfindenden Sponsorentreffen des FC Würzburger Kickers, stellten heute der neue Vorstandsvorsitzende Daniel Sauer und der Aufsichtsratsvorsitzende der AG Thorsten Fischer das neueste Kickers-Projekt vor: „aus 3×3 wird 3×2“, das bereits im Sommer 2016 starten soll.
3×3 war 1×3
Hierbei knüpft man an das im Februar 2014 ins Leben gerufene Projekt „3×3 – jetzt oder nie“ an. Damals nahm man sich vor zunächst Sponsorengelder einzusammeln, um binnen dreier Jahr in die 3. Liga aufzusteigen und damit den Profifussball zurück nach Würzburg zu holen. Als Meister der Regionalliga Bayern und der gewonnenen Aufstiegsspiele inklusive dem packendem Elfmeterschießen gegen Saarbrücken war dieses Ziel bereits nach nur einer Saison im Sommer 2015 erreicht.
Der Bocksbeutel soll’s richten
Den bisherigen Sponsoren stellte man heute exklusiv das Projekt „3×2 – Würzburg kann mehr – Jetzt bocksen wir uns in die 2. Liga“ vor. Als Pate steht der (alte) Bocksbeutel, ein „fränkischer Exportschlager“, wie es im Flyer für die Unterstützer heißt. Er ziert auch das Logo des Projekts. Symbolisch möchte man fortan jede Saison 125.000 Flaschen, an jeden Würzburger eine, verkaufen. Fänden sich so viele fussballbegeisterte Weintrinker, die den Preis von 19,07 Euro zahlen, wären das knapp 2,5 Millionen Euro – wie gesagt eher ein symbolischer Wert, der zeigt, in welchen monetären Regionen man denken muss, um nur ansatzweise an die Budgets der letzten Zweitliga-Aufsteiger heranzukommen.
Neue Möglichkeiten für Sponsoren
Letztlich wird es nicht der Weinkonsum sein, sondern an den bisherigen und wohl einigen weiteren Sponsoren liegen, die das neue Projekt mit Ideen, Ressourcen und Geld fördern, um „den nächsten Fußball-Traum“ für Würzburg und die Region zu ermöglichen. Mit dem neuen Projekt ergehen bereits Planungen, die den VIP- und Hospitality-Bereich der steigenden Nachfrage, aber auch den behördlichen Ansprüchen gerecht werden sollen. Ein zweistöckiger Neubau soll das VIP-Zelt ersetzen und weitere Sponsoren im Stadion Engagements ermöglichen.
Realistisch oder größenwahnsinnig?
Am heutigen Tag wurde erstmals ausgesprochen, was zwischen den Zeilen immer einmal wieder angeklungen ist. Die Macher hinter dem Würzburger Fussball wollen mehr als „nur“ die 3. Liga. Das offene Bekenntnis hat man nun in ein ambitioniertes Projekt gegossen und einen Namen gegeben: 3×2. Es sich um ein langfristiges, ambitioniertes Projekt, das zum jetzigen Zeitpunkt wohl mehr Fragen als Antworten gibt und aller Voraussicht nicht wieder bereits nach einem Jahr erreicht sein wird. Nun kann man das Vorhaben, wie es bereits zahlreich in den sozialen Medien getan wird, als realistisch bis größenwahnsinnig abtun. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass die Kickers bisher immer geliefert haben. Was wäre, wenn sie es wieder tun? Sie behaupten: „Würzburg kann mehr!“. Die Würzburger und die Region zeigt bereits eindrucksvoll, dass sie mehr (Profi-)Fussball wollen, als in den Jahren zuvor geboten wurde. Womöglich wollen sie noch mehr. Die wenigsten hätten wohl etwas dagegen, den 1. FC Nürnberg, SC Freiburg oder dann doch den VfB Stuttgart im heimischen Stadion begrüßen zu dürfen oder etwa mit zum Millerntor nach Hamburg zu fahren.

