Alfred-Stock-Gedächtnispreis für Professor Braunschweig

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28. Januar 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Dritter preisgekörter Chemiker der Uni

Hohe Auszeichnung für Professor Holger Braunschweig: Der Experte für Bor vom Institut für Anorganische Chemie der Uni Würzburg erhält den Alfred-Stock-Gedächtnispreis. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker zeichne damit hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der anorganischen Chemie aus, schreibt die Uni Würzburg in einer Pressemitteilung.

Holger Braunschweig vom Institut für Anorganische Chemie der Uni Würzburg ist der dritte Chemiker der Uni, der mit dem Alfred-Stock-Gedächtnispreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) geehrt wird. Vor ihm zeichnete die GDCh die Professoren Max Schmidt (1972) und Helmut Werner (1988) aus. Der Preis besteht aus einer Goldmünze mit einem Durchmesser von fünf Zentimetern, einem Preisgeld und einer Urkunde.

Weltweit führender Chemiker

Die Auswahlkommission würdigt Braunschweig als einen der weltweit führenden Chemiker auf dem Gebiet der metallorganischen Chemie und der Chemie der Hauptgruppenelemente. Er wird für seine „ungemein originellen und hochkarätigen Forschungen und Publikationen zu neuartigen Verbindungen, die sich aus der Kombination von Hauptgruppenelementen, speziell Bor, und Übergangsmetallverbindungen ergeben“, ausgezeichnet, heißt es, laut Pressemitteilung der Uni, in einer Erklärung der GDCh.

In direkter Linie mit Namensgeber

Braunschweig steht wissenschaftlich in direkter Linie zu Alfred Stock, der Pionierarbeit hinsichtlich der Borane und Silane, der Hochvakuumtechnik sowie der Toxizität von Quecksilber geleistet hat.

Der Würzburger Wissenschaftler Braunschweig promovierte 1990 an der RWTH Aachen bei Peter Paetzold, der selbst an der Ludwigs-Maximilians-Universität München bei Egon Wiberg (LMU München) gelernt hatte, der wiederum ein Schüler von Alfred Stock selbst war.

Preis im Namen eines Pioniers der Anorganischen Chemie

Alfred Stock (1876 bis 1946) war ein herausragender anorganischer Chemiker. Im Mittelpunkt seiner Experimentalarbeiten standen die Elemente Bor, Quecksilber und Silicium, deren „alchemistische Symbole auf der Rückseite der Münze zu sehen sind“, wie es auf der Webseite der GDCh heißt.

Im Juli 1950 haben Freunde und Schüler sowie die deutsche chemische Industrie zur Erinnerung an Alfred Stock bei der GDCh den Alfred-Stock-Gedächtnis-Preis eingerichtet. Mehrere Chemieunternehmen finanzierten die Auszeichnung zunächst gemeinsam; jetzt wird sie aus Erträgen des Sondervermögens für GDCh-Auszeichnungen finanziert. In diesem Jahr wird der Preis im Rahmen der 18. Wöhler-Tagung vom 26.-28.9.16 in Berlin übergeben.

Braunschweig vielfach ausgezeichneter Chemiker

Braunschweig wurde in den vergangenen Jahren oft ausgezeichnet. 2009 erhielt er den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und wurde ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Er ist der bisher erste Professor, der während seiner Zeit an der Uni Würzburg zwei Mal einen „Advanced Grant“ vom Europäischen Forschungsrat (ERC) erhielt: Braunschweig bekam 2011 und 2015 jeweils 2,5 Millionen Euro für seine Arbeiten rund um das Element Bor. Zudem ist er Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften – Leopoldina und bekam 2014 den „Main Group Chemistry Award“ der britischen Royal Society of Chemistry.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Universität Würzburg. 

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