Natja H. – Gedanken einer Feuerwehrfrau
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10. Februar 2016

Symbolbild Würzburg
Natja H. von der Freiwilligen Feuerwehr Waldbüttelbrunn:
Gedanken einer Feuerwehrfrau
Vielleicht hat sich der Eine oder Andere schon mal gefragt, warum ist die bei der Feuerwehr, als Frau? Die kann doch eh nichts schweres heben! Vielleicht stimmt das auch, die Rettungsschere ist viel zu schwer für mich! Mist! Und jetzt?
Ich bin nicht eure Tussi die den Weg frei macht, weil irgendwer meint eine abgesperrte Straße durchqueren zu müssen. Ich bin nicht eure Ziege, die heulend wegrennt, weil man ihr den Mittelfinger zeigt.
Ich bin nicht das Mädchen das sich wegduckt, weil der 2 Kopf größere und schreiende Typ sich vor ihr aufbaut und nicht kapiert, dass er auch so nicht durchkommt.
Ich bin die, die einem Opfer auch mal die Hand hält, Erstversorgung vornimmt, Angehörige tröstet.
Ich bin die, die kotzende Betrunkene genauso gewissenhaft versorgt, wie den, der sich nur nen Fingernagel eingerissen hat.
Ich bin die, die nicht unterscheidet welcher Rasse wer wem angehört oder welcher Religion. Ich unterscheide nicht ob arm oder reich, gut duftend oder stinkend…
Ich bin die, die ihre Freizeit unentgeltlich für die Sicherheit der Allgemeinheit opfert, Tag und Nacht.
Ich bin bei der Feuerwehr, weil ich es kann!
Ich rede nicht nur, ich packe an. Ich gaffe nicht, ich bin dabei.
Und ich lasse mich nicht beleidigen von Leuten, die schon mit dem Bilden einer Rettungsgasse überfordert sind.
Ich lasse mich nicht kleinreden von Solchen, die meinen, es wäre cool eine Unfallstelle mit dem Handy fotografieren zu müssen.
ICH bin ein Mensch mit Gefühlen wie jeder andere und weiß es einzusetzen, als Mitglied in einem Team!
Und wenn du dich noch immer fragst, was Frauen bei der Feuerwehr suchen, dann lies nochmal von vorn.
Herzliche Grüße
Natja H.
FFW Waldbüttelbrunn

