Grill in geschlossenen Halle betrieben: Vier Verletzte

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Würzburg erleben

14. Februar 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Bewusstsein verloren

OCHSENFURT. LKR. WÜRZBURG. Der unvorsichtige Umgang mit einem Grill führte am Samstag gegen 20.50 Uhr zur Verletzung von vier Personen. Für eine Feier wurde in einer Halle im Industriepark Wolfgang ab ca. 11.30 Uhr ein Grill mit Kohlebriketts zum Grillen eines Spanferkels betrieben. Die Halle blieb während der ganzen Zeit geschlossen, auch als ab ca. 19.00 Uhr ca. 20 Gäste anwesend waren. Um 20.50 Uhr verloren drei Personen das Bewusstsein und eine vierte Person klagte über Unwohlsein.

Durch die alarmierte Feuerwehr Ochsenfurt wurde bei Messungen ein deutlich zu hoher Kohlenmonoxid-Wert festgestellt. Kohlenmonoxid entsteht bei Verbrennungsprozessen ohne ausreichende Sauerstoffzufuhr – in diesem Fall durch den Grill – und lagert sich an das Hämoglobin im Blut und blockiert dadurch die Sauerstoffaufnahme, was zu einem verminderten Sauerstoffgehalt im Blut führt.

Je nach Kohlenmonoxidkonzentration im Blut treten verschiedene Symptome auf und es kann bis zum Tod führen. Nach der Behandlung durch den Rettungsdienst konnten jedoch alle vier Personen in der durch die Feuerwehr belüfteten Halle weiter feiern.

Gegen die beiden 47 und 49 Jahre alten Verantwortlichen wurde ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Würzburg-Land.

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