Schwerpunkteinsatz der Bundespolizei in Zügen und Bahnhöfen
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Würzburg erleben
17. Februar 2016

Symbolbild Würzburg
Starke Präsenz der Bundespolizei
WÜRZBURG. Die Bundespolizeiinspektion Würzburg hat gestern einen Schwerpunkteinsatz durchgeführt und dazu ihre Präsenz in Zügen auf unter- und oberfränkischen Bahnstrecken deutlich verstärkt. Neben der Steigerung des Sicherheitsempfindens der Bahnreisenden, bildeten die Fahndung nach gesuchten Straftätern und die Bekämpfung der Eigentumskriminalität auf Bahnanlagen die Schwerpunkte des Einsatzes.
Ein örtlicher Brennpunkt des Einsatzes waren die Bahnhöfe in Bamberg, Würzburg und Aschaffenburg. Des Weiteren lag ein besonderer Fokus auf den Zügen, die auf den Bahnstrecken zwischen Würzburg über Gemünden nach Aschaffenburg sowie von Würzburg über Schweinfurt nach Bamberg verkehrten.
Zwischen neun Uhr und 21 Uhr bestreiften die insgesamt 13 Fahndungsteams der Bundespolizei dutzende Züge, um so gegenüber den Bahnreisenden eine größtmögliche Präsenz zu zeigen. Über den Tag verteilt führten die Bundespolizisten dabei rund 460 Personenkontrollen durch. Wohl auch der gegenwärtigen Migrationslage geschuldet, stellten die Beamten dabei mehrere Verstöße gegen das Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz fest und stießen auf fünf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Die aus Afghanistan und Syrien stammenden Kinder im Alter zwischen 13 und 17 Jahren wurden in Obhut genommen und dem Jugendamt übergeben.
Mehrere Personenfahndungstreffer
Des Weiteren verzeichneten die Fahnder während des Einsatzes mehrere sogenannte Personenfahndungstreffer. Beispielsweise kontrollierte ein Fahndungsteam in einem ICE während der Fahrt von Aschaffenburg nach Würzburg einen 38-jährigen Reisenden, der wegen Diebstahls per Haftbefehl gesucht wurde. Nur weil er die Ersatzstrafe in Höhe von 150 Euro entrichten konnte, blieb ihm ein 15-tägiger Aufenthalt in der Justizvollzugsanstalt erspart.
Ebenfalls an Nachmittag sprach eine Frau vor dem Hauptbahnhof Würzburg zwei Bundespolizisten an und informierte sie über eine verdächtige Beobachtung. Ein Mann habe sich soeben an der Fahrradabstellanlage herumgetrieben und versucht mit einem der Räder wegzufahren. Von der Frau angesprochen, ob das sein Rad sei, habe der Mann den Drahtesel abgestellt und sich entfernt.
Gute Personenbeschreibung
Dank guter Personenbeschreibung gelang es den Beamten den Verdächtigen wenig später zu stellen. Der 20-Jährige Deutsche aus dem Landkreis Kitzingen gab unverblümt zu, versucht zu haben das Fahrrad zu entwenden. Sein Fahrrad sei schließlich auch gestohlen worden.
Weiterhin konnten am Vormittag Fahnder auf der Bahnstrecke zwischen Schweinfurt und Würzburg im Reisegepäck eines 20-jährigen Deutschen einige Gramm Amphetamine und Ecstasy sicherstellen. Bei einem 24-jährigen Afghanen entdeckten Bundespolizisten am Nachmittag zwischen Karlstadt und Würzburg einen total gefälschten slowenischen Führerschein.
In beiden Fällen wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet.
Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Würzburg.

