Zukünftig mehr 30er Zonen vor Schulen und Kindergärten
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19. Februar 2016

Symbolbild Schweinfurt
Geplante Änderung der Straßenverkehrsordnung
In Zukunft soll vor Kindergärten, Schulen oder Altenheimen vermehrt Tempo 30 gelten, selbst auf großen Straßen. Bisher müssen laut Süddeutscher Zeitung Länder und Kommunen nachweisen, dass in der gewünschten 30er Zone häufig Unfälle geschehen. Um den Vorgang für Länder und Kommunen zu erleichtern, möchte die Bundesregierung die Straßenverkehrsordnung ändern.
Dadurch soll es auch einfacher werden auf Hauptverkehrsstraßen Tempolimits einzuführen, wenn sie an Schulen, Kindergärten, Altenheimen oder Krankenhäusern liegen, dies berichtet die Süddeutsche Zeitung. Bisher gibt es einige Hindernisse, die die Genehmigung der 30er Zone verzögern können. Auf Nachfrage von tagesschau.de bestätigte das Bundesverkehrsministerium, dass eine Änderung der Straßenverkehrsordnung geplant ist.
Der Deutsche Städtetag befürwortet das Vorhaben
Angekündigt wurden die Pläne bereits von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Im Gespräch mit dem ARD-Hauptstadtstudio betonte er, es ginge besonders um den Schutz von Kindern, Schülern und Senioren. Darum wäre eine Änderung vorgesehen, welche besagt, dass eine an Kindergärten, Schulen oder Altenheimen gewünschte 30er Zone auch genehmigt werde. Der Deutsche Städtetag befürwortet die Pläne, da sie mehr Sicherheit und Erleichterung bringen.
Laut einem Entwurf des Verkehrsministeriums, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt, sind noch andere Änderungen der Straßenverkehrsordnung geplant. Beispielsweise können Eltern in Zukunft ihre Kinder auf dem Fahrrad begleiten. Das war zumindest auf dem Gehweg bislang verboten.
Änderungen auch für E-Bike Fahrer
Neuerungen soll es laut Süddeutscher Zeitung auch für E-Bike Fahrer geben. Länder können Radwege innerorts demnach für E-Bikes freigeben. Außerhalb von Ortschaften soll die Fahrerlaubnis generell gelten. Wichtig dabei ist, dass die neue Regelung nur für E-Bikes wirkt, welche auch mit Motor höchstens 25 km/h fahren.
Dazu gab es Kritik aus der Opposition. E-Bikes wären in der Regel leistungsstärker. Der nötige Aufwand, um ein entsprechendes Verkehrszeichen für Radwege zu entwickeln sei es nicht wert.
Wo fehlen 30er Zonen in Schweinfurt?
Was denkt Ihr über die geplanten Änderungen – sind sie sinnvoll zum Vorbeugen von Unfällen? Sollte es ebenfalls mehr 30er Zonen in Schweinfurt geben – und wenn ja, wo?
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