Kulturförderung: Zuschüsse für „Fräulein Schmitt“ und Poetikum
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Würzburg erleben
24. Februar 2016

Symbolbild Schweinfurt
10.000 Euro für zwei Projekte
Kulturprojekte im Landkreis Schweinfurt, die zum Ausbau eines attraktiven Kulturangebotes für alle Landkreisbürgerinnen und -bürger beitragen und überörtliche Bedeutung haben, können seit dem Jahr 2015 vom Landkreis gefördert werden. Grundlage hierfür ist eine Kulturförderrichtlinie, die der Kreisausschuss des Landkreises Schweinfurt im Jahr 2015 beschlossen hat.
Im vergangenen Jahr wurden im Rahmen dieser Kulturförderrichtlinie zwei Projekte mit je 5.000 Euro bezuschusst.
Zuschuss für Sanierung
Der Markt Stadtlauringen erhielt einen Zuschuss für die Sanierung und Entwicklung des Friedrich-Rückert-Poetikums in Oberlauringen. Friedrich Rückert verbrachte seine Jugendjahre von 1793 bis 1802 in Oberlauringen. Der Ort würdigt den Dichter und Sprachgelehrten bereits durch vielfältige Veranstaltungen und den durch das Dorf und seine Umgebung führenden Friedrich- Rückert-Rundweg.
Eröffnung 2016
Mit der Präsentation im Poetikum sollen die Besucher Einblicke in eine von historischen Brüchen geprägte Zeit erhalten, in der Friedrich Rückert in Oberlauringen nicht nur eine idyllische Jugend auf dem Land erlebte, sondern auch in jungen Jahren schon Kummer und Schmerz erfahren musste. Ergänzt wird die Dauerausstellung im Poetikum durch ein literarisches und künstlerisches Veranstaltungsprogramm. Die Eröffnung des Friedrich-Rückert-Poetikums soll im Laufe des Rückert-Jahres 2016 erfolgen.
Theaterförderung in Gerolzhofen
Einen Zuschuss erhielt auch das Theaterprojekt „Fräulein Schmitt und der Aufstand der Frauen“ in Gerolzhofen. Das Stück stellte die Ereignisse des sogenannten Frauenaufstands in Gerolzhofen am 06. April 1945 in den Mittelpunkt. Die damalige Lehrerin Josefine Schmitt mobilisierte rund 800 Frauen und 200 Kinder gegen die in der Stadt stationierte nationalsozialistische Kreisleitung sowie SS- und Wehrmachtseinheiten. Mit der Demonstration sollte die bedingungslose Kapitulation erreicht werden, um die Zerstörung der Stadt durch die nahenden amerikanischen Truppen zu verhindern.
Ein Stück erlebte Geschichte
Mit dem Theaterprojekt wurde zum einen die Zivilcourage der Frauen und Kinder gewürdigt, die bewusst mit dieser Demonstration ihr Leben aufs Spiel setzten. Zum anderen gelang es damit ein Stück erlebte Geschichte zu vermitteln, wodurch der öffentliche Diskurs mit der Thematik sehr lange und auch nachhaltig durch alle Generationen angeregt wurde. Herauszuheben ist letztlich auch das große Engagement der Bevölkerung bei der Umsetzung des Theaterstücks sowie die hohe Anzahl der Besucher.
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Landratsamt Schweinfurt.
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