Garderoben-Chaos bei Westend-Party

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Würzburg erleben

28. Februar 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Ausgelassene Stimmung und Chaos-Ende

Gestern Abend ging die Partyreihe“Westend“ auf dem Bürgerbräugelände in die zweite Runde: was mit ausgelassener Partystimmung eines bunt gemischten Publikums begann, endete in der renovierten Maschinenhalle des Bürgerbräus für viele mit einem Wermutstropfen.

Westend 2.0 – DJs, Location Leute im Check

Gegen 3.30 Uhr verwandelte sich der Garderobenbereich in ein Chaos, teils mit panischen Zuständen unter jenen, die im Pulk standen und auf ihre abgegebenen Klamotten warteten.

Betrunkener randaliert in Garderobe

Ausschlaggebender Punkt für den Unmut und Wut der Menge waren die langen Wartezeiten und das Gedränge zur Garderobe. Das Chaos gipfelte in seinem Höhepunkt als sich ein Sturzbetrunkener Zugang zum abgesperrten Bereich verschaffte, indem die Klamotten der Gäste nach dem üblichen Nummernsystem aufgehängt waren, und mehrere Kleiderständer umwarf. Nun war das Auffinden von Nummern oder Klamotten eine Sisyphus-Arbeit und verzögerte das Geschehen weiter, da die Gäste einzeln zum Auffinden der Jacken hinzugezogen wurde.

Fehlende und falsche Jacken

Waren die Ständer erst einmal umgeworfen, so war das Chaos perfekt. Die Ausgabe erschien allen schlecht organisiert, zahlreiche Gäste erhielten trotz Wertmarke falsche oder keine Jacke zurück. Während diese Personen dann mit den Mädels an der Jacken-Ausgabe diskutierten, drängten von hinten immer mehr Menschen an die 2,5 Meter breite Garderobe. Während die Massen von hinten versuchten die Schlange gewaltsam voranzutreiben, stellten sich Securitys vor die Masse, um sie wieder nach hinten zu schieben. Die in der Mitte eingeengten Gäste wurden zunehmend aggressiver und einige brachen in Panik aus, weil sie der Enge nicht mehr standhalten konnten. Securitys dirigierten einige weiblichen Gäste aus der Menge, da diese zwischen den Körpern drohten, eingequetscht zu werden.

Gefangen in der Menschenmasse

Ein weiblicher Gast erzählt, dass einer der Tische, die die Garderobe abgrenzten auf ihren Fuß gestellt wurde. Daraufhin sei ein Mann auf den Tisch gestiegen und quetschte ihren Fuß unter dem Tisch ein. Außerdem sei sie gegen den Tisch gedrängt worden, was zu einigen blauen Flecken geführt hat.  „Wir standen ganz normal an und plötzlich waren wir mittendrin gefangen“, erzählt uns eine andere. „Man wurde nur noch vor und zurück gedrängt.“ Über eine Stunde waren sie in der Masse gefangen und wurden hart von mehren Seiten hart geschubst. Sogar Frauen seinen gewalttätig geworden: eine Besucherin berichtet, dass sie von einer anderen Besucherin geschlagen worden sei. Viele Mädchen haben sich weinend aus der Menge gelöst.

Veranstalter entschuldigen sich

Zudem sind zahlreiche Gäste noch immer nicht an ihre Jacken gekommen. Nutzer Sebastian beschwert sich: „wer bei den Großen mitspielen will, muß die Basics im Griff haben“. Er habe seinen Zettel abgegeben, aber seine Jacke nicht zurückbekommen. „Bei dem Chaos geht pro zehn Minuten eine Jacke raus“, schreibt er. Er habe fast zwei Stunden auf seine Jacke gewartet. Die starken Verzögerungen an der Garderobe seien laut einigen Facebook-Nutzern den Mitarbeitern verschuldet, die die abgegebenen Jacken wohl nicht mehr finden konnten.

Fehlende Jacken über Facebook-Seite erfragen

Auf Facebook schreiben die Veranstalter auf der offiziellen Westend-Facebookseite mit Blick auf die harsche Kritik: „Wir reden nicht lange um den heißen Brei herum: Es tut uns schrecklich Leid, dass die Garderobe so ein  Chaos verursachte. Wir entschuldigen uns in aller Form für alle Unannehmlichkeiten. Wer eine der glücklicherweise nur noch wenigen Jacken vermisst, wendet sich bitte per PN an unsere Facebook-Seite. Wir kümmern uns schnellstmöglich um euer Anliegen! Wir hoffen, euch hat es dennoch gefallen und wünschen noch einen schönen Sonntag.“

Auf 350 Leute begrenzt

Die Stadt hatte die Auflagen für die Party, nach ihrem Auftakt im Dezember dieses Mal geändert: Das Untergeschoss durfte nicht als Tanzfläche genutzt werden und die Menge der Gäste wurde auf gleichzeitig 350 Leute begrenzt. Trotz dieser Änderungen, war der Ablauf der Party etwas chaotisch.

Update & Anmerkung der Redaktion: in der ersten Version schrieben wir, dass die Party auf 200 Leute begrenzt war, was sich im Nachhinein als Recherchefehler herausstellte. Weiter erhielten wir im Laufe des Tages weitere Informationen des Veranstalters, so dass wir den Artikel dahingehend ergänzen konnten. 

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