Perfektes Dinner in Franken: Hochzeitsessen und Bocksbeutel

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Würzburg erleben

1. März 2016

Symbolbild Schweinfurt
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Erstes Franken-Dinner in Waldbüttelbrunn

Gestern begann die Franken-Woche beim perfekten Dinner auf VOX – noch bis Freitag gibt’s jeden Tag ab 19 Uhr fränkische Spezialitäten. Den ersten Versuch ein “perfektes Dinner” zu gestalten startete gestern Anne-Kathrin aus Waldbüttelbrunn. Die 35-jährige Diplom-Betriebswirtin zauberte mit Hilfe von Sohn Felix und “Schnippelhilfe” und Freund Steven ein regionales Fest-Menü „Gott sei Dank bin I a Frank!“

Außer der Residenz wurde in der ersten Folge nicht nur der typische Bocksbeutel, sondern natürlich auch die vier weiteren Kandidaten vorgestellt. Ebenfalls im Rennen um die Dinner-Krone in Franken sind Lutz aus Oberickelsheim, Kristian aus Margetshöchheim, Sarah aus Würzburg und Bernhard aus Randersacker.

Das Menü

Schon vor Beginn des Abends sinnierten die vier Gäste von Anne-Kathrin über die Menüfolge, hier im Überlick:

  • Aperitif: Das Vorspiel
  • Vorspeise: Mausöhrlesalat mit karamellisierten Walnüssen und Speck an fränkischen Bratwurstpralinen mit Senffüllung, dazu selbstgebackenes Baguette
  • Hauptspeise: Fränkisches Hochzeitsessen – Tafelspitz in Meerrettichsauce nebst Preiselbeerreduktion trifft selbstgemachte Bandnudeln und wird getoppt durch Butterbrösele
  • Nachspeise: Variationen vom Lebkuchen – Lebkuchen-Panna cotta auf Orangenfilets rockt mit Lebkuchenmousse (hell und dunkel) und Lebkuchen-Karamell-Parfait

Abgesehen von kleineren Zwischenfällen, als der kleine Felix das Eigelb vom Eiklar trennen wollte, und den Tränen beim Zwiebel schneiden lief Anne-Kathrins Tag in der Küche wie am Schnürchen. Zwischendurch verriet die Gastgeberin, dass sie ihren Freund Steven auf Kur kennenlernte. Währenddessen würdigten die anderen Teilnehmer bereits anhand der Speisekarte den Aufwand, den sich Anne-Kathrin mache.

“Die Latte liegt hoch!”

Unter den fünf Teilnehmern kam schon zu Beginn des Abends, während über das fränkische Volk diskutiert wurde, eine beinahe freundschaftliche Atmosphäre auf. “Das ist ohne Worte, klasse!”, lobte Kristian die Vorspeise und Bernhard legte sogar noch einen drauf: “Die Latte liegt hoch!” Zwischen Vorspeise und Hauptgang kamen auch schon die ersten Geständnisse der Teilnehmer auf. Sarah gestand, sie freue sich über den Männerüberschuss bei der Dinnerrunde, da sie mit dem männlichen Geschlecht besser zurecht käme.

Zur Hauptspeise folgte ein absoluter Klassiker der fränkischen Küche: das fränkische Hochzeitsessen. Sogar Sarah, die sich als “kein Meerrettich-Fan outete”, war vom Essen angetan. Die anderen Teilnehmer lobten vor allem die selbst gemachten Bandnudeln der Gastgeberin. So gab es keine negative Kritik an Anne-Kathrin Hauptgang.

Warum heißt der Bocksbeutel nun Bocksbeutel?

Da in der Vorstellung die Frage warum der Bocksbeutel Bocksbeutel heißt, nicht so recht geklärt werden konnte, holte Winzer Bernhard zu einer Erklärung aus – wenn sie auch auf einer Legende basieren dürfte. “Weine wurden vielfach von Klöstern verbreitet und daraus wurde abgeleitet, dass auch Mönche im Weinberg arbeiten mussten”, begann der Winzer zu erzählen.

Laut Bernhard kam der Teufel in Gestalt eines Bocks auf den Mönch im Weinberg zu und bot ihm an, er würde ihm 20 Jahre lang hervorragenden Wein schenken, “ohne Müh und Plag”, danach würde er wieder zu Besuch kommen. Das nahm der Mönch, so Bernhard, nach kurzem Nachdenken an und erfreute sich an dem guten Wein. Nach 20 Jahren kam der Leibhaftige in den Weinkeller und forderte die Seele des Mönches ein, der ihm wiederum seinen eigenen Wein anbot. So trank und trank der Teufel, laut Bernhards Erzählung zehn Schoppen bis er nicht mehr konnte, und schlief schlussendlich auf dem Boden ein. Da kam der Mönch und schnitt ihm, nun ja, seinen “Beutel” ab und diesem Vorgang zu Ehren würden die fränkischen Winzer ihre besten Weine in den klassischen Bocksbeutel füllen – soweit Bernhards Erklärung zum Ursprung des Bocksbeutels.

33 Punkte für den ersten Dinner-Abend

Aber zurück zum perfekten Dinner: Für den Nachtisch malte Anne-Kathrin sogar die Umrisse Würzburgs mit Schokolade auf die Dessert-Teller – was umgehend von den anderen Teilnehmern mit Erstaunen belohnt wurde. “Die Stimmung ist spitze”, so wurde nicht nur das Dessert gelobt, sondern auch die Atmosphäre des ersten Franken-Dinner-Abends.

Obwohl keine großen Kritikpunkte an dem Abend aufkamen, bekam Anne-Kathrin aber von Niemandem die begehrte 10. Lutz, Christian und Sarah vergaben jeweils eine 8, Bernhard eine 9. So darf sich Anne-Kathrin über 33 Punkte freuen, was sie zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht wusste. Das müssen die anderen Teilnehmer nun erst einmal schlagen. Wir sind gespannt auf die nächsten Dinner-Tage! Und wie fandet Ihr Anne-Kathrins Dinner?

Über “Das perfekte Dinner”

Die Idee hinter dem Format: Hobbyköche aus einer Stadt, die sich vorher nicht kennen, ermitteln, wer von ihnen der beste Gastgeber ist. Dazu laden sie sich mit selbst gestalteten Menükarten gegenseitig zum Essen ein. Jeder Kandidat serviert bei sich zu Hause ein Drei-Gänge-Menü plus Aperitif und die Gäste schauen ihm dabei auf die Finger. Dabei geht es nicht nur ums Essen. Die Mitstreiter bewerten den gesamten Abend – vom der Stimmung über die Dekoration bis hin zur Menüauswahl. Auch den Gastgeber prüfen sie auf Herz und Nieren: Hat er rechtzeitig nachgeschenkt? Kann er seine Gäste bei Laune halten? Und damit die Gäste nicht nur die kulinarischen Fähigkeiten ihres Gastgebers kennenlernen, dürfen sie sich nach der Vorspeise auch ein bisschen in seinen vier Wänden umschauen.

Für die Leistung des Gastgebers vergeben die Gäste am Ende eines jeden Dinnerabends dann bis zu 10 Punkte. Wie viele Punkte ein Gastgeber bekommt, wissen allerdings nur die Zuschauer. Die Kandidaten tappen bis zuletzt im Dunkeln. Erst am Ende der Woche, wenn das letzte Dinner verspeist ist und jeder einmal Gastgeber war, erfahren die Hobbyköche, wer von ihnen der Beste war. Dem Sieger winkt ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro.

Dieser Artikel enthält Presseinformationen von ITV Studios Germany GmbH. 

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