„Heil Hitler“-Rufe führen geradewegs in den Knast
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Würzburg erleben
3. März 2016

Symbolbild Schweinfurt
Nachmittag endet im Kittchen
SCHWEINFURT. Kleine Ursache – große Auswirkung, so in etwa kann ein Vorfall beschrieben werden, der sich am Mittwochnachmittag am Roßmarkt ereignete. Ein Betrunkener hatte mit „Heil-Hitler“-Rufen die Aufmerksamkeit von Passanten auf sich gezogen. Bei der späteren Überprüfung durch die Polizei wurde festgestellt, dass gegen den 60-jährigen Amtsbekannten ein Untersuchungshaftbefehl vorlag. Deshalb endeten der Nachmittag und die kommende Zeit für den Beschuldigten hinter „Schwedischen Gardinen“ in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt.
Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen
Kurz nach 14 Uhr teilte eine Passantin die „Heil-Hitler“-Rufe des Beschuldigten in aller Öffentlichkeit mit. Als eine Streifenwagenbesatzung am Tatort eintraf, urinierte der Täter gerade vollkommen ungeniert an eine Hauswand.Auf Grund der Zeugenaussage ist jetzt ein Strafverfahren wegen „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ eingeleitet worden. Für die Notdurftverrichtung erhält er zudem noch eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Landesstraf- und Verordnungsgesetz.
Wegen des bestehenden Untersuchungshaftbefehls erfolgte eine Vorführung beim Amtsgericht Schweinfurt. Der zuständige Richter ordnete daraufhin die sofortige Einweisung in eine Justizvollzugsanstalt an, was gleich im Anschluss vorgenommen worden ist.
Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

