Nachkriegsarchitektur: Hochschulabsolvent stellt aus
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Katharina Kraus
4. März 2016

Symbolbild Würzburg
Ausstellung im Rathaus
Am 16. März 1945 wurden rund 75 Prozent der Gebäude der Stadt Würzburg im Zuge einer Bombennacht im Zweiten Weltkrieg durch die britische Royal Air Force zerstört. Der Hochschulabsolvent der FHWS und Grafikdesigner Alexander Elsner stellt unter dem Titel „Nachkriegsarchitektur“ sieben fotografische Collagen von Häusern aus dem Stadtteil Grombühl, stellvertretend für den Wiederaufbau Würzburgs, im Rathaus aus.
Bis zum 29. März
Zu sehen sind die Bilder im 1. Stock (Gang vor der Poststelle, zwischen den Räumen 131 und den Beratungsräumen Rochester und Mwanza) bis zum 29. März zu den Öffnungszeiten – Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr und Freitag 8 bis 14 Uhr. Parallel dazu läuft eine Ausstellung der Geschichtswerkstatt mit Fotografien zum Thema „Würzburg in Gegenüberstellungen“. Sie ist bis 24. März im oberen Foyer zu sehen.
Fotos aus Grombühl
Alexander Elsner erläutert seine Herangehensweise an das Thema Nachkriegsarchitektur folgendermaßen: Als er vor fünf Jahren zum Studieren nach Würzburg gekommen sei, habe er eine schöne Stadt mit Rokoko erwartet und beim Joggen im Stadtteil Grombühl eine sehr andere Optik vorgefunden: Architektonisch interessiert, habe er es tragisch gefunden, wie sehr eine Stadt kaputt gehen könne. Ihn habe fasziniert, wie die Menschen alles, was noch irgendwie für den Wiederaufbau brauchbar war, wiederverwertet hätten.
Ziel sei es in der Nachkriegszeit nicht gewesen, architektonische Meisterwerke zu erschaffen, vielmehr sei der Zweck entscheidend gewesen, den Menschen ein Dach über dem Kopf zu geben. Er habe Häuser in Grombühl fotografiert mit verschiedenen Perspektiven, unterschiedlichen Zeitpunkten des Aufnehmens sowie mit variierenden Lichtsituationen und immer mit einem Menschen darauf, inspiriert durch den Kubismus. Durch das Fotografieren von unten wirkten die Darstellungen fragil, so Elsner.
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der FHWS.

