Foodsharing Schweinfurt rettet Lebensmittel
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Würzburg erleben
8. März 2016

Symbolbild Schweinfurt
„Wir sind an Nachhaltigkeit interessiert“
Foodsharing kann nicht nur Würzburg: auch in Schweinfurt gibt es eine Gruppe engagierter Foodsaver, die Lebensmittel vor der Tonne retten. Jährlich landen in Deutschland Millionen Tonnen Nahrungsmittel im Müll. Janine Burger (19) und Birgit Rassbach (47) sind Foodsharing-Botschafter für den Raum Schweinfurt und haben es sich zur Aufgabe gemacht, dieser Verschwendung entgegenzuwirken.
Den Foodsharing-Bezirk Schweinfurt und Umgebung haben die beiden von Grund auf aufgebaut, mit viel Unterstützung von immer mehr ehrenamtlichen Foodsavern. Die private Initiative “Foodsharing Ortsgruppe Schweinfurt” organisiert sich über Foodsharing e.V.
Abholen kann jedermann
Ob Obdachloser oder Porschefahrer – beim Fair-Teiler in Schweinfurt kann sich jeder ohne Anmeldung zu den Öffnungszeiten die vorhandenen Lebensmittel nehmen. Bei Foodsharing geht es nicht vorrangig um die Bedürftigkeit, sondern um die Rettung der Lebensmittel vor der Tonne. Den Fair-Teiler nutzen momentan zehn bis 40 Schweinfurter täglich. Das Publikum ist hierbei laut Birgit Rassbach sehr bunt: Es sind Leute jeden Alters dabei.
Mit dem Stadtbus erreichbar
Der Fair-Teiler – der Ort an dem die Lebensmittel abgegeben und abgeholt werden – befindet sich in der Birkenstrasse 40 ½ in Schweinfurt. Im wettergeschützten Vorgarten von Birgit Rassbach können sich alle Interessierten von 8 Uhr bis 20 Uhr die Lebensmittel aus den beiden vorhandenen (nicht angeschalteten) Kühlschränken abholen. Einige nutzen zur Abholung die Stadtbusse. Die Linie Hochfeld hält fast vor der Türe und fährt im 20 Minuten Takt.
Von der Tankstelle bis zum Supermarkt
„Wir haben im Moment mit acht bis neun Betrieben in Schweinfurt Kooperationen laufen“, erzählt uns Birgit Rassbach. Dort werden von den Foodsavern die Lebensmittel abgeholt, die in der Mülltonne landen würden, obwohl sie noch geniessbar sind. Die „Lebensmittelsammlungen“ sind sehr unterschiedlich, bei manchen Betrieben wird täglich, bei manchen nur auf Abruf abgeholt. Auch die Mengen varieren sehr stark.
Verwaltet werden die Abholungen über eine Software auf der Seite von Foodsharing e.V. Wenn man als Foodsaver registriert ist, kann man sich für die verschiedenen Abholtermine eintragen. Im Moment sind ca. 15 Foodsaver in Schweinfurt aktiv, neue Helfer sind immer gerne gesehen.
Wie wird man Foodsaver?
Wenn man sich bei Foodsharing anmeldet, wird man zunächst Foodsharer und kann Essenskörbe erstellen und mit anderen teilen, oder die Fair-Teiler einsehen. Man kann als Foodsharer dem Fair-Teiler folgen, dann wird man via Mail informiert, sobald es Neuigkeiten gibt. Nach einem kleinen Quiz, in dem es um den Umgang mit Lebensmitteln und Fragen rund um Foodsharing geht, kann man das Update zum Foodsaver erreichen, um dann selbst aktiv beim Abholen der Lebensmittel mithelfen zu können.
Petition zur Rettung der Fair-Teiler
„Im Moment läuft in Berlin eine Petition zur Rettung der Fair-Teiler, weil diese den Lebensmittelämtern ein Dorn im Auge sind“, erzählt uns Birgit Rassbach. Hintergrund: Viele seien unkontrolliert und jeder könne alles hineinlegen. Diesem Kritikpunkt beugen die Schweinfurter Foodsaver vor, indem die Leute, die etwas abgeben klingeln und die Waren entgegengenommen werden.
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