Veranstaltungen zum 16. März 1945

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Katharina Kraus

14. März 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Traumatischer Tiefpunkt der Vergangenheit

Der 16. März ist Würzburgs unauslöschlicher und traumatischer Tiefpunkt einer Vergangenheit, deren politische Machthaber in der Verfolgung ihrer Ziele auf nichts und niemanden Rücksicht nahmen. Das Gedenken und Erinnern an Würzburgs Zerstörung soll jedes Jahr mit diesem Datum verbunden sein – den Überlebenden zum Trost, den Nachkommen als Mahnung. Zur 71. Wiederkehr der Zerstörung Würzburgs finden verschiedene Veranstaltungen statt.

Trümmerfrau Babette

Würzburg mit anderen Augen sehen und die Erinnerung an unsere Mütter und Großmütter wach halten ist ihr Anliegen. In der Figur der Trümmerfrau Babette führt Angela Sey an die Arbeitsorte der Nachkriegsheldinnen, erzählt aus deren Leben mit Zitaten wirklicher Trümmerfrauen und schildert den mühevollen Weg des Aufbaus. Einzelne Fotografien verschiedener Gebäude im Vergleich vor dem Angriff, nach der Zerstörung und heute verstärken den Eindruck. Immerhin wurden beim Angriff vom 16. März 1945 mehr als 80% der Stadt zerstört. Seys Mutter war selbst eine Trümmerfrau. Von ihr und ihren Kolleginnen erzählt „Babette“. Kosten: 5,00 € / ermäßigt 4,00 € Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt: 16. März, 10 Uhr am Vierröhrenbrunnen

Als auf Würzburg Feuer fiel

Im Fürstenbaumuseum gibt es eine Themenführung für Familien mit Kindern ab neun Jahren. Würzburg wurde am 16. März 1945 als letzte deutsche Großstadt durch einen Bombenangriff der Royal Air Force fast völlig zerstört. Das große Stadtmodell bezeugt eindrucksvoll das „Grab am Main“. Welche Stadtstrukturen vor dem Zweiten Weltkrieg bestanden, zeigen das Stadtmodell von 1525 sowie Fotografien aus der Zeit vor der Zerstörung.

Hörbeispiele von Zeitzeugen machen die Geschehnisse der Nacht und das Schicksal der Menschen nachvollziehbar. Dias der Ruinenstadt und des Wiederaufbaues verdeutlichen die Probleme und Leistungen der Nachkriegszeit. Mit der Bildbetrachtung „Würzburger Totentanz“ des inzwischen verstorbenen Würzburger Malers Wolfgang Lenz und seinem mahnenden Aufruf zum Frieden endet die Führung. Eintritt: Erwachsene 4,50 € (Kinder vom Eintritt befreit) zuzügl. 1,50 € Führungsgebühr/pro Erw./Kind. Eine zweite Führung findet am 20. März 2016 um 14:30 Uhr statt.

Gedenkkonzert und Mahnläuten

Um 20 Uhr gibt der Monteverdichor in der Neubaukirche ein Gedenkkonzert zum 16. März. Aufgeführt wird Alfred Schnittkes Requiem (1974/75) für Solisten, Chor und Orchester, der Eintritt ist frei. Von 21:20 bis 21:40 Uhr findet das Mahnläuten aller Glocken Würzburgs zum Gedenken an den Zeitraum des Luftangriffs auf Würzburg statt. Die Marienkapelle am Markt mit ihrem Nagelkreuz aus Coventry ist zu stillem Gedenken und Gebet von 21:15 Uhr bis Mitternacht geöffnet.

Weg der Versöhnung

Um 10 Uhr findet an der Gedenkstätte 16. März 1945 auf dem Hauptfriedhof ein Totengedenken und eine Kranzniederlegung durch Oberbürgermeister Christian Schuchardt statt. Die Ökumenische Nagelkreuzinitiative Würzburg lädt ein zum Weg der Versöhnung mit Stationen auf dem Hauptfriedhof (10:20 Uhr, Gedenkstätte 16. März 1945), in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Kreiswehrersatzamt, Mergentheimer Straße/Reuterstraße (11:00 Uhr), in der Kirche St. Paul in Heidingsfeld (11:25 Uhr) und in der Kirche St. Laurentius (12:35 Uhr).

22. Würzburger Gedächtnislauf

Zur Erinnerung an die Zerstörung Würzburgs findet am 19. März 2016 um 11:00 Uhr der 22. Würzburger Gedächtnislauf statt. Schirmherr ist Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Start ist im Rathaus Innenhof. Weitere Informationen sowie Anmeldung unter www.laufgemeinschaft-wuerzburg.de.

Fotos: Archiv Willi Dürrnagel

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

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