Vormittag und Nachmittag des 16. März 1945: Zeitzeugen berichten
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Katharina Kraus
15. März 2016

Das Ruinenfeld der Würzburger Altstadt nach dem 16. März 1945. Archiv: Willi Dürrnagel
Am 16. März 1945 wurde Würzburg zwischen 21:20 Uhr und 21:40 Uhr bombardiert. Knapp 90 Prozent der Würzburger Innenstadt wurden zerstört, 5.000 Menschen fanden den Tod.
Zeitzeugen berichten
In einem Video zusammengefasst, lassen Dorina Mazetti und Kilian Flade die Erlebnisse von jungen Zeitzeugen Revue passieren. Die Geschichten der Jugendlichen zeigen, wie sie den Vormittag und Nachmittag des 16. März erlebt haben.
Der damals 16-jährige Otto Kleve, vom Volkssturm einberufen, erinnert sich: „Zur Mittagszeit blickten wir von der Festung Marienberg aus auf Würzburg hinab. Da sagte unser Ausbilder: Schaut euch nochmal unsere Stadt an. Vielleicht erkennt ihr sie bald nicht wieder.“ Die 17-jährige Ilse Schiebor erlebte den Nachmittag des 16. März als wunderschönen, warmen Frühlingstag. Sie spazierte mit ihrer Mutter durch den Ringpark und besuchte eine Gaststätte. Dass es eine Zeit lang keinen Alarm mehr gegeben hatte, hoffte die junge Frau auf ein baldiges Kriegsende. Doch am Abend sah sie rote Leuchtkugeln über der Stadt hängen – Vollalarm.
In einem weiteren Video bekommt Ihr einen Eindruck, wie es in Würzburg nach dem 16. März 1945 ausgesehen hat. Aufnahmen aus der Nacht der Bombardierung seht Ihr hier.
Mehr zum historischen Würzburg, vor und auch nach dem 16. März 1945, findet Ihr auf unserer Facebook-Seite Würzburg Vintage.

