Aktion: Würzburg liest ein Buch

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Katharina Kraus

4. April 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Ein Buch wird kulturelles Großereignis

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Zum zweiten Mal wird im April ein Buch im Mittelpunkt des Würzburger Kulturlebens stehen. Mit der Novelle „Der Aufruhr um den Junker Ernst“ von Jakob Wassermann will der Veranstalter Würzburg liest ein Buch e.V. vom 8. bis 17. April 2016 eine Aktionswoche rund um den Roman starten. Auch vorher und nachher wird das Buch Teil verschiedener Veranstaltungen sein. Lesungen, Ausstellungen, Aufführungen und Aktionen werden neben einem Schulwettbewerb und einem Schreibwettbewerb ganz Würzburg beschäftigen. Jeder ist zum Mitlesen und Mitmachen eingeladen. Ein Festakt am 8. April um 19 Uhr in der Stadtbücherei eröffnet di Aktionswoche. Das komplette Programm gibt es hier.

Das Buch

„Der Aufruhr um den Junker Ernst“ ist keinesfalls ein neues Buch, ganz im Gegenteil. Geschrieben wurde es bereits 1926, seine Thematik ist aber in Hinblick auf Pegida und wahnhaften Nationalismus durchaus aktuell. Der Held der Handlung ist ein junger Mann, der Junker Ernst, der zur Zeit der Hexenverfolgung durch seine Fähigkeit sehr fantasievoll zu erzählen die einfachen Leute in den Bann zieht und schließlich auch das Herz des Würzburger Fürstbischofs, seines Onkels Philipp von Ehrenberg, gewinnt. Das ruft natürlich Neider auf den Plan, der Junker zieht den Hass der Hexenpeiniger auf sich und wird gefangen genommen. Doch seine Anhänger wehren sich.

Der Autor

Jakob Wassermann (1873 bis 1934) wurde als Sohn eines Spielzeugfabrikanten und einer aus einer alten Sommerhäuser Winzerfamilie stammenden Mutter 1873 in Fürth geboren. Nach dem Tod seiner Mutter zog die Familie nach Würzburg, wo Jakob Wassermann auch seine Militärzeit ableistete. Nach nicht ganz so einfachen Jahren in Nürnberg, Freiburg und Zürich, wird Wassermann schließlich in München und Wien zu einem der bekanntesten und meistgelesenen Autoren seiner Zeit.

Die mainfränkische Landschaft rund um Würzburg, die Würzburger Hexenverfolgungsgeschichte und seine eigene Ausgrenzung als Jude in Deutschland und die damit verbundenen Erlebnisse hat Jakob Wassermann in seiner Novelle „Der Aufruhr um den Junker Ernst“ durch seine Erzählkunst zu einer spannenden Geschichte vereint.

Der frühe Tod von Autor Jakob Wassermanns und die Boykottierung durch die Nationalsozialisten haben seinen Namen fast ausgelöscht. Die Aktion „Würzburg liest ein Buch 2016“ soll dem vergessenen Autor und seinem Roman wieder einen Platz in den Herzen der Würzburger verschaffen.

Würzburg liest ein Buch e.V.

Nach der erfolgreichen Aktion 2014, als Leonhard Franks „Die Jünger Jesu“ im Mittelpunkt einer stadtweiten Leseaktion stand, haben unabhängige Würzburger Buchhändler und Buchfreunde im Juni 2015 den Verein „Würzburg liest e.V.“ gegründet. Der Verein möchte ein Leseerlebnis in der Öffentlichkeit anstreben, und Lesebegeisterte, von Schulkindern bis zum Senior, fesseln.

Buch im WüShop

Die Erzählung von Jakob Wassermann „Der Aufruhr um den Junker Ernst“ ist im Verlag Königshausen und Neumann (K&N) anlässlich der Aktion als eine kostengünstige Neuausgabe erschienen. Bestellen könnt Ihr das Buch direkt im WüShop. Hier findet Ihr außerdem viele weitere Bücher aus und über Würzburg.

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