Preise für junge Kultur im Spitäle verliehen

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Katharina Kraus

5. April 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

12. Verleihung des „Preises für junge Kultur“

Am 4. April wurde im Spitäle zum 12. Mal der „Preis für junge Kultur“ verliehen. Die Stadt Würzburg verleiht seit 2005 mit dem Kulturpartner Distelhäuser Brauerei und dem Umsonst & Draussen e. V. jährlich diesen Jugendkulturförderpreis. Im Laufe der Jahre wurden die verschiedensten Personen und Initiativen ausgezeichnet, im Jahr 2012 z.B. Andreas Kümmert.

Die Verleihung begann um 19 Uhr mit einer Begrüßung und Infos rund um den „Preis für junge Kultur“ durch Ralf Duggen und anschließend Begrüßungen durch Bürgermeister Dr. Adolf Bauer und Sybille Linke, Fachbereichsleiterin Kultur der Stadt Würzburg. Drei Preise wurden in diesem Jahr verliehen, zwei aus der Sparte Musik und einer aus der Sparte Sonstiges. Im Vorfeld schlug dafür eine sogenannte Findungskommission dem Stadtrat die Preisträger vor. Der Stadtrat segnete diese Wahl ab. Mit dem „Preis für junge Kultur“ werden junge Künstler, Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die aus Mainfranken stammen und für den Kulturförderpreis der Stadt Würzburg noch zu „jung“ sind. Daher ist eines der Kriterien auch, dass die Preisträger unter 30 Jahre alt sein müssen.

2.500 Euro stiftet die Distelhäuser Brauerei für junge Kultur

2.500 Euro stiftete die Distelhäuser Brauerei an die drei Preisträger. Die Preise wurden nacheinander an folgende Künstler und Projekte vergeben: In der Sparte Musik an die Band „Chapter Five“ (dotiert mit 750 Euro) und Dominic Fritz (dotiert mit 750 Euro) und in der Sparte Sonstiges an Manou Wahler für das Streetmeet Festival (dotiert mit 1.000 Euro).

„Chapter 5“ – Bandtrio in ruhiger Besetzung

Bevor „Chapter 5“ ihren Preis entgegennehmen durften, gaben die drei jungen Herren noch eines ihrer Lieder zum Besten. Der Song war sehr gefühlvoll und ruhig. Die drei Jungs kennen sich schon aus der Schulzeit am Deutschhaus-Gymnasium und machen seit 2015 Musik. Das Trio spielt eigene Musik, die teilweise in Richtung Singer-Songwriter und teilweise in Richtung Indie-Rock geht. Gelegentlich elektronisch unterlegt, spielt „Chapter 5“ meistens in ruhigerer Besetzung: Falco Eckhof (Akustikgitarre, Gesang), Lucio Vignolo (E-Gitarre, Gesang) und Michi Kober (Schlagzeug, Perkussion). Im Laufe des Abends haben die Drei einen weiteren Song aus ihrem Repertoire performt. Im Moment sind „Chapter 5“ sogar dabei, ihre erste EP zusammenzustellen.

Junger Virtuose am Klavier

Als zweiter Preisträger in der Sparte Musik wurde Dominic Fritz ausgezeichnet. Er gab ebenfalls eine Kostprobe seines Könnens und spielte zwei selbstkomponiertes Stücke am Klavier und sang dazu. Der 18-Jährige steckt gerade mitten in den Abiturvorbereitungen und kümmert sich zusätzlich noch um sein größtes Hobby: Die Musik. Dominic genoss eine klassische Klavierausbildung, in der er das Instrument von der Pieke auf gelernt hat. Bei seinen vielen Auftritten, seit 2009 bis heute waren das stolze 96, macht er aber lieber eigene Musik im Singer-Songwriter Stil mit teilweise deutschen Texten aus dem Bereich Pop, Soul und Funk. Der junge Musiker hat 2015 bereits seine zweite CD „Planlos“ veröffentlicht.

Street meets Art – Die Stadtgestalter

Die Auszeichnung in der Kategorie „Sonstiges“ ging in diesem Jahr an das Würzburger Streetmeet Festival. Frank Störzbach von der Distelhäuser Brauerei verlieh den Preis an die Frontfrau Manou Wahler. Streetmeet bedeutet, aus grauen Wänden und Fassaden Kunst zu machen. Künstler aus aller Herren Länder treffen in Würzburg aufeinander, um ausgewählte Wände im Stadtgebiet zu gestalten. So geschah es beispielsweise an einem siebenstöckigen Wohnhaus am Heuchelhof oder einem Pfeiler der „Brücke der Deutschen Einheit“. Treibende Kraft hinter den meisten Aktionen ist Manou Wahler, Street-Art-Künstlerin und in der Szene besser bekannt als Missmanou tigapigs. 2016 will Manou Wahler die Leitung zwar abgeben, bleibt als Künstlerin dem Festival aber erhalten.

 

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