Junge Flüchtlinge auf Ausbildung vorbereiten

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Würzburg erleben

8. April 2016

Symbolbild Schweinfurt
Symbolbild Schweinfurt

Symbolbild Schweinfurt

Mit „Bayern Turbo“ ins Berufsleben

Hinter dem Begriff „Bayern Turbo“ verbirgt sich eine exklusiv im Freistaat angebotene Maßnahme zur Integration insbesondere junger Menschen zwischen 16 und 21 Jahren mit Fluchthintergrund, die eine hohe Bleibewahrscheinlichkeit besitzen. Zielgruppe sind dabei Jugendliche, die perspektivisch eine berufliche Ausbildung anstreben, aber aufgrund bestehender Sprachdefizite und sozialer Eingewöhnungsschwierigkeiten zunächst schrittweise an eine berufliche Qualifizierung im deutschen dualen Ausbildungssystem herangeführt werden müssen.

Branchen und Tätigkeiten kennenlernen

Durch praktische Aufgabenstellungen lernen die Teilnehmer die Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten in verschiedenen Branchen sowie typische Tätigkeiten kennen und können ihr Interesse und ihre Eignung hierfür überprüfen. Gleichzeitig werden sie beim Zurechtfinden im deutschen Ausbildungssystem unterstützt. Ort des Geschehens ist das Berufliche Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft (bfz).

Spielerisch lernen

Auf spielerische Art, in Kleingruppen in wechselnder Zusammensetzung unterschiedlicher Nationalität, gilt es beispielsweise Sehenswürdigkeiten oder Fahrzeuge nachzubauen. Teamfindung, Gruppendynamik und das Einbringen von Stärken stehen dabei im Vordergrund. Geschulte Beobachter halten die Ergebnisse fest und entwickeln individuelle Integrationsstrategien.

Sechs Monate lang

Nachfolgende Betriebspraktika und berufsorientierte Arbeitsaufträge dienen der breiten Berufsorientierung und liefern die Basis für eine tragfähige Berufswahl. Die Gesamtdauer des „Bayern-Turbos“ umfasst sechs Monate.
Koordinatorin Pasqualina Leone vom bfz Schweinfurt: „Bei den Teilnehmern konnten wir ab dem ersten Tag eine hohe Lernbereitschaft feststellen. Sie sind sehr motiviert, ihre berufsbezogenen Sprachkenntnisse weiter ausbauen und eine Ausbildung aufzunehmen.

Nach Abschluss einer ausgiebigen Berufsorientierungsphase finden Qualifizierungsmaßnahmen statt. Diese bereiten die jungen Menschen auf ihre ersten Einsätze in regionalen Betrieben vor, wo sich Teilnehmer und Betriebe gegenseitig kennen lernen können und sich Möglichkeiten einer Ausbildung abklären lassen.“

Nachwuchsproblematik im Handwerk

Auch Thomas Stelzer, Leiter der Schweinfurter Agentur für Arbeit, findet diesen Intensivlehrgang ideal, um das vorhandene Potenzial der geflüchteten jungen Menschen möglichst effektiv zu nutzen: „Viele Betriebe besonders aus dem Handwerk sind auch angesichts der aktuellen Nachwuchsproblematik einer Ausbildung junger Menschen mit Fluchthintergrund gegenüber sehr aufgeschlossen, wissen aber nicht so recht, wie sie dabei einsteigen sollen. Dieser Weg des parallelen und individuellen Erwerbs von Sprachkenntnissen und beruflicher Kompetenz stellt eine große Hilfe bei der schwierigen Hinführung der Jugendlichen aus völlig anderen Kulturkreisen an unser Ausbildungssystem und unsere Arbeitswelt dar.“

Jobs in und um Schweinfurt

Auf unserer Facebook-Seite Arbeiten in Schweinfurt findet Ihr immer aktuelles rund um Jobs in Schweinfurt. Egal ob Minijob, Teil- oder Vollzeitstelle, hier findet Ihr das Richtige. Auch spannende Geschichten aus der Arbeitswelt könnt Ihr hier lesen.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Schweinfurt.

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