Erstes Heimderby der Saison der Wölfe gegen Erlangen
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Würzburg erleben
14. April 2016

Symbolbild Würzburg
Fränkische Konkurrenz
Nachdem die Wölfe in der Hinrunde beide Male auswärts bei der fränkischen Konkurrenz der 2. Liga antraten, mussten die Fans der DJK bis zum 34. Spieltag warten, ehe endlich das erste Handballderby der Saison auf unterfränkischen Boden steigt. Mit Blick auf die Tabelle der 2. Handball Bundesliga und die jeweiligen Spieler im Kader sieht es laut Pressemitteilung nach einer unlösbaren Aufgabe für die Wölfe aus. Trotzdem bezeichnet DJK Trainer Matthias Obinger das Derby gegen den Ligaprimus als eine der einfacher zu spielenden Partien der langen, kraftraubenden Saison.
Gespannte Vorfreude
„Es ist ein Spiel in welchem wir eigentlich nur gewinnen können. Erlangen ist als souveräner Tabellenführer mit 13 Punkten Abstand auf einen Nichtaufstiegsplatz eigentlich schon durch und demnach klarer Favorit. Wir können also ohne großen Erwartungsdruck die Sache angehen und versuchen uns von einer proppenvollen sOliver Arena tragen zu lassen.“, beschreibt Obinger die Vorzeichen auf den mit freudiger Spannung erwarteten Vergleich.
Erlangen lange dabei
Eine große Rivalität der beiden fränkischen Spitzenmannschaften ist dabei im Vorfeld allerdings kaum auszumachen. Zu kurz ist die Zeit in welcher man in der selben Spielklasse um Punkte kämpfte. Für den HC Erlangen ist es, gemeinsam mit den Vorgänger Vereinen, die sich 2001 zum HCE zusammenschlossen, bereits das 22. Jahr in dieser Liga. Die DJK Rimpar ist damit verglichen im 3. Jahr noch neu im hochklassigen Handball, verbrachte den Großteil dieser Erlangener Ära zwei bis drei Spielklassen tiefer und durfte sich währenddessen mit der HCE Reserve messen oder hin und wieder ein Vorbereitungsspiel gegen den fränkischen Vorzeigeclub bestreiten. Die ersten ernsthaften Aufeinandertreffen im Erlangener Aufstiegsjahr 2014/15 gingen dann an die Mittelfranken, wobei die Wölfe bei der unglücklich knappen 24:23 Niederlage in Erlangen an einer Sensation schnuppern durften.
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Knappe Entscheidung
Auch der Verlauf des Hinspiels der aktuellen Saison wird den Wölfen Hoffnung geben. Beim 26:22 HCE Sieg konnten sie sich bis fünf Minuten vor Schluss beim 21:20 auf Augenhöhe bewegen, ehe die Heimsieben ihre ganze Routine und Qualität ausspielte und vor über 3000 Zuschauern in der Nürnberger Arena verdient den doppelten Punktgewinn sicherstellte.
David gegen Goliath
Bei aller Euphorie im DJK Lager bleibt es dennoch ein Duell „David gegen Goliath“. Während sich beim HC Erlangen in dieser Saison alles um die direkte Rückkehr ins Oberhaus dreht, entsprechend professionell mit Berufshandballern und einigen Nationalspielern gearbeitet wird und man somit seit Rundenbeginn an der Spitze steht, kämpfen die mit deutlich bescheideneren Mitteln versehenen Wölfe um jeden einzelnen Punkt im Mittelfeld der Liga, die nun auf die Zielgerade geht.
Bayerns Nummer 1
Die DJK Bank dürfte am Sonntag wieder besser gefüllt sein als noch vor zwei Wochen. Die bei der 22:21 Niederlage in Aue fehlenden Julian Bötsch, Benedikt Brielmeier, Dominik Schömig und Lars Spieß sind allesamt wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen und brennen wie ihre Kollegen darauf, die aktuelle Handball Nummer 1 in Bayern mit einem heißen Kampf in die erste Bundesliga zu verabschieden.
Den in Erlangen für die Aufstiegsfeierlichkeiten wohl schon kalt gestellten Sekt kann man allerdings noch nicht mit nach Würzburg nehmen, denn selbst bei optimalem Verlauf des Spieltages (Sieg von Erlangen bei Niederlage von Friesenheim) würde rechnerisch noch ein Punkt für den großen Moment „Wiederaufstieg“ fehlen.
Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemitteilung der DJK Rimpar Wölfe.

