Abschluss-Bericht der Polizei „Kickers vs. Hansa“

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Würzburg erleben

23. April 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Mehrere Verletzte und Festnahmen am Vorabend

WÜRZBURG. Im Vorfeld der Drittliga-Begegnung FC Würzburger Kickers gegen F.C. Hansa Rostock war es bereits in der Nacht zum Samstag in der Würzburger Innenstadt zu mehreren Straftaten durch Gästefans gekommen, bei denen insgesamt neun Personen, darunter ein Polizeibeamter verletzt worden waren.

Würzburger Polizei und Bundespolizei mit Großaufgebot

Am Spieltag selbst waren sowohl die Würzburger Polizei mit zahlreichen Unterstützungskräften wie auch ein Großaufgebot an Bundespolizeikräften im Einsatz.

Ein Polizeibeamter war am Mittag durch den Wurf einer Glasflasche am Kopf getroffen worden. Er erlitt Prellungen und eine mittelschwere Gehirnerschütterung und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Außerdem kam es zu weiteren Straftaten. Es gab jedoch keine weiteren Festnahmen.

Strafrechtliche Ermittlungen in 17 Fällen

Insgesamt registrierte die Polizei im Zusammenhang mit dem Fußballspiel insgesamt zehn Verletzte, darunter zwei Polizeibeamte. Vier Rostock-Fans wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen und durften erst nach dem Abpfiff ihren Heimweg antreten. Ein Richter, der ebenfalls am Spieltag im Einsatz war, bestätigte die Fortdauer des Polizeigewahrsams.

In 17 Fällen wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Es laufen unter anderen Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Diebstählen, Sachbeschädigungen und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Außerdem gab es zahlreiche Identitätsfeststellungen rund um die Spielbegegnung.

Polizist von Flasche am Kopf getroffen

Kurz vor 10:00 Uhr waren etwa 100 Rostock-Fans mit der Bahn am Hauptbahnhof Würzburg eingetroffen. Nachdem sie sich zunächst in die Innenstadt begeben hatten, sammelten sie sich schließlich in einer Gaststätte in Heidingsfeld. Dort zeigte sich ein Teil der Fans zwar recht aggressiv, entgegen der ersten Meldung kam es dort aber nicht zu Sachbeschädigungen. Dies konnte durch starke polizeiliche Präsenz verhindert werden.

Von dort zogen vor Spielbeginn schließlich etwa 120 Gast-Fans zu Fuß in Richtung Stadion. Sie wurden von starken Polizeikräften begleitet. In diesem Zusammenhang flog gegen 12:45 Uhr in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle Dallenberg eine Flasche in Richtung der Einsatzkräfte.

Ein Polizist wurde davon am Kopf getroffen und erlitt mittelschwere Verletzungen. Er kam mit Prellungen und einer Gehirnerschütterung in ein Würzburger Krankenhaus.

Mehrere Feuerwerkskörper gezündet

Kurz vor Spielbeginn zündeten vier Anhänger des F.C. Hansa Rostock im Bereich der Semmelstraße mehrere Feuerwerkskörper. Sie konnten jedoch im Rahmen der Fahndung nicht mehr angetroffen werden.

Unmittelbar nach Anpfiff des Spiels versuchten einige Gästefans im Stadion ein Tor aufzudrücken, was jedoch durch starke Polizeipräsenz unterbunden werden konnte.

Diebstahl im Stadtion

Im Stadion selbst kam es zu einem Diebstahl an einem Verkaufsstand durch einen 21-jährigen Gast-Fan, der später am Bahnhof identifiziert werden konnte, weil er dort einem Kickers-Anhänger einen Fanschal entwendete. Gegen ihn wird nun wegen Diebstahl ermittelt. Außerdem beschädigte ein Hansa-Anhänger im Gästeblock eine Werbetafel durch Fußtritte.

Vier Rostock-Fans in Arrestzelle

Nach dem Abpfiff wurden die Gäste-Fans mit Shuttle-Bussen zum Hauptbahnhof gebracht. Bis kurz nach 18.00 Uhr hatten fast alle Rostock-Anhänger Würzburg wieder verlassen. Die Abreise wurde von starken Kräften der Landes- und Bundespolizei im Bereich des Hauptbahnhofes Würzburg überwacht.

Entgegen der ersten Meldungen wurden in der Nacht zum Samstag zwar fünf Personen vorläufig festgenommen, lediglich vier Rostock-Fans mussten die Zeit bis Spielende in einer Arrestzelle der Polizei verbringen.

Bereits im Vorfeld des Spiels hatte die Stadt Würzburg auf Betreiben der Polizei gegen fünf Personen ein Betretungsrecht für das Stadtgebiet Würzburg am Spieltag erlassen, weil gegen diese ein Stadionverbot bestand und sie als besonders gewaltgeneigt gelten.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt.

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