Arbeiter trennt sich drei Finger in Kreissäge ab

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12. Mai 2016

Symbolbild Schweinfurt
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Schwerverletzt in eine Spezialklinik

SCHWEINFURT. Zu einem schweren Betriebsunfall ist es am Mittwochvormittag auf einer Baustelle in der Jägerstraße gekommen. Dabei sägte sich ein Arbeiter drei Finger seiner linken Hand ab. Sie wurden anschließend vom Rettungsdienst gefunden, in Eis verpackt und zusammen mit dem Schwerverletzten in eine Spezialklinik nach Bad Neustadt überführt.

Gegen 8.45 Uhr war der 26-jährige Bauarbeiter, der aus einer Gemeinde im Landkreis Rhön-Grabfeld stammt, zusammen mit einem Polier auf dem Dach eines Rohbaus mit Isolierungsarbeiten beschäftigt. Dazu musste er Styroporplatten an einer Kreissäge zurecht schneiden. Sein Kollege brachte die so passfertig gemachten Teile gleich darauf an. Dabei kam es dann zu dem unglücklichen Ereignis.

Daumen, Zeige- und Mittelfinger komplett abgetrennt

Während des Schneidens einer neuen Platte trennte sich der Mittzwanziger aus bisher nicht bekannter Ursache an der linken Hand den Daumen, Zeige- und Mittelfinger komplett ab. Die stark blutende Wunde wurde von einem Kollegen, und durch die Schreie aufmerksam, einem weiteren ein Stockwerk unterhalb arbeitenden Mann, mit Tüchern sofort abgebunden. Danach wurde der Notruf abgesetzt.

Mit Gliedmaßen in Klinik geflogen

Nach einer Erstbehandlung durch den Notarzt auf dem Dach, wobei schmerzstillende und betäubende Spritzen eingesetzt wurden, konnte nur ein Liegend Transport stattfinden. Dazu musste jetzt die Schweinfurter Feuerwehr in Aktion treten. Unter Verwendung der Drehleiter wurde der Schwerverletzte anschließend von den Floriansjüngern nach unten und in den Rettungswagen verbracht.

Nach einer weiteren notärztlichen Behandlung im Sanitätsauto landete alsbald der Rettungshubschrauber, der den jungen Mann und seine abgetrennten Finger nach Bad Neustadt flog.

Erste Ermittlungen vor Ort ergaben keinerlei Fehlfunktionen der Kreissäge beziehungsweise irgendwelche Verstöße gegen Unfallverhütungsvorschriften. Es dürfte höchstwahrscheinlich ein Eigenverschulden, infolge einer kurzzeitigen Unaufmerksamkeit, vorliegen. Das Gewerbeaufsichtsamt sowie weitere involvierte Behörden sind hierüber zeitnah in Kenntnis gesetzt worden. Die Angehörigen wurden ebenfalls verständigt.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

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