Leerstandsproblematik: Lösungsansätze müssen gefunden werden

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Würzburg erleben

24. Mai 2016

Symbolbild Schweinfurt
Symbolbild Schweinfurt

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Strukturwandel der Innenstadt

Die zunehmende Leerstandsproblematik und der einhergehende Frequenzrückgang sind nach Auffassung von Oberbürgermeister Sebastian Remelé sichtbare Anzeichen eines grundlegenden Strukturwandels der Innenstädte in ganz Deutschland und auch in der Stadt Schweinfurt.

Abgestimmtes Konzept nötig

OB Remelé und der Vorsitzende der Werbegemeinschaft „Schweinfurt erleben e. V“, Werner Christoffel hatten am Montagnachmittag zu einer Sitzung des bereits vor vier Jahren aktiven „Arbeitskreis Innenstadt“ Vertreter des Handels, der Eigentümer, der IHK und der beiden großen Stadtratsfraktionen ins Rathaus eingeladen. OB Remelé appellierte an die Teilnehmer: „Maßnahmen müssen diskutiert und durch ein abgestimmtes Konzept entsprechende Lösungsansätze für unsere Stadt gefunden werden. Es ist mir persönlich wichtig zusammen mit Stadtrat und Verwaltung eine detaillierte Analyse mit Handlungsfeldern und Maßnahmenpaketen zu erarbeiten und diese im Sommer zur Diskussion zu stellen.“

City-Management soll verstärkt werden

In weiteren Veranstaltungen mit allen Akteuren sollte dann bis zu den Haushaltsberatungen im November ein Arbeitsprogramm vorliegen. Schon für diese Grundlagenarbeit will OB Remelé das City-Management im Rathaus verstärken.

Schnellschüsse vermeiden

OB Remelé: „Wer jetzt Schnellschussprogramme zur Innenstadtbelebung auflegen will, hat den Strukturwandel nicht begriffen. Nach einer tiefgreifenden Analyse der anstehende Veränderung und der damit einhergehenden Problemlagen müssen wir uns grundsätzlich mit den Handlungsfeldern und Lösungsansätzen befassen. Dabei müssen wir auch über neue Funktionen in der Innenstadt, wie z. B. kulturellen Raum, attraktive Gastronomie und Wohnen nachdenken.“

„Schweinfurt altert“

Der demografische Wandel, bedeutet derzeit in Schweinfurt noch nicht Bevölkerungsrückgang, aber Zunahme des Anteils der älteren Bevölkerung. Diese konsumiert bei weiten nicht mehr so viel wie die Jugend, und in Verbindung mit den dramatisch ansteigenden Umsätzen des Online-Handels hat dies zur Folge, dass die Marktplatzfunktion der Innenstadt als Warenumschlagplatz zunehmend an Bedeutung verliert. Wenn im Jahr 2016 bereits 12,5 % aller Waren im Internet gekauft werden, bedeutet das für Schweinfurt schon heute, dass knapp 37.000 m2 Einzelhandelsfläche nicht mehr benötigt werden. Da sich der Umsatz nach Aussagen aller Experten in vier Jahren bis 2020 verdoppelt haben wird, sind in Schweinfurt dann 70.000 m2 an Handelsflächen ohne Funktion.

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Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Schweinfurt. 

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