Kleine Weinkunde zum Würzburger Weindorf
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Würzburg erleben
1. Juni 2016

Symbolbild Würzburg
Silvaner… aber welcher?
Woran erkennt Ihr einen guten Wein? Klar, er schmeckt. Aber warum sind dann manche teuer und mache günstig, obwohl z.B. überall Silvaner draufsteht? Wir haben mit Andreas Korger, Wirt des Greifensteiner Hofes und „Bürgermeister“ des Würzburger Weindorfs gesprochen.
Nur Qualitätswein auf dem Weindorf
Jeder Wein, der auf dem Weindorf ausgeschenkt wird, hat die Qualitätswein-Prüfung des Bezirks Unterfranken bestanden und hat eine entsprechende Prüfnummer. Knapp 200 verschiedene Weine sind im Angebot, da jeder der 12 Weindorfwirte mit „seinen“ Winzern zusammenarbeitet. Das bedeutet natürlich für Euch probieren und testen, was am besten schmeckt. Worauf solltet Ihr aber dabei achten?
Gutswein und Ortswein
Je enger die Eingrenzung des Anbaugebietes auf der Flasche angegeben ist, desto höher ist in der Regel die Qualität. Ein Ortswein, wie zum Beispiel der Würzburger Pfaffenberg, muss sortenrein sein und darf nur aus genau dieser Weinlage stammen. Ein Gutswein darf aus Weinlagen des gesamten Gutes stammen und ist günstiger, was ihn natürlich nicht zwangsläufig schlechter macht. Geschmäcker sind ja bekanntlich und zum Glück verschieden.
Weniger ist mehr im Geschmack
Zum Beispiel wird bei hochwertigen Weinen die Ertragsmenge pro Fläche beschränkt und die Reben werden stärker ausgeschnitten, um dem Lesegut, der Taube, einen intensiveren Geschmack zu geben. Dabei steckt der Rebstock seine ganze Energie in weniger Früchte, was sich schlussendlich auf den Geschmack auswirkt. Allerdings steigert diese Beschränkung auch den Preis. In Würzburg gibt es viele Steillagen und jeder darf gerne mal einen Versuch starten, einen Weinberg im Würzburger Stein hochzulaufen.
Erste Lagen und „Große Gewächse“
Pfaffenberg, Stein, Abtsleite und die Innere Leiste sind die „ersten Lagen“ in Würzburg. Der Winzer muss sich auf die Lage und den Boden vor Ort einstellen und noch mehr Arbeit in Weinberg und Weinkeller stecken, um den Wein zu einem Spitzenprodukt zu machen. Bei den sogenannten „großen Gewächsen“ gelten sogar nachmals strengere Anforderungen für die Winzer. Ein einfacher Qualitätswein zum schöppeln ist dafür gemacht, jung getrunken zu werden und sollte nicht älter als 3 Jahre sein. Aber nicht nur Rotweine, auch sehr gute Weißweine können gut reifen und mit dem Alter besser werden.
Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem Weindorf Würzburg. Es wurde am ein oder anderen Gläschen genippt.

