Fundstück zum Jubiläum der Museumsinitiative

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Würzburg erleben

2. Juni 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Kunst aus Korinth 

So manche Stadt konnte durchaus etwas erblassen, wenn sie sich mit Korinth verglich – zumindest zwischen dem achten und späten 7. Jahrhundert vor Christus. Zu dieser Zeit gab künstlerisch nämlich Korinth den Ton im heutigen Griechenland an und noch nicht Athen. Dort stieg man erst im 7. Jahrhundert in die großangelegte und qualitativ hochwertige Keramikproduktion mit ein. Die Technik, schwarze Tiere, Menschen und Ornamente auf Keramik zu malen, stammt aus dem Orient. In Korinth wurde sie aufgenommen und verfeinert. Die Silhouetten und Binnenzeichnungen der Figuren sind eingeritzt.

Pyxiden für Wertvolles

Die abgebildete Pyxis ist ein kleines Kästchen zur Aufbewahrung allerlei wertvoller Gegenstände. Oft fand man solche Pyxiden in Frauengemächern, gefüllt mit Schmuck. Verziert ist sie überall mit sogenannten Klecksrosetten. Sie sehen fast aus wie Blümchen. In diesem „Blütenregen“ stehen einige dekorative Tiere – welche, die real existieren und welche, die es nur im Mythos gibt. Eine Sirene (Vogelkreatur mit Frauenkopf) wird auf der einen Seite von Löwen gerahmt. Daneben sind Rehe und Rehböcke zu sehen.

Der Hintergrund scheint etwas blass, die Farbe ist grün-gelblich und damit ganz typisch für Korinth. Die Tonfarbe richtet sich nämlich nach der Bodenbeschaffenheit. So ist Keramik aus Athen beispielsweise eher rötlich durch den eisenhaltigen Boden dort. Man spricht hier von „schwarzfiguriger“ Keramik, auch wenn rote Akzente ein wenig Farbe ins Spiel bringen. Sowohl Schwarz als auch Rot (manchmal auch Weiß) wurden noch vor dem Brand als Tonschlicker auf die Gefäße aufgetragen. Daher hafteten sie besser als nachträgliche Bemalung in Gold, Rosa, Grün oder Blau.

25 Jahre Museumsinitiative

Die Museumsinitiative, ein e. V. zur Förderung des Martin von Wagner Museums, in dem viele Studierende tätig sind, feiert am Sonntag, 5. Juni 2016, ihr 25-jähriges Jubiläum. Von 10.30 Uhr an erwarten Euch im Martin von Wagner Museum tolle Programmpunkte. Zuerst gibt es einen Festakt mit Grußworten von Verantwortlichen des Museums und seiner Initiative. Anschließend wird die Sonderausstellung „25 Jahre Museumsinitiative“ eröffnet. Dazu gibt es einen Empfang. Um 12 Uhr beginnt die Sonntagsführung in der Gemäldegalerie „Von Tempeln, Domen und alten Gassen. Europäische Städtebilder.“ Der Eintritt ist frei.

Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemitteilung des Martin von Wagner Museums.

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