Klein, rund, farbenfroh – Was macht Macarons so besonders?
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Würzburg erleben
14. Juni 2016

Symbolbild Würzburg
Französische Delikatesse in Würzburg
Klein, rund, farbenfroh und super vielfältig – Macarons bringen so ziemlich jeden, der sie zum ersten Mal sieht, zum Staunen. „Eine Delikatesse, die weltweit in aller Munde ist, darf in Würzburg nicht fehlen!“. Deswegen hat Martina Petit delice (= kleine Köstlichkeit) in der Theaterstraße 10 eröffnet.
Seit April bietet sie uns Würzburgern also die Möglichkeit das original französische Gebäck auch hier vor Ort zu genießen. Extra nach Frankreich oder in die nächste Großstadt fahren brauchen wir nicht mehr. Doch aus was bestehen diese bunten Macarons eigentlich genau? Was macht sie so besonders? Und noch viel wichtiger: Nach was schmecken sie?
Zwei Baiserhälften mit Füllung
Auf den ersten Blick kaum ersichtlich, sind Macarons eine Art Mandelgebäck. Die heute am weitesten verbreitete Variante eines typisch französischen Macarons besteht aus zwei bunten, mit Lebensmittelextrakten gefärbten Baiserhälften (gemahlenen Mandeln, geschlagenem Eiweiß und Puderzucker) sowie einer Füllung aus Sahne- oder Buttercreme, die je nach Geschmacksrichtung mit Schokolade, Vanille, Nuss oder verschiedenen Fruchtpürees verfeinert ist. Neben klassischen Sorten gibt es auch sehr exotische Geschmacksrichtungen wie Mohnblume, Orangenblüte oder Rose. Hier sind der Phantasie bei der Produktion keine Grenzen gesetzt.
Perfektion erwünscht
Hört sich zunächst ganz einfach an, ist es aber absolut nicht. Die Herstellung dieser feinen Köstlichkeiten erfordert Feinmotorik und jede Menge Geduld. Nur so kann ein Macarons auch wirklich perfekt werden. Bei der Zubereitung kommt es also auf Perfektion und Geschick an, verrät Martina.
Die Große Kunst bestehe darin…
- eine glatte Oberfläche hinzubekommen: Dazu müssen gemahlene Mandeln noch feiner gemahlen und anschließend gesiebt werden. Bei den Eiern ist es wichtig, dass diese mindestens zwei Tage bei Zimmertemperatur gelagert werden.
- gleich große, ebenmäßige Baiserhälften hinzubekommen: Dafür muss die Baisermasse in gleich großen Häufchen auf das Backblech gespritzt werden
- eine besondere Füllung zu kreiiren
Zu guter letzt müssen die gefüllten Macarons über Nacht in einer verschließbaren Dose im Kühlschrank aufbewahrt werden. Denn das Geheimnis eines guten Macaron sei die Verbindung der zart-knusprigen Hülle und des saftig-weichen Inneren – und das braucht seine Zeit, weiß Martina. Ein Stück hat übrigens etwa 59 Kalorien und kostet 1,75 Euro.
22 verschiedene Sorten bei Petit délice
Was Macarons so besonders macht, ist vor allem die Geschmacksintensität und -vielfalt. „Jeder Macaron ist einzigartig und jedes Jahr übertreffen sich die Pâtissiers darin, neue, noch nie dagewesene Sorten zu kreieren. Es gibt sie mittlerweile in unterschiedlichen Größen und auch in salzigen Varianten“, ist Martina begeistert.
Bei Petit délice gibt’s ganze 22 Sorten vorrätig. 12 davon werden täglich angeboten. Von klassischen Sorten wie Vanille und Schokolade bis hin zu exotischeren Varianten wie Mohnblume oder Orangenblüte – Feinschmecker finden hier auf jeden Fall eine tolle Auswahl. Martinas Lieblingssorte ist übrigens „eindeutig Vanille, ich bin da ganz klassisch“. An heißen Tagen empfiehlt sie jedoch fruchtigere Varianten wie Cassis, Himbeere oder Zitrone. Auch die Kunden lieben die Klassiker. Schokolade, Himbeer und Pistazie kommen am besten an.
Kaffee vs. Sekt
Neben Macarons gibt es bei Martina auch andere kunstvolle Törtchen, Petits Fours, erlesene französische Pralinen und vieles mehr. Doch mit welchem Getränk genießt man Macarons eigentlich? Wie bei jedem anderen Gebäck auch, genießt man einen Macaron am besten zu einer herrlichen Tasse Kaffee. Aber auch Tee und Kakao passen dazu. Die Getränke gibt’s übrigens auch direkt vor Ort. Ein besonderer Tipp von Martina: Auch ein Gläschen Sekt passt hervorragend zu dieser kleinen Köstlichkeit. Hört sich gut an, oder?
Preisgekrönter Confiseur
Die Macarons bei Petit délice stammen von Fabrice Gillotte, einem preisgekrönten Confiseur und Chocolatier aus Dijon, ausgezeichnet mit dem Titel des „Meilleur Ouvrier de France. Fabrice Gillotte hat Boutiquen in ganz Frankreich und beliefert zudem mehrere Confiserien im Ausland, unter anderem auch in Japan. Die Macarons werden direkt nach der Herstellung in speziellen Verfahren tiefgefroren und mit Tiefkühllieferungen zu uns gebracht. Wir tauen sie dann schonend je nach Bedarf auf, daher sind unsere Macarons immer ganz frisch und halten sich mehrere Tage im Kühlschrank.
Zu Martina
Martina ist gebürtige Bremerin und wohnt mit ihrer Familie jetzt seit gut 12 Jahren in Tauberbischofsheim. Sie liebt die gehobene französische Esskultur, bei der es mehr um Qualität als um Quantität geht. Generell heißt das Motto bei den Franzosen: Lieber etwas weniger, aber dafür gut!
„Ich bin generell ein großer Frankreich-Fan. Ich bin Diplomübersetzerin, habe in Heidelberg Französisch und Spanisch studiert und auch eine Zeitlang in Paris gelebt. Mit meiner Familie mache ich jedes Jahr in Frankreich Urlaub, immer an unterschiedlichen Orten, um möglichst viel vom Land zu sehen und immer wieder Neues kennenzulernen. Bei meinen diversen Besuchen in kleinen Cafés, Salon de thés und Confiserien in Frankreich habe ich schon viel ausprobiert. Daher weiß ich auch, dass selbst in Frankreich Macaron nicht gleich Macaron ist, es gibt große qualitative Unterschiede. Deshalb weiß ich einen richtig guten Macaron sehr zu schätzen und bin seinem Reiz schon vor Jahren während meiner diversen Frankreichaufenthalte erlegen.“

