Rathenau-Diskussion: das Konzept der Stadt
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17. Juni 2016

Symbolbild Schweinfurt
Hintergründe zur geplanten Schließung
Seit Tagen sorgt die geplante Schließung des Walther-Rathenau-Gymnasium für Aufregung und Diskussion in Schweinfurt. Ab dem Schuljahr 2018/19 soll es keine neuen 5. Klassen mehr am Gymnasium geben. Lehrer, Schüler und Bürger planen Protestaktionen und wollen sich gegen ein Auslaufen der Schule innerhalb der nächsten zehn Jahre wehren.
Oberbürgermeister Sebastian Remelé versteht die Sorgen und Ängste der Rathenauer und versichert, dass er, als ehemaliger Schüler des Walther-Rathenau-Gymnasiums, alles dafür tun wird, die für alle Beteiligten beste Lösung zu finden, diesen für Schweinfurt richtigen und wichtigen Schritt gehen zu können.
Das Konzept der Stadt Schweinfurt:
Schülerzahlen schwinden
Auf der Homepage-Unterseite www.schweinfurt.de/rathenau können sich alle Schweinfurter über den aktuellen Stand, Entscheidungskriterien und Hintergründe informieren. In Schweinfurt herrscht ein stetiger Rückgang der Schülerzahlen an allen Gymnasien. Im Walter-Rathenau-Gymnasium hat sich die Schülerzahl in den letzten zehn Jahren sogar mehr als halbiert.
Auch die Prognosen versprechen keine Besserungen, obwohl die stärkeren Geburten seit 2015 und das G8/9 berücksichtigt wurden. Daher ist Handlungsbedarf seitens der Stadt nötig, so die Stadt Schweinfurt. Für die Rathenau-Schulen trägt die Stadt jährlich einen Personal- und Sachaufwand in Höhe von 7,6 Millionen Euro.
Keine Kündigungen und Abi-Garantie
Die Stadt betont, dass sie allen derzeitigen Schüler garantiert, ihr Abitur am Rathenau-Gymnasium machen zu können. Des Weiteren werden für die Lehrkräfte Perspektiven für eine Weiterbeschäftigung erarbeitet, in Kooperation mit dem Kultusministerium. Kündigungen solle es nicht geben – die Lehrer hätten eine Garantie auf Existenzsicherung. Der wirtschaftliche Zweig des Rathenau-Gymnasiums wird an einem der drei anderen Gymnasien in Schweinfurt etabliert.
Kein Sparen auf Kosten der Bildung
Des Weiteren erklärt die Stadt, die Maßnahme solle kein Sparen auf Kosten der Bildung sein, sondern vielmehr als Neuordnung im Sinne künftiger Generationen verstanden werden. Eine finanzielle Entlastung der Stadt entstünde erst schrittweise, über Jahrzehnte. Da das Schulleben erhalten bleiben soll, investiert die Stadt weiterhin in Ausstattung und Gebäude.
Infoabende klären auf
Am Montag und Donnerstagabend (20. Juni und 23. Juni) finden jeweils um 19 Uhr Informationsveranstaltung für die Eltern, Schüler und auch für die Eltern der Schüler, die sich für das Rathenau Gymnasium angemeldet haben statt. Am Montag für 8-11. Klasse, Donnerstag für alle neuen Schüler bis zur 7. Klasse. Des Weiteren gibt es am Montag, den 27. Juni, einen Informationsabend für die Realschule.

