Flashmob gegen Alkoholverbot am Mainufer
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Katharina Kraus
22. Juni 2016

Symbolbild Würzburg
Verbot aufgrund ausufernden Verhaltens
Der Würzburger Stadtrat verhängte am 25.März 2010 das Alkoholverbot für die Leonhard-Frank-Promenade. Anlass seien regelmäßig ausufernde Trinkgelage und damit verbundene Handgreiflichkeiten sowie die starke Verschmutzung der Grünanlagen gewesen. Sowohl bei der Stadtverwaltung, beim Gartenamt, sowie bei der Polizei banden zahlreiche Zwischenfälle auf dieser „Partymeile“ gerade zur Sommerzeit große Ressourcen.
Stadtratsantrag
Vor allem unter jungen Würzburgern löste dies eine gewisse Empörung aus. Ein interfraktioneller Antrag aus dm Jahr 2015, der die Aufhebung des Alkoholverbots für die Leonhard-Frank-Promenade fordert, wurde bisher noch nicht behandelt. Laut Main Post hätten damals Stadtratsmitglieder der SPD, der CSU, der Linken, von den Grünen, der ÖDP und FDP/Bürgerforum den Antrag unterzeichnet. Dennoch wurde eine Entscheidung bis auf weiteres vertagt.
Klare Regelungen anstatt Verbot
Es wird Kritik daran geübt, dass auf einer Mainseite ein Alkoholverbot verhängt wurde, während auf der anderen weiter Alkohol konsumiert werden darf. Ein Verbot wäre daher kein geeignetes Mittel mehr. Stattdessen sollten klare Regelungen aufgestellt werden, sodass die Promenade ordentlich bleibe und die Anwohner keine Ruhestörungen ertragen müssten. So sollten, laut des Antrages, beispielsweise genügend Müllbehälter vorhanden sein, die regelmäßig geleert würden. Durch Kontrollgänge und Hinweisschilder sollten die Besucher auf die Regelungen hingewiesen werden.
Flashmob der Jusos
Am Dienstag den 28. Juni findet auf Initiative der Jusos Würzburg-Stadt ein Flashmob gegen das Alkoholverbot am Mainufer statt. Start der Protestaktion ist um 20 Uhr auf der Leonhard-Frank-Promenade Nahe der Alten Mainbrücke. Anlass ist eben dieser Stadtratsantrag aus dem Jahr 2015, der bisher noch nicht behandelt wurde. Die Jusos haben sich in der Vergangenheit bereits mehrmals gegen das Alkoholverbot ausgesprochen und laden nun zu einer Protestaktion, auf der kritisch über ein solches Verbot diskutiert werden soll. Eingeladen sind auch die antragstellenden Stadtratsmitglieder des interfraktionellen Antrages. Durch den Flashmob soll öffentlicher Druck auf den Stadtrat ausgeübt werden.

