FHWS: 50 Jahre Partnerschaft mit Mwanza

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Würzburg erleben

23. Juni 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Städtepartnerschaft

Würzburg und Mwanza/ Tansania feiern im aktuellen Jahr 2016 ihre fünfzigjährige Städtepartnerschaft – Anlass für die Hochschule Würzburg-Schweinfurt, im Zuge ihrer Internationalisierung eine Hochschul-Kooperation aufzubauen: Für einen Tag besuchten zehn Vertreter verschiedener Organisationen aus der afrikanischen Großstadt mit dem Leiter des Mwanza Vereins Würzburg, Michael Stolz, Studierende des Masterstudiengangs Soziale Arbeit unter Leitung von Professor Dr. Ulrich Gartzke: Sie stellten im Rahmen des Kurses Finanz- und Personalmanagement Nichtregierungs-Organisationen und Projekte mit pädagogischen, medizinischen, kulturellen und sozialen Ausrichtungen vor.

Herausforderungen

Andrew Jacob stellte „Huruma” (Huruma) vor, eine kleine Schule für aktuell 52 geistig beziehungsweise körperlich behinderte Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis achtzehn Jahren, die – in einem Kirchenanbau mit drei Klassenräumen, einer Küche und Toiletten ausgestattet – unterrichtet werden. Einige Schüler konnten bereits an weiterführende Schulen überwechseln. Die Herausforderungen, die sich derzeit stellen: Es fehlen Lehrer, die bereit wären, bei niedriger Bezahlung zu arbeiten, die Klassenstärken führen zu überfüllten Räumen, an Geld mangelt es.

Sozialer Treffpunkt

Obadia Kalumbete stellte „Tunaweza” (Tunaweza) vor: Es sind verschiedene Werkstätten mit unterschiedlichen Ausrichtungen wie zum Beispiel Gartenbau, Näherei, kleine Bauprojekte oder eine Recycle-Kunstwerkstatt, in der aktuell 34 Jugendliche mit Behinderungen arbeiten und lernen können. Ziel ist es nicht nur, ein Ausbildungs- und Produktionsort sein, sondern darüber hinaus auch als Treffpunkt sozialer Begegnungen angenommen zu werden.

Shaloom Care House

Wana Msafiri zeigte das Shaloom Care House (Shaloom-Care-House) auf, das als HIV-/ AIDS-Schwerpunkt dient. 1992 gegründet, bietet es unter anderem Beratungen und Untersuchungen an, beugt der Unterernährung vor, entwickelt öffentliche Aufklärungsfilme und –beiträge zur Information einer breiten Öffentlichkeit, hält Medikamente bereit und weist Erkrankte in mit dem Shaloom Care House kooperierende Kliniken ein. HIV-positive Frauen im gebärfähigen Alter werden darüber aufgeklärt, wie sie ihren Nachwuchs auf die Welt bringen können, ohne dass dieser infiziert wird.

Reger Austausch

Bei einem anschließenden gemeinsamen Mittagessen fand ein reger Austausch zwischen den Gästen aus Mwanza sowie den Studierenden und Dozenten statt. So wurde unter anderem besprochen, ob Praktikumsmöglichkeiten für FHWS-Studierende in Mwanza angeboten werden können.

Mwanza wächst

Mwanza ist die aktuell am schnellsten wachsende Stadt Afrikas, die 50.000 Einwohnern im Jahr 1966 zählte und im Jahr 2015 bereits auf 710.000 Einwohner kam. Wachstum bedeutet auch immer Veränderung und Herausforderung: Studierende des Masterstudiengangs Soziale Arbeit beschäftigen sich mit aktuellen Forschungsergebnissen, betrachten soziale Probleme unter der Perspektive des aktuellen Verhaltens der Menschen bzw. seiner Umwelt und lernen, diese Resultate in ihr Handeln einzubeziehen.

Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemitteilung der Hochschule Würzburg-Schweinfurt.

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