OB-Stellungnahme zu Ermittlungen wegen Untreue
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30. Juni 2016

Symbolbild Schweinfurt
Ermittlungen wegen Untreue
Gegen Oberbürgermeister Sebastian Remelé und seinem Personalamtsleiter wird ermittelt. Hintergrund: OB Remelé genehmigte dem Leiter des städtischen Personalamts, seine Arbeit als Nebenverdienst abzurechnen. Laut Medienberichten wird ihm nun eine zweckwidrige Verwendung von öffentlichen Geldern vorgeworfen.
Streitwert 7.550 Euro
Vor fünf Jahren sollte der Personalamtsleiter einen Nachfolger für den Geschäftsführer der Stadtwerke Schweinfurt finden. Aufgrund seiner vielen Überstunden rechnete der städtische Mitarbeiter die Suche als Nebentätigkeit ab – mit Genehmigung des OB. Streitwert: 151 Arbeitsstunden bei einem Stundenlohn von 50 Euro.
Die Zahlungen sind erst 2016 in einer Sitzung des Stadtrats bekannt geworden. Der Personalamtsleiter befindet sich im Krankenstand und bat, laut Medienberichten, um eine Entbindung von seinen Aufgaben bis zur Aufklärung des Sachverhalts.
Statement des OB
Auf Anfrage gibt OB Remelé zu den laufenden Ermittlungen folgende Stellungnahme ab:
„Ich möchte nicht nur als Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt, sondern auch ganz persönlich als Sebastian Remelé, dass der Sachverhalt lückenlos aufgeklärt wird. Daher habe ich mich auch dazu entschieden, die Überprüfung des Vorgehens an die Landesanwaltschaft Bayern abzugeben. Dass nun die Staatsanwaltschaft ermittelt, ist eine logische Konsequenz daraus. Ich werde alles dazu beitragen, dass das damalige Vorgehen in Bezug auf eine Nebentätigkeit meines Personalamtsleiters geklärt werden kann.“

