Überhitzte Autos – Lebensgefahr für Hunde

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8. Juli 2016

Symbolbild Schweinfurt
Symbolbild Schweinfurt

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Heiß, heißer, Hitzetod

In den nächsten Tagen sollen die Temperaturen bis auf 30 Grad ansteigen. Die bevorstehende Hitze macht nicht nur uns Menschen zu schaffen, auch unseren lieben Vierbeinern setzen die heißen Temperaturen zu.

Die Gefahr für die Tiere sollte den Besitzern eigentlich bekannt sein. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Hunde aufgrund von Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit ihrer Halter sterben müssen, da sie im Fahrzeug eingesperrt wurden. Immer wieder werden Tiere “nur mal kurz” im Auto zurückgelassen, während Herrchen oder Frauchen „mal eben schnell“ was besorgen muss.

Bereits ab 20 Grad Celsius gefährlich

Wie schnell es für einen Hund im Auto lebensbedrohlich werden kann, wird von vielen Tierbesitzern unterschätzt. Steht das Auto in der prallen Sonne, können Temperaturen bis zu über 50 Grad im Innenraum entstehen. Woran ebenfalls viele nicht denken: ein PKW heizt sich selbst auf einem schattigen Parkplatz wahnsinnig schnell auf, da die Sonne wandert. Bereits ab Temperaturen um die 20 Grad Celsius kann es für den Vierbeiner gefährlich werden.

Nur wenige Schweißdrüsen

Während Menschen durch Schwitzen Körperflüssigkeit über die Haut verdunsten und so für großflächige Kühlung sorgen, können sich Hunde nur über das Hecheln abkühlen. Hintergrund: Sie besitzen nur wenige Schweißdrüsen an Pfoten und Nasenspiegel. Daher sollte es grundsätzlich vermieden werden, Tiere bei diesen Temperaturen im Auto mitzunehmen.

Eingreifen wichtig

Passanten, die ein Tier in Not bemerken, sollten umgehend die Polizei oder auch die Feuerwehr informieren, um das Fahrzeug öffnen zu lassen, insofern der Fahrzeughalter oder Fahrer nicht schnell ausfindig gemacht wird.

Wer selbst zu Maßnahmen greift und das Tier aus dem Fahrzeug “befreit” sollte sich darüber bewusst sein, dass dies eine Anzeige wegen Sachbeschädigung nach sich ziehen könnte. Hängt das Leben des Hundes davon ab, dürfte die Entscheidung aber leicht fallen. Anzeichen dafür, dass bereits ernsthafte Gefahr besteht sind Hecheln, Taumeln, Apathie oder Erbrechen.

Helfen bei Hitzschlag

Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall. Das Tier muss deshalb so schnell wie möglich in tierärztliche Behandlung. Bringt das Tier umgehend an einen schattigen Platz und kühlt es langsam mit nasskalten Tüchern für mindestens 30 Minuten ab.

Ist der Hund bei Bewusstsein – und nur dann – schluckweise Wasser anbieten. Bei Bewusstlosigkeit muss der Hund in die stabile Seitenlage gebracht werden, wobei die Zunge heraushängen muss.

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