Beamte beleidigt: In Haftzelle ausgenüchtert
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9. Juli 2016

Symbolbild Schweinfurt
Nacht in Gewahrsam
SCHWEINFURT. Wegen „Beamtenbeleidigung“ muss sich demnächst ein 54-jähriger Schweinfurter vor der Staatsanwaltschaft verantworten.
Während eines Einsatzes am frühen Mittwochmorgen hat er die eingesetzten Ordnungshüter fortwährend und mit nicht druckreifen Worten beleidigt.
Die Nacht endete für den Beschuldigten in einer Ausnüchterungszelle.
Aggressiv gegen Retter
Kurz nach Mitternacht ging bei der Polizei eine Mitteilung der Integrierten Leitstelle, kurz ILS genannt, ein, wonach in der Straße „Graben“ ein Volltrunkener herumliegen würde.
Als die Streifenwagenbesatzung am Einsatzort eintraf, konnte der Mann bereits torkelnd auf der Straße gesichtet werden. Er schrie dabei lautstark herum und pöbelte jeden und alles an, was ihm in die Quere kam.
Vor allen Dingen die Besatzung eines Rettungswagens, die ihn wegen seiner Verletzungen, die er sich durch seine Stürze zugezogen hatte, behandeln wollte. Dies verweigerte er jedoch vehement und war vollkommen aggressiv gegen die „Retter.
Gut 2, 82 Promille
Nachdem ein Atemalkoholtest, zu dem er sich nach längerem Zureden bereit erklärte, 2, 82 Promille ergab, war klar, wo der weitere Weg für ihn hinging. Nämlich zu einer kostenpflichtigen Ausnüchterung in eine Polizeizelle.
Während ihm das weitere Prozedere dafür eröffnet worden ist, auf der Fahrt dorthin und bei der Verbringung in die Zelle, mussten die Beamten dessen gesamtes Reservoir an Beleidigungen über sich ergehen lassen.
Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

