Nachfrage für Wohnimmobilien ungebrochen hoch
Anzeige
Würzburg erleben
8. September 2016

Symbolbild Würzburg
Preisentwicklung
Das IVD-Marktforschungsinstitut des Immobilienverbandes Deutschland IVD Süd e.V. hat den traditionellen „CityReport Würzburg 2016“ vorgestellt. In seinem aktuellen Marktbericht analysiert das IVD-Marktforschungsinstitut die Preisentwicklung auf dem Wohnimmobilienmarkt der Stadt Würzburg. Der „CityReport Würzburg 2016“ kann unter www.ivd-sued-shop.de werden.
Hohe Nachfrage
„Durch die Kessellage der Stadt ist die Ausweisung von neuem Bauland in zentralen Lagen sehr schwierig“, so Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. „Zusätzliche Bauplätze entstehen in den innenstädtischen Bereichen vor allem durch den Abriss von Bestandsbauten oder durch die Verdichtung in den Wohnquartieren. “Die Nachfrage nach Wohnimmobilien bleibt im Frühjahr 2016 unverändert hoch. Hervorgerufen durch die Finanzmarktkrise sowie die Flucht in die Sachwerte kam es in den vergangenen Jahren zu einer deutlich gestiegenen Neubautätigkeit vor allem im Segment des Geschosswohnungsbaus. Derzeit sind mehrere Neubauvorhaben in der Entwicklungs- bzw. in der Realisierungsphase.
Neuer Wohnraum
Eine große Herausforderung für die städtebauliche Entwicklung wird zukünftig das ehemalige Leighton Areal stellen, das sich etwa 2,5 km östlich der Innenstadt zwischen dem Stadtteil Frauenland und der Gemeinde Gerbrunn befindet. Das Gelände liegt in einer landschaftlich exponierten Lage auf der Höhe der Festung Marienberg. Bis 2024 soll hier ein Stadtquartier mit Wohnraum für mehr als 4.000 Menschen, zahlreichen Arbeitsplätzen sowie Grünflächen entstehen. Auf einem Teil des Geländes findet die Landesgartenschau 2018 statt. Derzeit werden etwa 40 ha der Fläche entwickelt und dem Wohnungsbau schrittweise zugeführt werden. Die Zielsetzung der Stadt ist hierbei, das Marktgeschehen nicht durch ein Überangebot negativ zu beeinflussen.
Eigentumswohnungen
„Die Nachfrage nach hochwertigen Eigentumswohnungen in den begehrten Innenstadtlagen ist traditionell sehr hoch“, berichtet Marcus Vogel, vom IVD-Mitgliedsunternehmen Vogel Immobilien. „Gesucht werden vor allem Objekte in der Altstadt, Sanderau oder Frauenland. Die Nachfrage nach gut ausgestatteten Objekten in diesen Lagen ist verhältnismäßig preisunempfindlich, vorausgesetzt die Lage, Ausstattung sowie der Zuschnitt der Wohnung entspricht den Anforderungen des Kunden.“
Bei den Eigenheimen werden Objekte im gesamten Stadtgebiet gesucht. Die Nachfrager sind hier in der Regel die Eigennutzer, die oft aufgrund des sehr hohen Preisniveaus in der Innenstadt zunehmend bereit sind außerhalb oder sogar im Umland nach einer passenden Immobilie zu suchen. Die Neubaugebiete in Höchberg, Veitshöchheim und Gerbrunn sind vor allem bei jungen Familien sehr gefragt.
Kaufpreise
Eine deutlich gestiegene Nachfrage in Würzburg beeinflusst das Kauf- und Mietpreisniveau auf dem Wohnimmobilienmarkt der Stadt. Gegenüber Herbst 2015 verzeichneten die Kaufpreise im Frühjahr 2016 bei fast allen Objekttypen leichte Zunahmen. Dabei tendierten die Reihenmittelhäuser/Bestand mit +3,7 % und Doppelhaushälften mit +3,1 % etwas deutlicher als andere Objekte nach oben.
Der Kaufpreis für ein freistehendes Einfamilienhaus liegt in Würzburg beim guten Wohnwert derzeit im Durchschnitt bei 380.000 €/Objekt, für eine Doppelhaushälfte/Bestand bei 330.000 €/Objekt und für ein Reihenmittelhaus/Bestand bei 280.000 €/Objekt. Der Quadratmeterpreis für eine Eigentumswohnung aus dem Bestand (guter Wohnwert) beträgt durchschnittlich 1.850 €/m². Für eine Neubauwohnung werden im Schnitt 2.600 €/m² bezahlt.
Überhang von Studenten
Der Mietmarkt in Würzburg ist stark durch Studenten beeinflusst. Regelmäßig zu Semesterbeginn kommt es zum starken Nachfrageüberhang im Segment 1- bis 3- Zimmerwohnungen zur Miete. Außerdem stehen auch 3- bis 4-Zimmerwohnungen im Fokus der Nachfrage; diese Objekte werden von studentischen Wohngemeinschaften gemietet. In diesem Segment „konkurrieren“ die WGs mit Familien, die auf der Suche nach geeignetem Wohnraum sind. Vor allem bei den Objekten mit einfachem Wohnwert können bei der Vermietung an Wohngemeinschaften überdurchschnittliche Mieteinnahmen generiert werden.
Durchschnittliche Mietpreise
Die Mieten für Altbauwohnungen mit gutem Wohnwert liegen in Würzburg im Durchschnitt bei 8,50 €/m², für Wohnungen aus dem Bestand bei 8,70 €/m² und für Neubauwohnungen bei 9,50 €/m². Für eine Doppelhaushälfte aus dem Bestand werden im Frühjahr 2016 durchschnittlich 1.300 €/Objekt und für eine neuerrichtete Doppelhaushälfte 1.360 €/Objekt bezahlt. Die Miete für ein Reihenmittelhaus/Bestand liegt bei 990 €/Objekt und für ein Reihenmittelhaus/Neubau bei 1.200 €/Objekt (jeweils auf den guten Wohnwert bezogen).
Wohnen in Würzburg
Auf Wohnungssuche in Würzburg oder auf der Suche nach Mitbewohnern? Dann einfach mal auf unserer Seite Wohnen in Würzburg vorbeischauen! Hier findet man nicht nur Tipps und Themen rund ums Wohnen, sondern auch Wohnungsanzeigen und Roomseeker.
Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung vom Immobilienverband Deutschland.

