Vollzeit-Reisende: Ina und Jeremy

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Würzburg erleben

26. September 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

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Travel Blogging

Ina aus Würzburg und Jeremy aus Kalifornien sind beide Travel-Blogger, die mit Open Mind Travelers ihr eigenes Unternehmen gegründet haben. Sie sind auf Facebook und Instagram aktiv. Hier und auf ihrem Blog, posten sie Eindrücke von ihren Reisen. Sie waren bei uns zum Interview und haben von den gesammelten Erfahrungen auf ihren Reisen erzählt.

1. Wo habt ihr euch kennengelernt?

Ina: Vor zwei Jahren in Thailand auf dem Weg zur Insel Ko Phi Phi am Flughafen.

Jeremy: Ich hatte im Sommer 2012 meinen Job gekündigt und bin durch Europa und Australien gereist. In Thailand haben wir uns dann auf dem Weg zur Insel Koh Phi Phi kennengelernt.

2. Wie lange seid ihr unterwegs gewesen?

Ina: Als Jeremy nach Würzburg kam, habe ich noch ein paar Monate weitergearbeitet und dann im Juli letzten Jahres meinen Job gekündigt.

3. Wo seid ihr schon überall gewesen und wo soll’s noch hingehen?

Ina: Bevor wir unseren Jahrestrip starteten und noch bevor ich gekündigt hatte, gingen Jeremy und ich auf eine zweiwöchige Reise durch Kroatien, Slovenien und Österreich.  Ansonsten haben wir kleinere Trips nach Wien, Prag, Porto unternommen.

Jeremy: Danach starteten wir einen Trip durch Europa. Wir reisten durch Frankreich, Spanien, Belgien, Niederlande und sind dann letzten Herbst/Winter für 3,5 Monate nach Asien geflogen.

Ina: Wiederrum danach planten wir eine Reise durch alle 50 Staaten Amerikas. Da ich als Deutsche aber nur ein dreimonatiges Visum bekommen habe, konnten wir nur durch elf Staaten reisen. Da Reisen ohne Auto in Amerika sehr schwierig ist, kauften wir uns einen Van, den wir komplett umbauten um darin „leben“ zu können. Mit dem Van sind wir dann nach Nevada, Colorada, Montana, Washington, South Dakota, Oregon, Idaho – also in die Staaten, die nicht so stark bereist werden, gefahren und natürlich auch Jeremys Heimat Kalifornien.

3. Warum gerade diese Orte?

Jeremy: Wir haben uns Plätze ausgesucht, die nicht so bekannt sind und deshalb günstiger sind, wie z.B South Dakota. South Dakota ist nicht so populär wie die anderen Saaten Amerikas und demnach noch vergleichsweise günstig. Wir konnten beispielsweise für wenig Geld mit dem Helikopter über Mount Rushmore fliegen.

Wir wollten auch mal diese Plätze beleuchten.Wir möchten die Leute anregen, offen zu sein und auch mal etwas Ungewöhnliches zu machen und nicht immer nur die Standardorte zu besuchen. So ist auch unser Name „Open Mind Travelers“ entstanden. Wir wollen die Leute dazu bewegen, auch andere Wege zu nutzen, wie Flixbus, Bla Bla Car, Zug oder den Bus.

4. Wie habt ihr euch die Reise finanziert?

Ina: Zum einen haben wir viel gespart.  Zum Anderen haben wir mittlerweile viele Kooperationen mit verschiedenen Hotels überall auf der Welt. Wir waren letztes Jahr 100 Tage in Asien und konnten allein 33 Nächte kostenlos in Hotels schlafen, dass ist sehr praktisch.

5. Fragt ihr zwecks dieser Kooperationen an oder werdet ihr gefragt?

Ina: Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal fragen wir an und immer öfter werden wir auch angefragt. Wir haben zum Beispiel erst vor Kurzem von Ecco Schuhe einen Rucksack und Schuhe bekommen. Dafür bewerben wir dann, wenn es passt, die Unternehmen auf unserem Blog.

6. Das hört sich traumhaft an aber bringt das viele Reisen nicht auch Probleme mit sich?

Jeremy: Es gibt eigentlich immer Probleme: Wenn man Travel Blogger werden möchte, muss man sich bewusst sein, dass viele Schwierigkeiten auf einen zukommen können. Es gibt keine Hochschule die Travel Blogging unterrichtet, man muss sich demnach alles selbst beibringen.

Anfangs ist es sehr hart und man weiß teilweise nicht, wo man schlafen soll, da bleibt dann oftmals nur das Auto übrig. Neben den teilweise fehlenden Schlafplätzen kommt dann noch die Sprachbarriere dazu. Hier gilt aber, ein Lächeln versteht jeder, überall auf der Welt.

7. Eure persönlichen Lieblingsorte?

Ina: Philippinen. Dort haben wir eine kleine, wunderschöne Insel gefunden. Mit nur einem winzigen Hotel mit ca. drei bis vier Angestellten. 

Jeremy: Kroatien (Tipp: am Besten ab dem 15. Mai bis Ende Mai) In diesem Zeitraum lernt man dort die interessantesten Leute kennen und es ist nicht so überlaufen und deswegen auf günstiger.

8. Was war das Leckerste, was ihr auf euren Reisen gegessen habt?

Ina: Ich habe viele verrückte Sachen gegessen. Einmal einen Graßhüpfer, Quallensalat und Krokodil aber es war alles wirklich gut.

Jeremy: Ich mag am liebsten Deutsches Essen. Für einen Amerikaner wie mich, ist deutsches Essen wie Thanksgiving jeden Tag. Schnitzel, Gulasch oder Rouladen, ich mag alle deutschen Gerichte.

9. Habt ihr während eurer Reise etwas besonders vermisst und was macht ihr bei Heimweh?

Ina: Manchmal, als wir in Amerika waren, habe ich meine Freunde vermisst aber wenn man dann an diesen traumhaften Orten ist, vergisst man das Heimweh auch wieder ganz schnell.

Jeremy: Wenn ich unterwegs bin, vermisse ich mein Bett und meine Kissen und vor allem meine warme Dusche, denn z.B in Asien konnten wir nur kalt duschen.

10. Habt ihr zum Abschluss noch  irgendwelche Tipps für zukünftige Reisende?

Ina: Geht nicht nur zu den bekannten Touri-Orten. Geht zu den unbekannten, nicht so populären Plätzen. Wenn ihr losgeht und sucht, dann findet ihr auch die wirklich coolen Plätze.

Würzburg Travel

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