Was vor der Haustieranschaffung zu beachten ist
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28. September 2016

Symbolbild Schweinfurt
Wenn Bello und Miezi einziehen
Ob auf Pfoten, mit Flügeln oder Flossen – ein Tier ist in vielen Haushalten Freund und Begleiter. Gerade Kinder und Jugendliche wünschen sich oft ein Haustier. Allerdings sind Tiere kein Spielzeug und man sollte einige Dinge vor der Anschaffung beachten. Während Nager in der Regel pflegeleichter sind, kosten unsere beliebtesten Tierchen, nämlich Hund und Katze, einiges an Zeit und Mühe. Wir haben beim Tierheim in Schwebheim nachgefragt, welche Vorüberlegungen man treffen sollte:
Haustiere sind keine Hauruck-Aktion
„Da sowohl Hund als auch Katze ziemlich alt werden können, sollte man sich grundsätzlich überlegen, ob man sich über diesen langen Zeitraum um ein Tier kümmern kann und den Ansprüchen des Tieres gerecht wird“, erklärt Frau Kober vom Tierheim in Schwebheim. Auch mögliche Änderungen der Lebensumstände, wie z.B. Umzug oder Trennung, sollten bedacht werden.
Ansonsten gilt, besonders bei Hunden, die Bedürfnisse der jeweiligen Rasse zu berücksichtigen und kein Tier nur nach dem Aussehen kaufen, so die Experten vom Tierheim. Zur Grundausstattung zählen ein oder mehrere Schlafplätze, Futter- und Wassernapf, Futter, Spielzeug, beim Hund Leine und Halsband/Geschirr und bei der Katze noch Katzenklo und Kratzbaum.
Ausreichend Zeit
Schafft man sich ein Tier an, braucht man die nötige Zeit, um sich darum zu kümmern. Ist man berufstätig, kann das zum Problem werden. Gerade Hunde sind nicht gerne über einen langen Zeitraum vom Herrchen getrennt und sollten nicht länger als sechs Stunden alleine gelassen werden. Bei Katzen sind acht bis neun Stunden in Ordnung. Allerdings gilt hier: Bei reiner Wohnungshaltung am besten immer zwei Katzen halten.
Kleine Kinder und Haustiere
Kleine Kinder und Hunde oder Katzen – geht das gut und was ist zu beachten? Das Schwebheimer Tierheim klärt auf: „Generell sollte man bei kleinen Kindern Tiere nehmen, die nicht ängstlich sind und gerne auf Menschen zugehen und evtl. auch schon Kinder kennen. Zudem sollte man dem Kind unbedingt bei bringen, das Tier in Ruhe zu lassen, wenn es auch seinem Platz liegt. Wichtig ist, dass Tiere einen Rückzugsort haben, wo sie wissen, dass sie ihre Ruhe haben. Kleine Kinder und Hunde sollte man zudem nie unbeaufsichtigt lassen.“
Kosten beachten
Zudem ist im Vorfeld zu überlegen, ob man dem Tier finanziell gerecht wird. Eine Anschaffung ist meist nur ein geringer Betrag, im Vergleich zu den laufenden Kosten wie Futter und Tierarzt. Und was ist, wenn der Hund oder die Katze mal eine teure OP braucht?
Die Abgabegebühren im Schwebheimer Tierheim betragen zwischen 250 und 350 Euro für Hunde (400 Euro für reinrassige Welpen). Katzen kosten 100 Euro. Sowohl Hunde, als auch Katzen, sind entwurmt, geimpft und gekennzeichnet und meist auch kastriert.
Die laufenden Kosten sind stark von der Größe des Hundes und der Qualität des Futters abhängig und schwanken zwischen 20 und 150 Euro. Zudem kommen noch tierärztliche Leistungen die ebenfalls sehr schwanken können. Dort wäre evtl. die Überlegung, eine Krankenversicherung für Tiere abzuschließen, da man so die monatlichen Kosten besser einbeziehen kann, rät das Tierheim. Zudem können auch noch Kosten für eine Hundeschule hinzu kommen.
Wohin mit dem Vierbeiner im Urlaub?
Nicht bei jeder Reise oder jedem Ausflug kann das Haustier mitgenommen werden. Des Weiteren sind lange Autofahrten sehr anstrengend für die Vierbeiner. Eine Alternative ist z.B. eine Tierpension. Auch das Tierheim in Schwebheim bietet eine Pension für Hunde, Katzen und Kleintiere an. Termine können telefonisch vereinbart werden. Zudem ist eine vorherige Besichtigung der Unterbringung möglich. Vorsicht: Falls der Urlaub in der Ferienzeit geplant ist, sollte frühzeitig ein Termin vereinbart werden.
Tierheim Schwebheim
Das Tierheim in der Alfred-Gärtner-Platz 3 in Schwebheim existiert bereits seit 1968. Die Mitarbeiter kümmern sich dort um Hunde, Katzen und Kleintiere, die entweder gefunden oder aufgrund von Trennung, Umzug oder Zeitmangel abgegeben wurden. Die meisten Tiere müssen kein Jahr im Tierheim betreut werden, bevor sie einen neuen Besitzer finden. Wildtiere und Reptilien werden im Schwebheimer Tierheim nicht aufgenommen, da keine geeignete Unterbringungsmöglichkeit besteht.

