Baskets: Niederlage im bayerischen Derby

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Würzburg erleben

1. Oktober 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Zweiter Spieltag

s.Oliver Würzburg wartet auch nach dem zweiten Spieltag der neuen Spielzeit auf den ersten Sieg: Beim FC Bayern München mussten sich die Unterfranken im bayerischen Derby am Freitagabend mit 77:90 (44:54) geschlagen geben. Top-Scorer der Partie im ausverkauften Münchner Audi Dome waren auf Würzburger Seite Brendan Lane (24 Punkte) und für die Gastgeber der Ex-Würzburger Maximilian Kleber (20). Bereits am Sonntag um 18 Uhr wartet im ersten Frankenderby der Saison bei medi bayreuth die nächste Auswärtsaufgabe auf die Schützlinge von Headcoach Doug Spradley.

Veränderte Startaufstellung

Die Partie in der traditionsreichen ehemaligen Olympia-Basketballhalle begann mit gut zehn Minuten Verspätung: Zu viele Zuschauer standen um 19 Uhr noch vor der Halle und warteten auf Einlass. s.Oliver Würzburg begann das Derby mit einer Veränderung im Vergleich zum Heimspiel gegen Ludwigsburg: Vladimir Mihailovic rückte für Maurice Stuckey in die Startaufstellung. Der Neuzugang bedankte sich mit einer starken Vorstellung (17 Punkte / 4 Dreier / 5 Ballgewinne / 5 Korbvorlagen). Es dauerte allerdings eine Weile, ehe Mihailovic und seine Teamkollegen im Spiel angekommen waren – die Anfangsphase gehörte den Gastgebern, die bereits nach drei Minuten mit 9:2 vorne waren und damit den Grundstein für einen Start-Ziel-Sieg legen konnten.

Knapper Spielstand

In der 7. Minute war die Führung bereits auf 20:7 angewachsen, als James Southerland per Dreier die erste Aufholjagd der Gäste einleitete. Vladimir Mihailovic mit acht Zählern in Folge und Kresmir Lonĉar mit dem fünften erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf der Unterfranken im ersten Viertel sorgten für den knappen Spielstand von 24:21 nach den ersten zehn Minuten. Die Anfangsphase des zweiten Spielabschnitts konnten die Würzburger – unter anderem durch einen spektakulären Mihailovic-Treffer aus gut neun Metern Distanz – ausgeglichen gestalten (31:27, 13. Minute). Doch dann zogen die Münchner wieder davon: Einen 14-Punkte-Rückstand (47:33, 17. Minute) konterten die Gäste erneut und verkürzten vor dem Seitenwechsel auf 54:44.

Herangekämpft

Das dritte Viertel brachte dann die vorentscheidende Phase der Partie: Nachdem Jake Odum die Unterfranken mit einem Dreier in der 26. Minute auf 62:54 herangebracht hatte, legten die Südbayern vor allem dank acht Zählern von Danilo Barthel einen 11:0-Lauf hin. In die letzte Viertelpause ging es beim Spielstand von 75:55 – die höchste Führung der Hausherren. Die Gäste aus Nordbayern steckten zwar nie auf und konnten ihren Rückstand im Schlussviertel zwar noch einmal halbieren (5:75, 37. Minute), der verdiente Münchner Sieg geriet aber nicht mehr ernsthaft in Gefahr. „Ich bin trotzdem stolz darauf, wie die Jungs sich immer wieder herangekämpft haben. Jetzt gilt unsere volle Konzentration dem Spiel am Sonntag in Bayreuth“, sagte Doug Spradley nach dem Spiel.

Kommender Freitag

Weniger als 48 Stunden bleiben ihm und seinem Team zur Regeneration und Vorbereitung auf den 3 Spieltag – Sprungball in der Bayreuther Oberfrankenhalle wird am Sonntag um 18 Uhr sein. Die Partie wird wie immer live auf telekombasketball.de übertragen. Bereits fünf Tage später kommt es zum nächsten Frankenderby: Am kommenden Freitag um 18:30 Uhr ist der Deutsche Meister Brose Bamberg in der Würzburger s.Oliver Arena zu Gast. Tickets für die Playoff-Revanche gegen die Oberfranken gibt es im Vorverkauf in der Main-Post-Geschäftsstelle in der Plattnerstraße und im Online-Ticketshop bei CTS Eventim.

Stimmen zum Spiel

Doug Spradley, s.Oliver Würzburg: „Glückwunsch an die Bayern, sie waren heute phasenweise das bessere Team. Ich habe meinen Spielern gerade gesagt, dass einzelne Spieler nichts erreichen werden. Als Team können wir aber vielleicht viel erreichen. Wir müssen im Angriff und in der Verteidigung als Mannschaft besser spielen. In der Defense war die Kommunikation heute nicht vorhanden, obwohl wir daran gearbeitet haben. Wir wussten natürlich, dass es hier in München sehr schwer wird. Als wir das gemacht haben, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir uns wieder herangekämpft. Aber gegen so einen starken Gegner immer wieder aufzuholen kostet einfach viel Energie. Ich bin stolz darauf, wie die Jungs sich immer wieder herangekämpft haben. Jetzt gilt unsere ganze Konzentration dem Spiel am Sonntag in Bayreuth.“

Sasa Djordjevic, FC Bayern München: „Es war unter dem Strich ein guter Sieg für uns, wir hätten das Spiel aber früher entscheiden können. Wir haben phasenweise, aber nicht im gesamten Spiel die nötige Intensität gezeigt, daran müssen wir arbeiten. Wir als Trainer sprechen alle von denselben Dingen, so früh in der Saison gibt es noch viel zu verbessern. Vor allem müssen wir als Team smarter werden. Ich bin zufrieden damit, wie wir den Ball bewegt haben, 28 Assists ist ein sehr guter Wert. Wir haben aber vielleicht zu sehr an die Offensive und zu wenig an die Verteidigung gedacht. Würzburg hat mit viel Intensität und smart gespielt. Dass ihr Big Man über zwanzig Punkte erzielen konnte, ist ein Warnsignal für uns.“

München vs. Würzburg

90:77 (24:21, 30:23, 21:11, 15:22)

Für s.Oliver Würzburg spielten: Brendan Lane 24 Punkte/1 Dreier (6 Rebounds), Vladimir Mihailovic 17/4 (5 Assists / 5 Steals), Kresimir Lonĉar 13/2, Jake Odum 8/1 (9 Assists), James Southerland 6/2 (9 Rebounds), Lamonte Ulmer 5/1, Max Ugrai 2, Maurice Stuckey 2, Charles Barton, Felix Hoffmann.

Top-Performer München: Kleber 20/3 (9 Reb. / 3 Blocks), Booker 17 (7 Reb. / 5 Ass.), Barthel 14/1, Redding 11/1 (6 Reb. / 6 Ass.)

Key Stats

Wurfquote aus dem Feld: Würzburg 41 Prozent (29/70) – München 53 Prozent (31/58)
Freiwürfe: Würzburg 8/14 (57 Prozent) – München 21/27 (78 Prozent)
Fouls: Würzburg 27 – München 17

Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemitteilung von s.Oliver Würzburg.

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