Baskets: Zu viele Fehler im Frankenderby

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Würzburg erleben

3. Oktober 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Schwache Niederlage

Auch im zweiten Auswärtsspiel des Wochenendes gab es für s.Oliver Würzburg nichts zu holen: Nach der Niederlage am Freitag in München mussten sich die Unterfranken auch am Sonntag im Frankenderby bei medi bayreuth mit 71:83 (28:42) geschlagen geben. Vor allem in der ersten Halbzeit leisteten sich die Gäste vor 3.011 Zuschauern in der Oberfrankenhalle zu viele Fehler, um am Ende eine echte Chance auf den ersten Saisonsieg zu haben.

Kein Fehlwurf

Top-Scorer der Partie war Bayreuths Steve Wachalski, der sich im gesamten Spiel keinen einzigen Fehlwurf erlaubte und 20 Punkte erzielte. Für s.Oliver Würzburg trafen Vladimir Mihailović (18), Max Ugrai (13) und Brendan Lane (12) zweistellig.

Deutscher Meister

Die Geschichte des ersten von zwei Frankenderbys in Folge – am kommenden Freitag um 18:30 Uhr ist der Deutsche Meister Brose Bamberg in der Würzburger s.Oliver Arena zu Gast – ist schnell erzählt und ähnelt denen der ersten beiden Würzburger Saisonspiele zuhause gegen Ludwigsburg und in München: Durch eine schlechte Phase gerieten die Gäste zweistellig in Rückstand, den sie trotz aller Bemühungen nicht mehr aufholen konnten. Headcoach Doug Spradley sprach anschließend von fehlender Konzentration und Disziplin.

Starker Dunk

Bereits nach dem ersten Spielabschnitt hatten seine Schützlinge sieben Ballverluste auf dem Konto. Durch ihre intensive Verteidigung machten die Oberfranken den Würzburgern das Leben von Beginn an schwer und führten nach gut fünf Minuten bereits mit 14:7. Die erste kleine Aufholjagd der Unterfranken startete Lamonte Ulmer mit einem krachenden Dunk nach einem Alley-Oop-Anspiel von Vladimir Mihailović – innerhalb von zwei Minuten hatten sie sich wieder auf 16:14 herangekämpft.

Schlechter zweiter Start

Die Wende gelang s.Oliver Würzburg aber nicht – nach einer Auszeit kamen die Bayreuther wieder besser ins Spiel und zogen bis zum Ende des Viertels wieder auf 22:16 davon. Dabei hatten die Würzburger noch Glück, dass ein vermeintlicher Buzzer-Dreier die Hand von Bastian Doreth zwei Zehntelsekunden zu spät verlassen hatte.

Kein Dreier-Glück

Im zweiten Viertel setzte sich der Trend fort – Bayreuth brachte insgesamt etwas mehr Energie auf’s Parkett. Steve Wachalski, der bei sechs Versuchen aus dem Feld und vier Freiwürfen ohne einen einzigen Fehlversuch blieb, brachte die Hausherren in der 13. Minute per Dreier zum 29:18 erstmals zweistellig in Front. Bis zum Seitenwechsel konnte medi bayreuth auf 42:28 erhöhen – vor allem deshalb, weil alle Würzburger einen rabenschwarzen Tag von der Dreierlinie erwischt hatten: Nur ein Treffer bei 13 Versuchen in der ersten Halbzeit, am Ende waren es 5 von 25.

Nicht aufgegeben

Trotzdem gaben die Gäste nie auf – auch nicht, als die Bayreuther den Abstand im dritten und vierten Viertel mehrmals auf 16 oder 17 Punkte erhöhen konnten. Immer wieder kämpfte sich s.Oliver Würzburg mit kleinen Läufen wieder heran – leider hatte dann jedes Mal Steve Wachalski die passende Antwort parat. Seinen dritten Dreier traf er trotz hautenger Bewachung zum Ende des dritten Abschnitts zum 61:48. Und auch als die Unterfranken sieben Minuten vor dem Ende auf 67:57 verkürzt hatten, versenkten Wachalski und sein Teamkollege Nate Linhart nach einer Auszeit erneut zwei Dreier hintereinander zum 73:57.

Energie verbraucht

Noch einmal kam s.Oliver Würzburg zurück – sieben Punkte in Folge durch Mihailović und Jake Odum bedeuteten das 79:69 exakt 100 Sekunden vor der Schlusssirene. Mehr war im Anschluss nicht mehr drin: „Wenn man sich immer wieder herankämpfen muss, kostet das einfach zu viel Energie“, sagte Doug Spradley.

medi bayreuth – s.Oliver Würzburg

83:71 (22:16, 20:12, 19:20, 22:23)

Für s.Oliver Würzburg spielten: Vladimir Mihailović 18 Punkte/3 Dreier, Max Ugrai 13/1, Brendan Lane 12, Kresimir Lončar 8, Lamonte Ulmer 8 (9 Rebound), Jake Odum 8/1 (9 Assists / 6 Rebounds), James Southerland 4, Maurice Stuckey, Charles Barton.

Top-Performer München: Wachalski 20/4 (6 Rebounds), Assem 15, Linhart 11/3, Anderson 7 (8 Assists / 3 Steals)

Key Stats

Dreierquote: Würzburg 20 Prozent (5 von 25) – Bayreuth 42 Prozent (8 von 19)
Freiwürfe: Würzburg 8 von 9 (89 Prozent) – Bayreuth 17 von 20 (85 Prozent)
Fastbreak-Punkte: Würzburg 4 – Bayreuth 11

Stimmen zum Spiel

Doug Spradley, s.Oliver Würzburg: „Bayreuth hat das Spiel verdient gewonnen. Ich bin sehr enttäuscht über die fehlende Konzentration und Disziplin meiner Mannschaft. 18 Ballverluste sind viel zu viel. Wir haben einige Dinge, an denen wir arbeiten müssen, und das werden wir tun, damit wir aus diesem kleinen Loch heraus kommen. Es war aber auch das dritte Spiel in Folge, in dem wir trotz Rückstand nie aufgegeben haben und immer wieder heran gekommen sind. Das kostet dann aber so viel Kraft, dass man so ein Spiel verliert.“

Raoul Korner, medi bayreuth: „Es hat allerhöchsten Respekt verdient, wie sich mein Team zum zweiten Mal innerhalb von weniger als 48 Stunden präsentiert hat. Ich habe vor dem Spiel gesagt dass die Mannschaft gewinnen wird, die in der Lage ist noch einmal 40 Minuten lang die volle Energie zu investieren. Das waren heute wir. Dass wir am Ende etwas den Fokus verloren haben, ist auch diesem hohen Energieaufwand geschuldet. Wir haben das Spiel über 40 Minuten kontrolliert und waren die bessere Mannschaft.“

Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemitteilung der Sport und Event Würzburg Baskets GmbH.

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