Basketball: Endlich ein Sieg für Würzburg
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Würzburg erleben
16. Oktober 2016

Symbolbild Würzburg
Jake Odum
Die Paul-Horn-Arena bleibt ein lohnendes Reiseziel für s.Oliver Würzburg: Am 5. Spieltag der easyCredit BBL haben die Unterfranken einen hart umkämpften 83:76-Erfolg bei den WALTER Tigers Tübingen eingefahren. Entschieden wurde die Partie durch einen 9:0-Lauf der Gäste in den Schlussminuten. Mann des Spiels mit 27 Punkten und fünf Korbvorlagen war Baskets-Spielmacher Jake Odum, der am Ende der ersten Halbzeit auch einen Buzzer-Beater von der eigenen Dreierlinie im Tübinger Korb versenkte. Lamonte Ulmer (12), Brendan Lane (11), Max Ugrai (11) und Vladimir Mihailovic (10) punkteten beim ersten Saisonsieg der Würzburger ebenfalls zweistellig.
Tiger zeigten Zähne
Vom Start weg zeigten die Unterfranken, dass sie das Parkett der Paul-Horn-Arena zum fünften Mal in Folge als Sieger verlassen wollten. Mit der nötigen Intensität in der Verteidigung und Korberfolgen aller fünf Starter in den ersten sieben Spielminuten gaben die Gäste den Ton an und hatten sich nach einem Korbleger von Youngster Max Ugrai bereits auf 9:17 abgesetzt, ehe die Tiger zum ersten Mal ihre Zähne zeigten. Die Hausherren verkürzten den Rückstand bis zur 14. Minute auf 23:24 und blieben auch im weiteren Spielverlauf immer in Schlagdistanz.
Zwischenzeitlicher Ausgleich
Immer wenn die Würzburger begannen, sich leicht abzusetzen, hatten ein Tübinger Spieler die passende Antwort – in der ersten Halbzeit häufig Isaiah Philmore, der nach fünfzehn gespielten Minuten bereits acht seiner insgesamt zehn Zähler auf dem Konto hatte. In der 18. Minute gelang den Gastgebern der zwischenzeitliche Ausgleich, ehe die Würzburger einen 9:2-Lauf hinlegen konnten – mit dem spektakulärsten Korb der Partie als Höhepunkt: Jake Odum sprang von der eigenen Dreierlinie ab, der Ball verließ kurz vor der Halbzeitsirene seine Hand und landete ohne Ringberührung in der Tübinger Reuse – 36:43 lautete der Spielstand beim Seitenwechsel.
Konstante Spannung
Auch in der zweiten Halbzeit gelang es s.Oliver Würzburg lange nicht, sich vorentscheidend abzusetzen – vor allem Tigers-Topscorer Barry Stewart und Center Gary McGhee hielten ihr Team immer im Spiel. Obwohl die Tübinger im gesamten Spiel kein einziges Mal führten, blieb die Begegnung bis in die Schlussminute eine extrem spannende Angelegenheit. Weniger als drei Minuten vor dem Ende war es Barry Stewart, der erst einen Dreier zum 70:71 und kurze Zeit später einen Korbleger zum erneuten Ausgleich traf – 72:72 lautete der Spielstand, 2:21 Minuten waren noch zu spielen.
Gelassen und konzentriert
Doch auch in der Crunchtime blieben Jake Odum und seine Kollegen cool und konzentriert – sie machten hinten dicht und erzielten vorne neun Punkte in Folge zum ersten Saisonsieg. 18 Sekunden vor der Schlusssirene verwandelte Max Ugrai einen Freiwurf zum 72:81, durch den 9:0-Lauf war die Partie entschieden. „Wir haben auch nach dem Ausgleich weiter gut gespielt und sind nicht aus dem Rhythmus gekommen. Ein großes Lob an meine Spieler und unsere mitgereisten Fans“, sagte Headcoach Doug Spradley
Heimspiel
Am kommenden Freitag soll dann auch der erste Würzburger Heimsieg her: Am 21. Oktober 2016 um 19 Uhr werden die FRAPORT Skyliners zum Nachbarschaftsduell in der s.Oliver Arena zu Gast sein. Die Partie wird nicht nur auf telekombasketball.de, sondern auch im Free TV auf SPORT1 übertragen.
Aktuell sind für das Main-Derby noch rund 150 Tickets im Vorverkauf in der Geschäftsstelle der Main-Post in der Plattnerstraße und im Online-Ticketshop bei CTS Eventim zu haben.
Tübingen vs. Würzburg
76:83 (16:20, 20:23, 19:16, 21:24)
Für s.Oliver Würzburg spielten: Jake Odum 27 Punkte/3 Dreier (5 Assists), Lamonte Ulmer 12/2, Brendan Lane 11, Max Ugrai 11/1, Vladimir Mihailović 10/2 (7 Rebounds), James Southerland 6/1, Krešimir Lončar 6, Maurice Stuckey, Charles Barton.
Top-Perfomer Tübingen: Stewart 17/2 (5 Assists), McGhee 14 (7 Rebounds), Green 11/3, Jordan 9/1 (9 Assists).
Key Stats
Treffer aus dem Feld: Würzburg 30 von 57 (52,6 Prozent) – Tübingen 30 von 64 (47 Prozent)
Punkte in der Zone: Würzburg 38 – Tübingen 22
Freiwürfe: Würzburg 14 von 20 (70 Prozent) – Tübingen 7 von 14 (50 Prozent)
Stimmen zum Spiel
Jake Odum, s.Oliver Würzburg: „Wir standen vor dem Spiel schon ein wenig mit dem Rücken zur Wand und wussten, dass wir vierzig Minuten alles geben und kämpfen müssen. Das haben wir getan. Wir haben beim Rebound gut gearbeitet und haben es geschafft, Jared Jordan ganz gut unter Kontrolle zu halten. Mein Treffer am Ende der ersten Halbzeit hat uns das Momentum gegeben. Wir machen das manchmal zum Spaß am Ende des Trainings, aber es gehört natürlich auch eine Menge Glück dazu.“
Doug Spradley, s.Oliver Würzburg: „Wir hatten bis jetzt kein leichtes Programm, haben aber immer weiter an uns gearbeitet. Das hat uns heute den ersten Sieg gebracht. Wir sind sehr konzentriert in das Spiel gestartet und konnten unsere Fehler minimieren. Obwohl Tübingen das ganze Spiel dran geblieben ist und kurz vor Schluss sogar den Ausgleich geschafft hat, haben wir weiter gut gespielt und haben uns nicht aus dem Rhythmus bringen lassen. Ein großes Lob an meine Spieler und an unsere mitgereisten Fans für die Unterstützung.“
Tyron McCoy, WALTER Tigers Tübingen: „Es war insgesamt ein gutes Spiel von beiden Teams. Wir haben es heute einfach nicht geschafft, an Würzburg vorbei zu ziehen. Besonders Jake Odum und Vladimir Mihailović haben uns Probleme gemacht und waren nur sehr schwer zu kontrollieren. Am Ende hatten wir noch die Chance auf den Sieg, aber es sollte nicht sein.“
Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemitteilung der Sport und Event Würzburg Baskets GmbH.

