Das neue s’East: Party in vier verschiedenen Areas
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Würzburg erleben
19. Oktober 2016

Symbolbild Schweinfurt
Eröffnungstermin steht fest
Im Februar verbreitete sich eine Mitteilung wie ein Lauffeuer in Schweinfurt: die Sennfelder Partylocation muss nach dem Aus des W3 vorerst keinen Eigentumswohnungen weichen. Stattdessen wird eine neue Diskothek entstehen. Momentan wird noch fleißig gesägt und gehämmert, doch schon bald soll der über eine halbe Million Euro teure Umbau abeschlossen sein. Ab 3. November darf dann im völlig neu gestalteten s’East gefeiert werden – und das ab 18 Jahren!
Party in vier Areas
Das neue s’East steht ganz unter dem Motto „Erlebnisgastronomie“, wie uns Klaus Seyfert, der Eigentümer und diesmal auch Betreiber der Diskothek erklärt. Die Location wird nach Fertigstellung einen völligen anderen Look haben, bzw. gleich mehrere. Denn um jede Zielgruppe zu bedienen, wurden vier verschiedene Areas konzipiert. An den Abenden geben gleich zwei DJs ihr Können zum Besten – ein möglichst vielfältiges Programm lautet die Devise im neuen s’East.
Good old East Bar
In der Good old East Bar sorgen Backsteine und dunkles Holz für ein gemütliches Feeling. Ein DJ mixt Querbeet für Jedermann. Man darf sich in der Good old East Bar über Vocal House, sanften Elektro, rockige Töne und Mitgröll-Songs freuen – für jeden soll etwas dabei sein.
Der Club
Kein Weiß mehr zu sehen: Der Bereich rund um die große Tanzfläche erinnert jetzt an eine Kohlegrube – Felswände, dunkler Style und 3D-Bilder, die den Eindruck erwecken, man könne in die Kohlenmine hinein, werden ab November ein „unter Tage“-Feeling im Club entstehen lassen. Zudem soll eine neue Ton- und LED-Lichtanlage den Gästen ordentlich einheizen. Um die Ohren gibt es, je nach Veranstaltung, Charts, House, Elektro, R’n’B u.v.m.
Florida Bar
Vom großzügig gestalteten Außenbereich, in dem ein Holzimbiss alle hungrigen Mägen versorgen wird, gelangt man direkt in die Florida Bar. Die Bar ist genau das Gegenteil des restlichen Clubs, warme und freundliche Farben strahlen den Besuchern entgegen. Der Floridabereich soll übrigens keinen Eintritt kosten.
Loft Bar
Industriell, passend zur Industriestadt Schweinfurt, geht es im letzten Bereich, der Loft Bar, zu. Ein altes Sachs-Motorrad wird über der Theke thronen und Spinde machen den Industrie-Look perfekt.
Übrigens hat sich auch im Toilettenbereich einiges getan: der Durchgang wurde ein Stück verbreitert und die WCs sind neu gemacht.
Abriss in weite Ferne gerückt
Eigentlich sollte nur ein wenig renoviert werden – so war der Plan zu Beginn. Doch Seyfert dachte sich „wenn dann gscheit“. Daher wurde aus dem Umbau ein Großprojekt, dass über eine halbe Million Euro kostete. Der Abriss ist somit erstmal auf Eis gelegt. Klaus Seyfert versichert, dass das neue s’East für die nächsten fünf bis zehn Jahre das Schweinfurter Partyvolk beglücken soll.
Klaus Seyfert im Interview
Wir haben uns mit dem Eigentümer unterhalten und u.a. nachgefragt, warum das s’East im jetzigen Umfang entstand und wie man gegen die kursierenden Gerüchte und Schwierigkeiten, die im W3 herrschten, im neuen Club vorhergehen möchte.
Wie sieht der typische s’East-Gänger aus? Welche Musik hört er und was ist sein erstes Getränk, das er an der Bar bestellt?
Klaus Seyfert: „Dadurch, dass es verschiedene Bereiche sind, sind es verschiedene Zielgruppen. In der Good old East Bar Ältere, wo auch noch qualitätsmäßig höhere Drinks stehen. Wo man auch mal etwas Edleres trinken kann. Aber auch im ganzen Club haben wir nur Getränkewaren rein genommen, die uns auch schmecken. Wir haben uns da an keinen gebunden. Deswegen haben wir, glaube ich, die größte Bierauswahl mittlerweile – vier, fünf verschiedene Biere, die wir hier verkaufen. Kein Billigzeug. Das einzige – an Red Bull und Coca Cola, an die haben wir uns gebunden. Aber das sind auch Marktführer.“
Die Disko heißt jetzt wieder „s’East“ – möchte man mit dem Namen an alte Zeiten anknüpfen?
„Es war immer das East. 83 hat der Laden aufgemacht als Eastside. Da hab ich getanzt damals. Dann war es ja ewig lang Eastside – bis 97. Dann haben wir das Wohnzimmer gemacht, weil es damals auch einen schlechten Ruf hatte zum Schluss. Und dann kam es ja wieder als Eastside unter Blue Basement und ging dann ins W3 über. Aber jeder der hier ins Taxi einsteigt in Schweinfurt oder jeder ältere Schweinfurter sagt „s East“.
Deswegen haben wir gesagt, warum nennen wir es nicht eigentlich mal so, wie es auch jeder ausspricht. Jeder sagt: Hopp wir gehen ins s’East. Deswegen haben wir gesagt, das ist doch der perfekte Name. Nicht Eastside und auch nicht Wohnzimmer und so weiter. Aber Wohnzimmerzeit war geil, hat damals richtig Spaß gemacht. Deswegen haben wir das „s“ übrig gelassen. Also Eastside und Wohnzimmer, wo man dann sagt o.k., das ist dann kombiniert.“
Im Februar verrieten Sie uns, dass langfristig die geplanten Eigentumswohnungen entstehen sollen – warum investiert man dann eine halbe Million Euro?
„Weil W3 insolvent gegangen ist, deswegen erstmal der Umbau. Überhaupt dass ich das nochmal selbst mache. Und dann, mit der Janina als Geschäftsführerin und einem vernünftigen Konzept, haben wir uns dazu entschieden, oder ich mich, nochmal richtig zu investieren und nochmal einen vernünftigen Laden zu bauen, als einfach nur die Wände anzustreichen und die Theken zu reparieren. Das macht ja keinen Sinn. Halbe Sachen habe ich in meinem Leben noch nie gemacht die letzten Jahre und es hat sich auch immer ausgezahlt, wenn man was gescheit macht.“
6 Euro Eintritt plus 4 Euro Verzehrgutschein sind 10 Euro, das ist teurer als manch anderer etablierte Club in der Region. Womit wird der Eintrittspreis gerechtfertigt?
„Aber sechs Euro ist ganz normal. Sechs Euro hat’s Suzie und in Würzburg auch überall. Das ist mittlerweile ein ganz normaler Eintritt. Da ist der Verzehrgutschein mit dabei, dann sind es zehn Euro. Aber das ist ja wie ein Vier-Euro-Schein, den du in die Hand kriegst und wieder ausgeben kannst.“
Im Zusammenhang mit dem W3 kursierten des Öfteren Gerüchte um Drogen und Schlägereien. Wie soll das im s’East verhindert werden?
„Beim Wohnzimmer war es ja auch nicht der Fall. Ich sage immer: Wir Menschen ziehen Menschen an. Und wir möchten auch gar nicht die Menschen hier rein lassen und hinter die Theken oder sonst irgendwo hinstellen, dass die wieder angezogen werden. Dieses Klientel soll sich hier gar nicht wohlfühlen – Schlägereien, Drogen und das ganze Zeug.
Da hatten wir aber damals beim Wohnzimmer das gleiche Problem. Da war es bekannt für Drogen, Schlägereien und komische Leute – das war ganz schwierig. Da haben wir es dann auch geschafft. Gleich von Anfang an eigentlich. Neue Thekenkräfte, ein ganz neues Team haben wir hier. Ganz neue Leute hinter den Theken, die noch nicht hier gearbeitet haben, damit gar nicht dieser alte Schlendrian überhaupt aufkommt. Es sollen vernünftige Leute zum Feiern kommen! Und vernünftige Leute stehen auch da, die den Laden betreiben. Und dann müsste das auch funktionieren. Menschen ziehen Menschen an, das ist in Österreich nicht anders.“
Unvergesslicher Eröffnungstag?
Wie in guten alten Zeiten eröffnet das s’East an einem Donnerstag. Am 3. November erwartet die neugierigen Partygäste DJ David aus dem Raum Fürth/Nürnberg. In der Good old East Bar wird DJ Löschi das Mischpult zum Kochen bringen. Der Eintritt kostet 10 Euro, inklusive 4 Euro Verzehrgutschein. Doppeldecker und Schnäppchenaktionen wird es nicht geben, denn das s’East möchte mit einem qualitativ hochwertigen Programm überzeugen. Einlass ist ab 18 Jahren.

