Als Buch-Bloggerin auf der Frankfurter Buchmesse

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Würzburg erleben

24. Oktober 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Ein Gastbeitrag von der Würzburger Buch-Bloggerin Meike.

Mein Messesonntag

Ich habe es gewagt. Am Sonntag, dem letzten Tag der Frankfurter Buchmesse ging es für mich morgens um sieben mit dem Zug los. Ich war aufgeregt und hibbelig, denn schließlich würde ich Leute sehen, die ich noch nie, oder schon seit über einem Jahr nicht gesehen habe. Mir geht es bei der Buchmesse schon kaum mehr um die Bücher, sondern um die anderen Besucher. Schon seit 2014 beschäftige ich mich mehr mit Büchern, führe einen Buchblog und einen Instagram Account. Da gehört der alljährliche Messebesuch einfach dazu.

Ruhiger Start in den Tag

Angekommen in Frankfurt war ich mal wieder wie erschlagen. Die Menschenmassen sind wirklich unheimlich. Als ich um 10 Uhr ankam, ging es zwar noch, aber man konnte sich das „Durch-die-Gänge-schieben“ um die Mittagszeit schon ausmalen. Ich konnte jedoch erstmal eine Auszeit vom ganzen Trubel nehmen, da es zu einem Blogger-Frühstück des Bastei-Lübbe-Verlags ging. Eingeladen waren neben ca. 40 Bloggern drei ihrer eBook Autoren. Bei Schoko-Muffin und Pfefferminztee begann ich also den Tag und tauschte die ein oder andere Visitenkarte mit Bloggern und Lektoren.

Der erste Höhepunkt des Tages war das Treffen auf eine meiner absoluten Lieblingsautorinen, Mona Kasten, die ebenfalls in diesem Bereich auf ihre Signierstunde gewartet hat und mit der ich dann kurz sprechen, eine Foto schießen und mein Buch signieren lassen konnte.

Lieblings Menschen und Verlage

Danach habe ich mich dann mit meinen besten Blogger-Freunden getroffen. Wer es nicht erlebt hat wird es nicht verstehen, aber durch’s Internet können wahre Freundschaften entstehen. Wir haben Fotos gemacht und sind zu den Ständen unserer Lieblingsverlage wie Carlsen, Loewe und Drachenmond geschlendert, haben uns mit Bloggerbeauftragten unterhalten und das ein oder andere Buch signieren lassen.

Gegen 12 Uhr, eine Stunde vor offiziellem Beginn, haben wir uns dann zur Schlange für Mona Kastens Signierstunde begeben. Ich persönlich hatte sie zwar schon getroffen, aber wie oben bereits erwähnt, wollte ich vor allem meine Freunde sehen und so standen wir eine gute Stunde in der Schlage, haben gequatscht, Spaß gehabt und über Bücher von A bis Z geredet.

Herrje, Messepreise…

Vom Hunger getrieben ging es dann nach draußen um etwas zu Essen zu finden und wir haben uns zu teuren Messepreisen Hot Dogs und Penne arrabiata in der Kälte gegönnt. Doch als hätten wir noch nicht genug Leute getroffen, ging es dann noch zu einem offiziellen Bloggertreffen mit fast 100 Leuten, bei welchem Buchneuigkeiten, Blognamen und vor allem die heißesten Messeangebote ausgetauscht wurden.

Kein Buch gekauft

Auf der Suche nach diesen ging es deshalb gegen halb drei in die internationale Halle, welche leider schon total leer geräumt war und unsere Aufregung darüber lässt sich hier gar nicht in Worte fassen. Ich selbst habe so im Endeffekt kein einziges Buch gekauft, dafür aber tolle Gespräche geführt, meine besten Freunde getroffen, viel über Bücher gelesen und einfach nur Spaß gehabt.

Treffpunkt der Medienbranche

Schon seit mehr als 500 Jahre pilgern Buchliebhaber von überall her zur Frankfurter Buchmesse. Fast 300.000 Besucher werden jährlich erwartet. Darunter Fach-, Privatbesucher, Verleger und Autoren – viele Deutsche, aber ein großer Teil sind auch ausländische Aussteller. Neben den klassischen Büchern sind auch elektronische Medien vertreten. Während der Messe werden zahlreiche Preise verliehen. Gastland dieses Jahr war Flandern und die Niederlande.

Die Deutschen Buchpreise

Gewinner des diesjährigen Deutschen Buchpreises ist Bodo Kirchhoff. Mit seiner Novelle „Widerfahrnis“ konnte er die Jury überzeugen. Die Art, wie er das momentane Krisenthema „Flüchtlinge“ behandelt, war letztendlich Ausschlag gebend. Den Deutschen Jugendbuchpreis im Bereich Jugendbuch erhielt Kirsten Fuchs für ihren Roman „Mädchenmeute“. Die Jury entschied sich für ihr Werk, da sie ungewöhnlicher Weise sieben Mädchen zu den Protagonistinnen ihres Abenteuer-Romans gemacht hat und dramaturgisch geschickt in einer knappen, in Bildern und Konstruktion sehr lebendigen Sprache erzählt hat.

Nationale & internationale Autoren

Highlights für Privatbesucher waren vor allem Lesungen und Signierstunden mit internationalen Autoren wie Cody Mcfadyen, Cecelia Ahern, aber auch deutsche Autoren wie Sebastian Fitzek, Andreas Eschbach, Kerstin Gier und Ursula Poznanski waren wieder sehr gefragt.

Interesse der Jugend

Auch dieses Jahr waren neben erwachsenen Interessierten wieder viele Kinder und Jugendliche vertreten, was Hoffnung macht, dass die Printmedien auch weiter Bestand haben werden. Wie immer war die Kinder- und Jugendmedienhalle 3.0 eine der vollsten und Lesungen, Signierstunden und andere Events waren gut besucht.

Anmerkung der Redaktion

Gastbeiträge geben nicht automatisch die Meinung der Redaktion wieder. Sie sollen zur Debatte anregen  – so wie auch jeder gute Kommentar auf Facebook. Wir geben deshalb allen unseren Lesern die Chance, ihre Meinung bei uns zu veröffentlichen und diese diskutieren zu lassen. Wir freuen uns über Gastbeiträge zu allen Themen an: redaktion@wuerzburgerleben.de.

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