Der (bislang) größte „Supermond“ des Jahrtausends

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Würzburg erleben

10. November 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Naturphänomen am Himmel

Bald ist es so weit: Am 14. November erwartet uns ein echtes Naturphänomen: Der größte „Supermond“ dieses Jahrtausends. Der Mond wird dabei so groß und vor allem hell erscheinen wie seit fast 70 Jahren nicht mehr. Als „Supermond“ bezeichnet man eine Kombination zweier Ereignisse. Da der Mond sich auf einer Ellipsenbahn um die Erde bewegt, gibt es Punkte die näher und solche, die ferner zur Erde liegen. Etwa alle 27 Tage befindet sich der Mond am erdnächsten Punkt. Dies ist auch am 14. der Fall. Dazu kommt, dass ebenfalls Vollmond ist.

Kein normaler „Supermond“

Deshalb wird der Mond nächsten Montag im Durchmesser bis zu 14 Prozent größer erscheinen als ein Vollmond, der auf der Mondbahn die größtmögliche Entfernung zur Erde hat. Außerdem wird er dadurch auch bis zu 30 Prozent heller strahlen. Am 14. ist dieser Effekt besonders stark. Erst 2034 wird es wieder einen derart ausgeprägten „Supermond“ geben.

Viel Wind um nichts

Wir haben zu dem Thema mal bei der Sternwarte in Würzburg nachgefragt und tatsächlich erschreckendes herausgefunden: Der „Supervollmond“ ist ein rein von den Medien „gehyptes“ Event, denn ob der Mond nun ein paar Prozent näher ist oder weiter weg, spielt bei der Betrachtung nahezu keine Rolle. „Das menschliche Gedächtnis reicht nicht soweit, dass es den beobachteten Monddurchmesser über Monate exakt im Gedächtnis behält und Vergleiche sind schwierig, denn der Vollmond steht nicht immer an derselben Stelle“, so Josef Laufer von der Sternwarte.

Deshalb wird die Sternwarte auch an diesem Tag nicht extra geöffnet sein – vor allem auch, um dem riesigen und unbegründeten Andrang aus dem Weg zu gehen. „Einen durch die Presse verursachten Ansturm von hunderten Mondsüchtigen können wir schon allein personell nicht verkraften“, so Laufer.

Beste Zeit zur Mondbetrachtung

Bessere Zeiten zur Mondbetrachtung seien sowieso nicht der Vollmond, sondern zum Beispiel der zunehmende Mond. Der Vollmond ist nämlich direkt von vorne beleuchtet und gibt deshalb keine Schatten, die die Krater und Berge plastisch hervortreten lassen. Beim zunehmenden Mond ist das jedoch der Fall.

Also „Supervollmond“ hin oder her – etwas Besonderes ist er nicht.

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