Der (bisher) größte „Supermond“ des Jahrtausends

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12. November 2016

Symbolbild Schweinfurt
Symbolbild Schweinfurt

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Naturphänomen am Himmel

Bald ist es so weit: Am 14. November erwartet uns ein echtes Naturphänomen: Der größte „Supermond“ dieses Jahrtausends. Der Mond wird dabei so groß und vor allem hell erscheinen, wie seit fast 70 Jahren nicht mehr. Als „Supermond“ bezeichnet man eine Kombination zweier Ereignisse: Da der Mond sich auf einer Ellipsenbahn um die Erde bewegt, gibt es Punkte die näher und solche, die ferner zur Erde liegen. Durch die ellipsoide Umlaufbahn ist der Abstand zur Erde unterschiedlich und schwankt zwischen ca. 405.000 km und 363.000 km. Etwa alle 27 Tage befindet sich der Mond am erdnächsten Punkt. Dies ist auch am 14. November der Fall. Dazu kommt, dass ebenfalls Vollmond ist.

Kein normaler „Supermond“

Deshalb wird der Mond kommenden Montag im Durchmesser bis zu 14 Prozent größer erscheinen als ein Vollmond, der auf der Mondbahn die größtmögliche Entfernung zur Erde hat. Außerdem wird er dadurch auch bis zu 30 Prozent heller strahlen. Am 14. ist dieser Effekt besonders stark. Erst 2034 wird es wieder einen derart ausgeprägten „Supermond“ geben.

Viel Wind um nichts?

Wir haben zu dem Thema mal bei der Sternwarte in Schweinfurt nachgefragt und tatsächlich interessantes herausgefunden: Der „Supervollmond“ scheint ein rein von den Medien „gehyptes“ Event zu sein, denn es macht tatsächlich kaum einen Unterschied, ob der Mond etwas näher steht und dadurch etwas größer erscheint. „Dem Laien fällt dies mit Sicherheit nicht auf“, erklärt uns Florian Köhler von der Sternwarte in Schweinfurt. „Viel imposanter und größer wirkt der Mond, wenn er am Horizont langsam empor steigt. Da lassen wir uns täuschen und empfinden den Mond als viel größer, obwohl er so groß erscheint, wie am Firmament“, fügt Köhler hinzu.

Sternwarte nicht geöffnet

Die Sternwarte in Schweinfurt hat zu diesem Ereignis nicht geöffnet. Bei den Führungen und öffentlichen Veranstaltungen achtet die Sternwarte Schweinfurt darauf, dass der Mond sichtbar ist. Jedoch nicht als Vollmond, da die Helligkeit die anderen sichtbaren Deep Sky Objekte überstrahlt und man dann außer dem Mond nichts zeigen könnte. Um das Phänomen „Supermond“ zu betrachten, braucht es, laut der Sternwarte, zudem kein Teleskop oder ähnliches. Der Mond sei das einzige Himmelsobjekt, bei dem man mit bloßem Auge Details erkennen könne, erklärt Köhler.

Blauer Mond

Übrigens gibt es noch ein Phänomen namens der „Blaue Mond“: Es kann vorkommen, dass sich in einem Kalendermonat auf der Erde zweimal ein Vollmond ereignet. Dies wird als „Blauer Mond“ betitelt und tritt im Januar 2018 wieder auf.

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