Aufzug, Seilbahn oder Bus für die Festung?

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Würzburg erleben

21. November 2016

Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Symbolbild Würzburg

Was wäre eine geeignete Lösung?

Die Seilbahn Koblenz verbindet das Konrad-Adenauer-Ufer mit der Festung Ehrenbreitstein auf der anderen Seite des Rheins. Bis zu 7.000 Passagiere pro Stunde überwinden innerhalb weniger Minuten den Fluss und 112 Höhenmeter. In Paris führt ein Schrägaufzug binnen 90 Sekunden hoch auf Montmartre in 108 Metern Höhe. Ein technisches Denkmal ist die Nerobergbahn aus Wiesbaden, die wasserlast- und stangenbetrieben 83 Meter Höhe erklettert. Ganz spektakulär erschließt eine Rolltreppe ein Armenviertel in Medellin in Kolumbien bis auf eine schwindelerregende Höhe, die 28 Stockwerken entspricht.

Das Beste für Würzburg

Kann irgendeines dieser Beispiele eine Lösung für Würzburg darstellen, um die Festung Marienberg mit einer Höhendifferenz von 95 Metern besser anzubinden? Es gibt zahlreiche Arten von Standseil-, Luftseil-, Hängebahnen, Schrägaufzügen aber auch unkonventionellen Lösungen. Einige Beispiele wie auch Pläne zur Erschließung der Festung Marienberg über einen Aufzug zeigt eine Ausstellung im Foyer des Ratssaales bis Donnerstag, 24. November.

Alle Optionen sind offen

„Es besteht ein breiter Konsens auch mit dem Freistaat, dass die Erschließung der Festung Marienberg verbesserungswürdig ist“, erklärte Oberbürgermeister Christian Schuchardt bei der Eröffnung der Ausstellung „Ideen, Planungen und Beispiele für einen Festungsaufzug“. Er betonte aber zugleich: „Keine dieser gezeigten Planungen oder Beispiele sind Vorfestlegungen. Diese Ausstellung versteht sich als Grundlage für eine öffentlich zu führende Diskussion.“

Bessere Verbindung zur Stadt

„Die stadtseitige Anbindung der Festung ist mangelhaft“, sagte auch Leitender Baudirektor des Staatlichen Bauamts, Joachim Fuchs. In Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt, der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung als Eigentümerin der Festung und Studierenden der TH Deggendorf entstanden daher im Studienjahr 2013/2014 neun Planungen zur möglichen Erschließung der Festung mit einem Aufzug. „Es sind freidenkende, praktische und ganz unterschiedliche Lösungsansätze, die als unverbindliche Diskussionsgrundlage gelten können“, so Fuchs. „Welche Lösung auch immer gefunden wird.“

Räumlicher Probleme

Eine Aufzugslösung, die bereits in den 1980er Jahren einmal angedacht wurde, würde viele Fragen aufwerfen, so Schuchardt: „Wie ließe sich eine Talstation in der räumlichen Enge im Burkarder Viertel unterbringen? Wie ließe sich Aufzug oder Bahn in das denkmalgeschützte Ensemble einfügen? Wo sollte ein Parkplatz für die Nutzer des Aufzugs entstehen? Mit welchen Kosten ist zu rechnen und wer würde diese übernehmen? Oder: Wäre eine Verbesserung des Shuttle-Bus-Netzes auf den Marienberg die bessere Lösung?“

Diskussion und Ausstellung

Die Diskussion um eine verbesserte Anbindung der Festung Marienberg hat wieder Fahrt aufgenommen mit dem Übergang des Mainfränkischen Museums in das Landesmuseum für Franken am 1. Januar 2017. Die Festung ist unter den Top 100 Sehenswürdigkeiten in Deutschland auf Platz 70, die Residenz zum Vergleich auf Platz 34.

Die Ausstellung ist noch zu sehen bis Donnerstagvormittag, 24. November 2016.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

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