Basketball: Kampf zum zweiten Heimsieg
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Würzburg erleben
19. Dezember 2016

Symbolbild Würzburg
Na endlich!
Im siebten Heimspiel endlich der zweite Sieg vor eigenem Publikum: s.Oliver Würzburg hat sich am Samstag nach einer bis zum Schluss hart umkämpften Partie mit 93:89 (41:40) gegen die Basketball Löwen Braunschweig durchgesetzt. Brendan Lane erzielte 30 Punkte (22 davon in der zweiten Halbzeit), Jake Odum verteilte 14 Korbvorlagen – beide Würzburger stellten damit persönliche Bestleistungen in der easyCredit BBL auf.
Deutlich abgesetzt
Im Kellerduell stand bei den Gastgebern zum ersten Mal in dieser Saison Marshawn Powell in der Startaufstellung – Max Ugrai kam von der Bank. Unter den Körben, wo sich Powell als Power Forward die meiste Zeit aufhält, ging bei s.Oliver Würzburg zu Beginn der Partie aber wenig. Dafür ließen es die Würzburger und auch die Gäste Dreier regnen: Die Hausherren erzielten ihre ersten fünfzehn Punkte durch fünf erfolgreiche Würfe hinter der 6,75-Meter-Linie, die Niedersachsen trafen sechs ihrer ersten zehn Distanzversuche. Nummer fünf kam vom starken Carlton Guyton am Ende des ersten Viertels, Nummer sechs vom Litauer Thomas Klepeisz zu Beginn des zweiten Abschnitts – beim Spielstand von 19:26 hatten sich die Löwen dadurch zum ersten Mal etwas deutlicher abgesetzt.
14 Offensivrebounds
Den Würzburgern gelang es danach, das Geschehen im Angriff mehr Richtung Brett zu verlegen – Kapitän Krešimir Lončar, Charles Barton und Felix Hoffmann hielten in dieser Phase im Angriff dagegen, verkürzten bis zur 15. Minute auf 29:30 und veranlassten Braunschweigs Trainer Frank Menz zu einer Auszeit. Danach konnten die Gäste den Abstand zunächst wieder vergrößern, ehe auf Würzburger Seite Brendan Lane und Lamonte Ulmer besser ins Spiel kamen und einen 29:35-Rückstand bis zum Seitenwechsel noch in eine knappe 41:40-Führung verwandelten. Wegen ihrer Überlegenheit am offensiven Brett – 14 Offensivrebounds standen nach der ersten Halbzeit zu Buche – konnten sich die Gastgeber die deutlich schwächere Trefferquote im Zweierbereich leisten.
Eng und ausgeglichen
Auch in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit blieb es eine enge und ausgeglichene Partie. Auf Würzburger Seite war es im dritten Viertel immer wieder Brendan Lane, der auf Zuspiel von Jake Odum am Korb zum Abschluss kam – der Center erzielte die Hälfte seiner 30 Punkte zwischen der 20. und 30. Minute. Mitte des Abschnitts gelang es den Gastgebern dann zum ersten Mal, sich abzusetzen – Maurice Stuckey traf einen Dreier zum 60:53. Zwei Minuten später erhöhte wieder Lane sogar auf 68:57 – die erste und einzige zweistellige Differenz im gesamten Spiel.
Keine Attacken
Die Antwort von Carlton Guyton und Dyshawn Pierre – mit zusammen 49 von 89 Braunschweiger Punkten die beiden stärksten Gäste-Akteure – ließ aber nicht lange auf sich warten: Das Löwen-Duo legte im Alleingang einen viertel-übergreifenden 13:0-Lauf vom 70:63 (30. Minute) zum 70:76 (34. Minute) hin. „Wir haben am Anfang des vierten Viertels fünf Minuten lang den Korb nicht attackiert“, sagte s.Oliver Würzburg Headcoach Doug Spradley nach dem Spiel. Erst in der 36. Minute erzielte Brendan Lane die ersten Punkte der Unterfranken in Abschnitt vier.
Vierter Saisonsieg
Es war der Auftakt für eine erfolgreiche Aufholjagd: Lamonte Ulmer und Moe Stuckey ließen zwei Dreier folgen, dann brachte Jake Odum (10 Punkte und 9 Assists in der zweiten Halbzeit) die Hausherren mit zwei Freiwürfen wieder mit 82:80 in Führung. Den entscheidenden Treffer setzte Brendan Lane exakt 76 Sekunden vor dem Ende: Er traf seinen zweiten Dreier der Partie zum 85:82. Jake Odum traf kurze Zeit später zum 87:84, danach brachten Lane, Ulmer und Odum den vierten Würzburger Saisonsieg durch sechs erfolgreiche Freiwürfe in der letzten Spielminute über die Zeit.
Würzburg vs. Löwen Braunschweig
93:89 (19:23, 22:17, 29:25, 23:24)
Für s.Oliver Würzburg spielten: Brendan Lane 30 Punkte/2 Dreier (7 Rebounds), Lamonte Ulmer 18/4, Jake Odum 16/2 (6 Rebounds/14 Assists/3 Steals), Maurice Stuckey 11/3, Charles Barton 6, Felix Hoffmann 4 (6 Rebounds), Krešimir Lončar 4, Max Ugrai.
Top-Performer Braunschweig: Guyton 25/4 (6 Rebounds), Pierre 24/2 (7 Rebounds), Medlock 15/4.
Key Stats
Rebounds gesamt: Würzburg 38 – Braunschweig 26
Rebounds offensiv: Würzburg 16 – Braunschweig 9
Punkte aus zweiten Chancen: Würzburg 20 – Braunschweig 11
Freiwürfe: Würzburg 16 von 16 (100 Prozent) – Braunschweig 8 von 14 (57 Prozent)
Korbvorlagen: Würzburg 24 – Braunschweig 15
Stimmen zum Spiel
Doug Spradley, s.Oliver Würzburg: „Es war ein sehr interessantes Spiel für die Zuschauer, aber für uns Trainer war es ein hartes Stück Arbeit. Es gab immer wieder Fehler, dann einen Lauf, dann wieder Nervosität und Fehler. Am Anfang des vierten Viertels haben wir fünf Minuten lang nicht mehr den Korb attackiert. Dann hat Ulmer die Verantwortung übernommen und den Dreier getroffen, das hat uns den Schwung zurückgebracht. Es war natürlich nach den letzten Ergebnissen für die Spieler nicht einfach, endlich den zweiten Heimsieg zu holen. Die Niederlagen sitzen tief drin im Kopf, und wenn du dann einen Vorsprung aus der Hand gibst, kann es schwierig werden. Wir haben das Spiel als Mannschaft gedreht und dabei wieder viel Charakter gezeigt, Wir hatten zwar im ganzen Spiel viel Nervosität, haben aber nie aufgegeben. Braunschweig ist kein leichter Gegner, sondern man muss auch gegen sie vierzig Minuten volle Leistung bringen. Wir haben es vielleicht 31 Minuten lang gemacht. Ich bin froh für unsere Fans, dass wir endlich wieder einen Heimsieg holen konnten.“
Frank Menz, Basketball Löwen Braunschweig: „Glückwunsch an Würzburg zum Sieg. Ich freue mich zwar nicht darüber, dass wir verloren haben. Ich kenne Doug Spradley aber seit fast zwanzig Jahren, daher freue ich mich in dieser schwierigen Situation für ihn persönlich. Für uns ist so eine knappe Niederlage natürlich hart, nachdem wir letzte Woche gegen Frankfurt schon mit dem letzten Wurf verloren haben. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, offensiv sogar sehr gut. Nach dem Verlust von Jannik Freese haben wir nicht mehr viel Größe und Athletik unter den Körben, das hat man in der ersten Halbzeit an den 14 Offensivrebounds von Würzburg gemerkt. In der zweiten Halbzeit haben wir es viel besser gemacht. Für mich war Jake Odum in der zweiten Halbzeit neben den Großen bei Würzburg der entscheidende Spieler auf dem Feld, wir konnten ihn nicht mehr halten. Aber ich bin trotzdem zufrieden mit unserer Leistung. Wir entwickeln uns gut und haben in den letzten Wochen immer auf Augenhöhe mit den Gegner gespielt.“
Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemitteilung der Sport und Event Baskets Würzburg GmbH.

