Junger Syrer bringt arabische Küche nach Schweinfurt
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Würzburg erleben
8. Februar 2017

Al Sham in Schweinfurt – Foto: Kevin Wloczyk
Spezialitäten aus Damaskus
Seit Anfang Dezember findet man in der Wolfsgasse 18 einen kleinen aber feinen Imbiss, der arabische Spezialitäten anbietet. Der Inhaber Maher Khaled ist ein syrischer Flüchtling, der mit den Leckereien ein Stück Heimat nach Schweinfurt bringt. In Erinnerung an Damaskus hat der 25-Jährige den Laden übrigens „Al Sham“ genannt – der arabische Name seiner Geburtsstadt, so die Main Post.
Alles hausgemacht
Laut der Facebookseite des „Al Sham“ werden sowohl arabische Süßigkeiten und Backwaren, als auch Obstsalate angeboten. Die Naschkatzen dürfen sich zum Beispiel auf eine süße Masse aus Pistazien, Mandeln und Co. freuen, die mit Blätterteig ummantelt ist. Mag man es lieber deftig, bekommt man einen mit ausgewählten Zutaten belegten Teig serviert – beispielsweise mit weißem Käse, Wurst oder Thymian. Bei den Obstsalaten stehen unter anderem Variationen mit Twix, Snickers oder Vanillesoße im Angebot.
Drei Jahre auf der Flucht
Vor der Eröffnung waren wochenlange Behördengänge und Renovierungsarbeiten der Räumlichkeiten notwendig – was aber im Vergleich zu dem, was die Familie in der Zeit vor ihrer Ankunft in Deutschland erleben musste, eine Leichtigkeit war, so die Main Post. Vor rund 4 Jahren flüchtete Familie Khaled aus ihrer Heimat Syrien, da sie um ihre Sicherheit fürchteten. Und damit begann ein langer Weg: Drei Jahre lang befand sich Khaled inklusive seiner vier Kinder auf der Flucht, bis er vor ca. eineinhalb Jahren schließlich in der Schweinfurter Erstaufnahmeeinrichtung ankam, berichtet die Main Post.
Im weiteren Verlauf bekamen sie eine eigene Wohnung in Untereuerheim, später in Schweinfurt. Mittlerweile ist die Familie angekommen, Khaled und seine Schwester besuchen laut Main Post einen Sprachkurs, die Tochter geht in die Grundschule und auch in den hiesigen Vereinen ist man integriert.
Stolz und Sehnsucht
Der junge Syrer ist stolz auf seinen neuen Laden in Schweinfurt, dennoch würde er gerne irgendwann wieder als Informatiker arbeiten, den Beruf den er einst gelernt hat. Alternativ schwebt ihm laut Medienbericht der Main Post eine Ausbildung oder eine Tätigkeit als Sportlehrer vor. Bis dahin kann man aber in der Wolfsgasse nach Herzenslust arabische Speisen schlemmen.
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