Besonders schwerer Fall der Jagdwilderei aufgeklärt
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9. Februar 2017

Das Foto wurde unsererseits verfremdet - Foto: Polizei
Trächtiges Reh mit Armbrust getötet
Wie die Polizeiinspektion Schweinfurt mitteilt, ist jetzt in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Gerolzhofen gelungen, einen nicht alltäglichen Fall der Jagdwilderei aufzuklären.
Wie bereits berichtet, fand ein Jäger in der Nähe von Oberspießheim Ende Mai 2016 eine getötete Rehgeiß. Bei genauerem Hinsehen stellte der Jagdpächter unmittelbar hinter dem rechten Schulterblatt des Tieres einen Einschuss fest. Bei der späteren Obduktion des Kadavers wurde zudem noch festgestellt, dass das weibliche Reh kurz vor der Geburt von zwei Jungen gestanden hat.
Pfeil vermutet
Auffällig war weiterhin, dass die Leber des getöteten Tieres eine gerade scharfkantige Schnittverletzung aufwies. Da auch kein Ausschuss vorhanden war, wurde von polizeilicher Seite von einem Pfeil als Geschoss, abgefeuert mit einem Bogen oder Armbrust, ausgegangen.
Belohnung ausgelobt
Damals wurden vom Jagdpächter und dem Hegeringleiter zur Ergreifung des Täters eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt. Nach Veröffentlichung des Sachverhaltes gingen zahlreiche Hinweise auf diesen Fall ein. Bei der Überprüfung dieser Hinweise führte auch eine konkrete Spur zu einem Tatverdächtigen aus dem Stadtgebiet Schweinfurt. Es handelt sich um einen 36-Jährigen Mann.
Zahlreiches Diebesgut
Aufgrund der klaren Beweislage wurde vom Ermittlungsrichter ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Verdächtigen erlassen. Bei der Durchsuchung der Wohnung stellten die Beamten nicht nur Beweismittel zur vorliegenden Tat sicher, sondern fanden als sogenannten Zufallsfund auch noch zahlreiches Diebesgut, das sich der Mann zweifelsfrei gesetzteswidrig unter den Nagel gerissen hat.
Für sein Handeln, insbesondere das nicht waidgerechte Töten des trächtigen Muttertieres, ist die Motivlage noch völlig unklar. Insbesondere auch deshalb, weil der Beschuldigte zu den ihm gemachten Vorwürfen beharrlich schweigt.
Die Ermittlungen hierzu werden deshalb noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Nach deren Abschluss werden die entsprechenden Anzeigen an die Staatsanwaltschaft Schweinfurt gerichtet.
Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

