Mutmaßlicher Kellerabteilaufbrecher steht fest

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15. Februar 2017

Einbrecher am Werk – Gestelltes Foto: Dominik Ziegler
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Einbrecher am Werk – Gestelltes Foto: Dominik Ziegler

Weit mehr als 150 Straftaten

Schöner Erfolg für Staatsanwaltschaft und Polizei – Mutmaßlicher Kellerabteilaufbrecher steht fest – weit über 150 Straftaten werden ihm zur Last gelegt – weitere Ermittlungsverfahren anhängig

Der Kellerabteilaufbrecher, der in den letzten Wochen und Monaten sein Einsatzgebiet kreuz und quer über den Stadtbereich verteilt hat und über dessen Straftaten bereits viele Male berichtet worden ist, steht fest.

Der 36-jährige arbeitslose Schweinfurter mit osteuropäischem Migrationshintergrund hat zuvor dem polizeilichen Sachbearbeiter und gewiss auch manchem Kellerabteilbesitzer einige schlaflose Nächte bereitet.

Einbruchsserie seit Februar

Seit Anfang Februar letzten Jahres gingen die ersten Anzeigen bei der Polizei über die Aufbrüche von Kellerabteilen in Mehrfamilienhäusern ein.

Nach und nach schien sich der damals noch unbekannte Täter immer sicherer zu werden, da er sich in den Folgemonaten zu immer mehr Taten hinreißen ließ. Bis zu den zuletzt gemeldeten Aufbrüchen anfangs dieser Woche summierte sich die Anzahl auf weit über 150 Fälle.

Vorangegangene Einbrüche im Stadtgebiet

Das größte Problem für den aufnehmenden Ermittlungsbeamten war zunächst, dass der Täter zum einen sein Tätigkeitsfeld über das ganze Stadtgebiet verteilte und zum anderen fast keine verwertbaren Spuren hinterließ.

Wegen der Hartnäckigkeit der zur Ergreifung des Täters eingesetzten Beamten konnten schließlich nach und nach, wie bei einem Puzzle, verschiedene Hinweise und zurückgelassene Spuren zusammengefügt werden, die auch mehrere DNA-Spuren beinhalteten.

Mehrere Wohnungsdurchsuchungen

Ein diesbezüglicher Abgleich mit der Meldedatenbank im bayerischen Landeskriminalamt führten schließlich zu dem beschuldigten Innenstadtbewohner. Hauptsächlich schien er in den späten Nacht- und frühen Morgenstunden auf seiner Diebstahlstour unterwegs gewesen sein.

Bei mehreren Wohnungsdurchsuchungen wurde zahlreiches belastendes Material wie Diebesgut, waffenrechtlich relevante Gegenstände und kleine Mengen an Rauschgift sichergestellt.

Der Beschuldigte räumte bei seinen Vernehmungen lediglich einige wenige der ihm zur Last gelegten Straftaten ein.

Haftbefehl

Mittlerweile waren Tatverdacht und Schwere der begangenen Taten ausreichend, um einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten zu erwirken. Daher klingelten am gestrigen Dienstag Beamte der Schweinfurter Polizei erneut an seiner Wohnungstüre und nahmen den Mann fest.

Dass dabei weitere Beweismittel und auch wieder kleinere Mengen an Drogen gefunden sowie erneut Verstöße gegen das Waffenrecht festgestellt wurden, dürfte der Ermittlungsrichterin die Bestätigung des Haftbefehls nicht erschwert haben.

Der Beschuldigte sitzt nun bis zur Eröffnung des Hauptverfahrens in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft ein.

Der Artikel beruht auf einer gemeinsamen Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt.

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