Kein Funkkontakt zu Flugzeug: Alarm für Eurofighter
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Würzburg erleben
10. März 2017
Alarmrotte der Luftwaffe startet
SCHWEINFURT. Ein Passagierflugzeug über Schweinfurt hat heute Vormittag zu einem Alarm für die Luftwaffe gesorgt. Weil der Funkkontakt der Passagiermaschine zur Flugsicherung verloren ging starteten zwei Eurofighter, um die Lage zu klären.
KKG geräumt
Gegen 10:30 Uhr wurde auch das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld (KKG) sicherheitshalber geräumt.
Wie die Deutsche Flugsicherung auf Anfrage dieser Redaktion mitteilte, war der Funkkontakt zu dem Passagierflugzeug der Indian Air bereits im tschechischen Luftraum abgebrochen.
In so einem Fall des unerklärlichen Abbruchs einer Funksprechverbindung versucht der verantwortliche Fluglotse der Flugsicherung, Erstmaßnahmen um die Funksprechverbindung wiederherzustellen.
Kontakt per Handzeichen
Ist das nicht erfolgreich, erhält eine sogenannte „Alarmrotte“ der Luftwaffe innerhalb kürzester Zeit einen Startbefehl. Eine Alarmrotte ist eine Rotte von zwei Jagdflugzeugen oder Abfangjägern vom Typ Eurofighter, die das ganze Jahr rund um die Uhr zum Start (Quick Reaction Alert) in der kürzestmöglichen Zeit bereitsteht, um die Sicherheit im Luftraum zu gewährleisten.
Nach Alarmierung durch den zuständigen Gefechtsstand bleibt der Alarmrotte ein Zeitfenster von 15 Minuten, um abzuheben.
Die Eurofighter-Piloten identifizierten das Flugzeug und flogen bis auf Sichtweite an. Mittels internationale Handzeichen nahmen sie Kontakt zum Piloten des betroffenen Luftfahrzeuges auf und begleiteten die Maschine der Indian Air bis Köln.
Was genau das Problem der Funkverbindung war, wird derzeit geprüft. Es lag zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr vor.

