Erste Mobilstation am Hubland eröffnet
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Würzburg erleben
13. März 2017

Umweltreferent Wolfgang Kleiner, Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Stadtplaner Adrien, Cochet-Weinandt, Baureferent Prof. Christian Baumgart, TGZ-Geschäftsführer Dr. Alexander Zöller und IHK-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Ralf Jahn (von links) eröffnen die erste von vier geplanten Mobilstationen am Hubland. Bild: Georg Wagenbrenner
Nachhaltiges Mobilitätsverhalten
Umweltfreundlich gemeinsam unterwegs: Die Stadt Würzburg definiert Mobilität im neuen Stadtteil neu. Dazu wird am Hubland eine erste Mobilstation eröffnet. „Dies ist ein weiterer und wichtiger Baustein in unserem Klimaschutzkonzept. Wir bieten damit deutliche Anreize für ein nachhaltiges Mobilitätsverhalten“, so Oberbürgermeister Christian Schuchardt.
Im Unterschied zu den Stationen in der Innenstadt, die in den Bestand nachträglich geplant wurden, konnten am Hubland Mobilstationen auf dafür vorgesehenen Flächen entwickelt, gebaut und mit Ladeinfrastruktur versehen werden. Die neue Mobilstation am Technologie- und Gründerzentrum TGZ am Hubland verbindet das Car-Sharing-Angebot mit dem ÖPNV. So kann für die jeweilige Wegstrecke das passende Verkehrsmittel gewählt werden.
Über 30 Car-Sharing-Fahrzeuge verfügbar
Damit wird der Individualverkehr reduziert und damit auch der CO2-Ausstoß, weil Fahrzeuge für mehrere Nutzer zur Verfügung stehen und so den ÖPNV ergänzen. Umweltreferent Wolfgang Kleiner sieht die Belastungen für Mensch und Umwelt durch den Straßenverkehr als die größte Herausforderung seines Ressorts.
Mit der neuen Mobilstation sind in Würzburg nun über 30 Car-Sharing-Fahrzeuge im Angebot. Bis zu zehn Privat-Pkw können bei optimaler Auslastung jeweils ersetzt werden. Nutzer der Mobilstationen können Mieter und Mitarbeiter aus dem TGZ, dem ZAE, Studierende, Bewohner des Studentenwohnheims und künftige Bewohner aus dem geplanten Wohnungsbau oder auch Mitarbeiter der Universität sein.
Straba, Bus, Rad, Pkw
Die Mobilstation bietet Car-Sharing, Nähe zum ÖPNV und Platz für das sichere und witterungsgeschützte Abstellen von Fahrrädern. Auch der Radverkehr ist, zusammen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem ergänzendem Car-Sharing, eine tragende Säule des Umweltverbundes. Entsprechend der Zeichen der Zeit, wird die Mobilstation TGZ schwerpunktmäßig mit einer Infrastruktur zur Förderung elektrischer Antriebstechnik im Sinne des Umweltschutzes ausgestattet.
Hierzu wurde die Mobilstation mit den zwei aktuell gängigen Ladesystemen für E-Bikes und Pedelecs ausgestattet (drei abschließbare Ladefächer und zwei Anschlussmöglichkeiten für EnergyBus Standard (EBS-Direktladung). Nutzer können ihre Elektrofahrräder kostenfrei aufladen.
Ebenfalls besteht die Möglichkeit, an der installierten Wechselstromladebox gleichzeitig zwei Autos mit elektrischem Antrieb zu laden. Dabei kann die Ladebox, je nach Kapazität der angeschlossenen Autos, den Strom intelligent bedarfsgerecht steuern und die Ladezeit optimieren. Die Nutzung der Stellplätze und der dazugehörigen Ladebox ist für den Nutzer kostenpflichtig. Der Bezahlvorgang ist über mehrere Wege zum Beispiel per SMS, Handy-App oder Kundenkarte möglich.
Strom aus der Photovoltaik-Anlage
Die Mobilstation fügt sich mit ihrer Ausstattung in das zukunftsweisende und nachhaltige Energie-Konzept des TGZ hervorragend ein. Der überschüssige Strom aus der Photovoltaik-Anlage des TGZ Neubaus kann für Elektromobilität verwendet werden. TGZ-Geschäftsführer Dr. Alexander Zöller war von Anfang an ein Befürworter der Integration der Mobilstation in den TGZ-Neubau, da eine Mobilstation mit Elektro-Ladestationen und Car-Sharing zum Energieeffizienz- und Nachhaltigkeitskonzept des TGZ passt.
Vier Mobilstationen für das Hubland geplant
Die Station TGZ fügt sich in eine Gesamtkonzeption ein, die für den neuen Stadtteil Hubland vier Mobilstationen vorsieht. Die weiteren Stationen am Hubland befinden sich in der Planung und teilweise bereits in der Umsetzung. Eine der Stationen soll am Rottendorfer Tor im Nordwesten des Stadtteils, eine weitere im zentralen Bereich in der Nähe des Stadtteilzentrums noch vor der Landesgartenschau entstehen. Auch dort sind bereits Kooperationen mit der Wohnungswirtschaft in Arbeit.
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Regierung von Unterfranken.

