Der Sommer kommt – doch wie geht’s den Vierbeinern dabei?

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16. März 2017

Besonders im Sommer muss man auf die Bedürfnisse seines Haustiers achten. Foto: Pascal Höfig
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Besonders im Sommer muss man auf die Bedürfnisse seines Haustiers achten. Foto: Pascal Höfig

Tipps für einen tierisch heißen Sommer

Der Sommer nähert sich in großen Schritten und die Temperaturen auf der Skala steigen stetig an. Während wir vor unserem Kleiderschrank stehen und gucken, welche Kleidung dabei helfen würde, möglichst wenig zu schwitzen, haben die Tiere natürlich nicht eine solche Möglichkeit.

Unsere Lieblinge haben zwar ein Sommerfell, welches im Gegensatz zum Winterfell sehr dünn ist, trotzdem machen ihnen die heißen Temperaturen oft zu schaffen. Aus diesem Grund sind sie darauf angewiesen, dass die Besitzer diese Zeit so angenehm wie möglich gestalten. Wir haben uns umgesehen und haben dabei gemerkt, dass der Sommer doch gar nicht so schlimm ist, wie wir zu Anfang dachten.

Das Sommerfell der Tiere

Unsere behaarten Fellfreunde wechseln im Frühling ihr Haarkleid und aus dem weichen und sehr flauschigen Winterfell wird das Sommerfell. Das Sommerfell hat nur sehr wenig Unterwolle. Insgesamt ist es nicht nur weniger, sondern auch dünneres Fell. Das betrifft jedoch nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch andere Tiere, wie zum Beispiel Pferde, Kaninchen sowie viele Nagetiere und Vögel.

Das Pferd im Sommer

Die meisten Pferde, egal ob Vollblüter oder Ponys, verbringen den Sommer draußen auf der Weide. Viele Pferdebesitzer schützen ihre Tiere sowohl im Sommer als auch im Winter durch spezielle Pferdedecken, welche es in ganz unterschiedlichen Ausführungen aus verschiedenen Materialien gibt. Pferde, die schwitzen, können sich nämlich auch im Sommer erkälten. Außerdem muss dafür gesorgt werden, dass es auf der Weide mindestens einen Schattenplatz und immer frisches Wasser gibt. Jedoch ist nicht jedes Pferd gleich. So ist es in den Anforderungen an die Außentemperatur ganz individuell beschaffen.

Das Vollblut zum Beispiel stammt von den arabischen Pferderassen ab. Es ist schlank, leicht gebaut und sehr ausdauernd. Die Herkunft dieser Pferde hat ein warmes Klima, sodass die Tiere mit den Sommertemperaturen gut zurechtkommen. Sie haben recht dünnes Fell. So lieben sie den Sommer und haben eher Probleme mit dem Winter.

Auf individuelle Bedürfnisse achten

Das Halbblutpferd ist eine Kreuzung aus Warm- und Vollblut. Sie kommen ebenfalls so weit gut mit der Hitze klar und würden eher bei sehr kalten Temperaturen Probleme bekommen. Warmblüter sind in Deutschland weit verbreitet. Diese Tiere kommen normalerweise sowohl mit heißen als auch mit kalten Temperaturen gut aus. Die Kaltblüter hingegen gelten als sehr robust. Sie haben im Winter dickes Fell und schwitzen oftmals im Sommer.

Wichtig ist es für Halter, dass sie sich genau über die individuellen Bedürfnisse ihrer Pferde erkundigen, sie jedoch bei heißen und natürlich auch bei kalten Temperaturen genauestens beobachten. Nur so kann man schauen, ob Unterstützung benötigt wird.

Der Hund im Sommer

Viele Hunde, vor allem die Rassen mit viel und langem Fell, haben im Sommer starke Probleme mit der Hitze. Dazu gehören vor allem Hütehunde, wie zum Beispiel der Berner Sennenhund oder der Samojede. Diese Hunde haben sehr viel dichteres Fell und bekommen schnell Probleme mit zu heißen Temperaturen. Viele Hundebesitzer lassen ihre Tiere aus diesem Grund scheren, was jedoch immer rassebedingt festgelegt werden sollte, denn nicht jede Hunderasse verträgt diese Prozedur.

Es gibt jedoch noch viele weitere Kriterien, welche Hundehalter im Sommer unbedingt machen sollten. Viele Hunde haben vor allem im Alter oft mit Kreislaufproblemen zu kämpfen, die auf keinen Fall unterschätzt werden sollten. Hunde, die sich in die pralle Sonne legen, sollten somit in den Schatten gelockt werden. Schwitzen tun die Tiere nur an ihren Füßen, da hier die einzigen Schweißporen der Hunde liegen. Das wird im Sommer schnell durch nasse Pfotenabdrücke ersichtlich.

So ist es zum Beispiel wichtig, den Tieren im Sommer an mehreren Orten etwas Wasser anzubieten. Zusätzlich brauchen die Tiere immer die Möglichkeit, sich an einen kühlen Platz zurückzuziehen. Spaziergänge sollten im Hochsommer entweder auf die frühen Morgenstunden oder auf den Abend verlegt werden. Ebenso sollten Straßen vermieden werden, da diese sich so stark aufheizen, dass sie am Abend noch viel zu heiß sein könnten. Ein Pfotenschutz kann im Übrigen dabei helfen, die Hundepfoten vor Verbrennungen zu schützen. Hierfür gibt es zusätzlich noch speziellen Pfotenbalsam.

Katzen im Sommer

Die meisten Katzen kommen mit der Hitze gut klar. Reine Wohnungskatzen gehen eh nicht nach draußen und Freigänger ziehen sich zurück, falls es ihnen zu warm wird. Aber auch hier sollten Katzenbesitzer dafür sorgen, dass die Tiere an mehreren Orten Schalen mit kühlem und frischem Wasser bekommen. Wie auch bei Hunden sollten Besitzer zu den sehr heißen Tagen gut auf ihre Lieblinge achten, da der Kreislauf schnell Probleme machen könnte.

Reptilien im Sommer

Reptilien haben in der Regel mit dem Sommer keine großen Probleme. Hier gibt es nur einige Exemplare, die im Winter die Zeit nutzen, um einen Winterschlaf durchzuführen. Im Sommer hingegen sind die meisten Tiere putzmunter. Wichtig ist es jedoch, dass die Temperaturen in deren Behausung nicht zu hoch werden. Aus diesem Grund sollten die Heizungen sowie die Temperatur innerhalb der Terrarien immer wieder überprüft werden. Viele Terrarianer nutzen in den besonders heißen Sommermonaten zum Beispiel spezielle Lüfter oder Belüftungssysteme, um die Temperaturen konstant zu halten. Wird es zu warm, fühlen sich viele Reptilien nicht mehr wohl und können sogar krank werden.

Die Fische und der Sommer

Es gibt unzählige Fischarten auf dieser Welt. Viele davon erfreuen sich an einer großen Beliebtheit und werden daher gerne im Teich oder in einem Aquarium gehalten. Aufgrund ihrer Herkunft sind sie jedoch an bestimmte Temperaturen und Wasserwerte gebunden. Diese sollten durchgehend eingehalten werden. Abweichungen, egal ob nach oben oder unten, können im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Fische sterben. Wasserwechsel können zum Beispiel im Aquarium dabei helfen, die Wassertemperatur zu senken. Auch die Heizung muss im Sommer nicht zwangsläufig angestellt werden. Zusätzlich ist natürlich darauf zu achten, dass das Aquarium nicht direkt in der Sonne steht.

Kleintiere im Sommer

Die meisten Kleintiere, wie zum Beispiel Hamster, Kaninchen oder Meerschweinchen, bekommen vom Sommer oftmals nichts mit, da sie in der Wohnung oder dem Haus gehalten werden. Tiere, die Freigang haben oder allgemein draußen in der Natur leben, sollten ausreichend Schattenplätze zur Verfügung gestellt bekommen. Außerdem sollte ein Auslauf von oben geschützt werden, damit Räuber keine Chance haben, hineinzugelangen. Auch bei den Kleintieren ist darauf zu achten, dass sie 24 Stunden am Tag den Zugang zu frischem Wasser bekommen.

Mit den Tieren durch den Sommer

Viele Tiere haben im Sommer immer mal wieder Probleme mit dem Kreislauf und schwitzen. Wichtig sind also Schattenplätze, ausreichend Flüssigkeit und bei Tieren, die im Aquarium und Terrarium wohnen, die Temperaturen im Normalbereich zu halten. Die Tiere sollten dringend von ihren Haltern im Auge behalten werden. Wird es zu heiß, ist es nicht verkehrt, Pferde in den Stall zu holen, die Katzen nur am Abend rauszulassen und die Spaziergänge mit den Hunden nur am Abend oder dem frühen Morgen im Wald zu unternehmen. Pferde und einige Hunde mögen es zu dieser Jahreszeit im Übrigen, ab und zu mit etwas Wassernebel besprüht zu werden. Ansonsten steht einem gemeinsamen Sommer jedoch nichts im Weg.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit einem externen Redakteur der Zoobio GmbH.

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