Regional und nachhaltig einkaufen – aber wo?
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Würzburg erleben
16. März 2017

Ja, auch Obst und Gemüse kann man heutzutage online bestellen. Beispielsweise den Frischekorb vom Bio-Hof "Grashüpfer" in Erlenbach. Foto: Jessica Wille
Frisches aus der Umgebung
Regional und nachhaltig essen: Ein Thema, das heutzutage immer mehr Menschen beschäftigt. So einfach sich das in der Theorie anhört, an der Umsetzung scheitert man dann doch schneller, als einem lieb ist. In konventionellen Supermärkten kommt das Obst und Gemüse häufig aus anderen Ländern und hat schon einen langen Transport hinter sich – nicht gerade ideal, was das grüne Gewissen angeht. Hier sind also unsere Tipps, wie man es in und um Würzburg besser machen kann.
Märkte
Auf dem Marktplatz wird jeder fündig: Hier gibt es Obst, Gemüse und andere Leckereien aus der Region im Überfluss. Jeden Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag bieten Verkäufer aus Würzburg und Umgebung ihre frischen Waren an. So kann man die Gelegenheit nutzen, sich direkt über die Produkte zu informieren und mehr über deren Herkunft zu erfahren.
Hofläden
Noch naheliegender ist es, direkt mal beim Bauern selbst vorbeizuschauen. Dort freut man sich, wenn direktes Interesse an den eigens produzierten Waren besteht. Und was gibt es schöneres, als einen kleinen Ausflug raus aus der Stadt, ein bisschen Landluft und das Gefühl, frische Eier, Milch, Äpfel und Kartoffeln mit zurück zu nehmen? Im Würzburger Umland gibt es einige Höfe, die ihr saisonales Obst und Gemüse direkt vor Ort verkaufen – oder sogar zu dir nach Hause liefern…
Frischekorb per Lieferung
… Essen ganz einfach per Lieferung nach Hause bestellen: Den Pizzalieferservice kennt jeder, den frischen Gemüsekorb aus der Region eher weniger. Ein Anruf genügt und man kann von saisonalem Obst und Gemüse profitieren, ohne den Weg bis zum Hof auf sich nehmen zu müssen. Klasse Idee, finden wir.
Eine „Schnupperkiste“ zum Ausprobieren gibt es beispielsweise beim Bio-Hof „Grashüpfer“ aus Erlenbach. Einfach anrufen oder eine E-Mail schreiben und schon ist eine Auswahl an Obst und Gemüse auf dem Weg in die Stadt – einfacher geht’s nicht. So lernt man übrigens auch Dinge kennen, die man im Supermarkt vielleicht nicht kaufen würde, wie beispielsweise schwarzen Rettich, der in der „Schnupperkiste“ enthalten war, die wir in der Redaktion getestet haben.
Foodsharing
Sharing is caring! Mit Foodsharing wirst du ganz einfach alles los, was du übrig hast. Auch in Würzburg ist die Tauschszene aktiv, beispielsweise über die Facebook-Gruppe Foodsharing Würzburg. Das Prinzip ist denkbar einfach: Lebensmittel, die man selbst nicht verbrauchen kann, werden mit Foto in die Gruppe gepostet und finden dort einen neuen Besitzer. So wandert nichts in die Tonne, was eigentlich noch gut ist.
Containern
Es ist schon traurig, wie viele Lebensmittel täglich von Supermärkten weggeworfen werden. Doch nicht alles, was in der Tonne landet, ist auch Abfall! Viele der weggeschmissenen Produkte sind noch wie neu und absolut genießbar. Aber aufgepasst: Bitte nur an Container gehen, die nicht verschlossen oder durch Zäune, Absperrungen, usw. abgeschirmt sind, sonst droht eine Anklage wegen Diebstahls.
Einfach selbst anbauen!
Günstig, nachhaltig und macht Spaß: Züchte doch einfach dein eigenes Gemüse im Garten. Und auch wenn du keinen eigenen Garten hast, gibt es eine tolle Lösung: In Würzburg gibt es einige Gemeinschaftsgärten, die für alle zugänglich sind und sich immer über Interessierte und neue Mitmacher freuen. Die „Stadtgärtner“ betreiben beispielsweise ein Urban-Gardening-Projekt im Jugendkulturhaus Cairo.

